tz-Kolumne "Hart aber Felix"

Magath: So läuft bei uns Weihnachten ab

+
Felix Magath.

München - In seiner tz-Kolumne verrät Felix Magath, wie er Weihnachten mit seiner Familie verbringt. 

Wenn es um das Erreichen des sportlichen Erfolgs geht, kennt Felix Magath (62) keine Gnade. Der tz-Kolumnist war stets kompromisslos – seinen Spielern und auch sich selbst gegenüber. Aber „Quälix“ offenbart auch eine weiche Seite – an Weihnachten.

Herr Magath, sind Sie schon in besinnlicher Stimmung?

Felix Magath: Leider arten die Stunden vor Weihnachten bei mir immer in Stress aus. Ich nehme mir stets vor, früher mit dem Einkauf der Geschenke zu beginnen, aber am Ende renne ich doch Heiligabend bis zum Ladenschluss durch die Geschäfte.

Wie geht’s dann nach dem Stress-Einkauf im Hause Magath weiter?

Felix Magath:Traditionell mache ich mit den Kindern einen Heiligabend-Spaziergang, um den Weihnachtsmann zu suchen. Zwar haben wir den in den ganzen Jahren nicht gefunden, die Kinder glauben auch nicht daran, dennoch soll das Ritual bleiben.

Und Ihre Frau bereitet die Bescherung vor?

Felix Magath:Genau. Und der Baum muss auch immer noch auf den letzten Drücker geschmückt werden. Alles ziemlich hektisch.

Singen Sie auch Weihnachtslieder?

Felix Magath:Das will keiner hören. Meine Frau möchte immer singen, aber die Kinder wollen lieber Geschenke auspacken. Zwei, drei Lieder spielen sie uns auf dem Klavier vor. Sie hatten alle Unterricht und können spielen. Ich habe auch mal mit ein paar Stunden angefangen, habe aber nicht durchgehalten.

Was kommt auf den Tisch?

Felix Magath:Immer eine Gans mit Knödeln.

Was wünschen Sie sich denn?

Felix Magath:Ich wünsche mir nichts Materielles mehr. Mit fünf Jahren habe ich mal ein Fahrrad bekommen. Da war ich irre stolz und bin es gefahren, bis es auseinandergefallen ist. Später gab’s dann mal Fußballschuhe. Aber inzwischen wünsche ich mir nur Zeit mit der Familie. Dieses Zusammensein habe ich in meiner Kindheit nicht erlebt.

Weil Ihre Mutter Helene Sie als Einzelkind alleine großgezogen hat?

Felix Magath:Ja, es gab Heiligabende, da hat sie noch lange gearbeitet. Dann haben wir zu zweit zusammengesessen. Aber einen richtigen Familienkreis gab’s nicht, weil ja praktisch keine Familie da war.

Jetzt sitzen Sie ständig zu fünft am Tisch.

Felix Magath:Auch wenn ich derzeit keinen Verein trainiere, sieht man sich doch im Jahr immer nur selten, weil alle ihre Verpflichtungen haben: Schule, Sportverein, Freunde. Daher genieße ich es einfach, zehn Tage am Stück mit der Familie zu verbringen.

Das heißt, es geht noch in den Urlaub?

Felix Magath:Ja, wir fahren nach Österreich. Eigentlich zum Skifahren, aber derzeit liegt dort noch keine Flocke Schnee.

Haben Sie Weihnachten eigentlich mal bei Ihrem Vater in Puerto Rico verbracht?

Felix Magath:Ja, einmal. Das war schon etwas befremdlich, bei 30 Grad am Strand zu sitzen und Weihnachtslieder zu hören. Danach sind wir dann immer im Juni dorthin, das passte vom Klima her besser.

Wann legen Sie denn in Japan los?

Felix Magath:Ich weiß noch gar nicht, ob ich den Job überhaupt annehme. Wenn ich dort anfangen sollte, dann im Januar. Davor aber wäre noch einiges zu regeln. 

Interview: MS

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Sportvorstand Reschke erwartet bei VfB 20-Millionen-Transfer
Sportvorstand Reschke erwartet bei VfB 20-Millionen-Transfer
Fahrplan in der WM-Qualifikation - noch neun Plätze offen
Fahrplan in der WM-Qualifikation - noch neun Plätze offen
UEFA Nations League: DFB-Team vor attraktiven Aufgaben
UEFA Nations League: DFB-Team vor attraktiven Aufgaben
Ødegaard beendet U21-Erfolgsserie - Kuntz: "Tut weh"
Ødegaard beendet U21-Erfolgsserie - Kuntz: "Tut weh"

Kommentare