"Hart aber Felix"

Magath: Zorniger erstickt den VfB Stuttgart

Felix Magath.

München - Felix Magath analysiert in der tz die aktuelle Lage in der Bundesliga. Heute widmet sich der ehemalige Bayern-Coach dem VfB Stuttgart.

Schön, dass nach den schlimmen Vorkommnissen am letzten Wochenende in Paris in der Bundesliga wieder der Fußball im Mittelpunkt stand. In den Stadien herrschte wieder eine tolle, fast alltägliche Atmosphäre. Daher können wir an dieser Stelle auch wieder ganz normal über Fußball sprechen.

Für mich stechen am 13. Spieltag zwei Vereine hervor, die eigentlich mit ähnlichen Voraussetzungen in die Saison gestartet sind. Der Hamburger SV und der VfB Stuttgart haben in der Vorsaison so gerade die Klasse erhalten, bewegten sich auf ähnlichem Niveau.

Doch die inzwischen herrschenden Unterschiede zwischen beiden Vereinen wurden nun ziemlich deutlich. Der HSV hat das Duell gegen Dortmund mit Leidenschaft und Einsatz für sich entschieden. Die Mannschaft ist personell und von der Spielanlage her sicher schlechter einzuordnen als die von Borussia Dortmund. Aber sie hat die Attribute gezeigt, die im Fußball wichtig sind. Es geht nicht immer nur um Taktik, sondern auch darum, einen Gegner zu bekämpfen. Bruno Labbadia ist ein erfahrener Trainer, der weiß, wie eine Mannschaft tickt, und hat das nötige Geschick bei seiner Arbeit. Beim HSV stimmte das Verhältnis zwischen Defensive und Offensive. Aber der wichtigste Punkt: Labbadia lässt die Spieler das spielen, was sie können.

Und da liegt der Unterschied zum VfB Stuttgart. Dort sollen sie etwas spielen, was sie nicht können. Der VfB erstickt an der taktischen Marschroute, die der Trainer vorgibt. Bisher waren die Stuttgarter Auftritte in der Saison zumindest engagiert, da passte nur die Balance zwischen Angriff und Verteidigung nicht. Aber gegen Augsburg war die Mannschaft chancenlos. Es gab kein Aufbäumen, die Spieler haben sich ergeben. Alexander Zorniger hat seinen Fußballlehrer-Lehrgang mit herausragender Note beendet, ist aber im Profi-Fußball völlig unerfahren. Er verfolgt eine strikte Spielidee, sieht sich als Pionier des modernen Fußballs. Nur: Auf dem Platz ist von dieser Idee nichts zu sehen.

Natürlich wird jetzt wieder die Frage diskutiert, ob der Trainer nach dem desolaten Derby gegen Augsburg noch zu halten sei. Aber: Robin Dutt hat sich als Sportvorstand schon früh in der vergangenen Saison auf einen neuen Trainer festgelegt, offenbar ohne Huub Stevens ins Kalkül zu ziehen, der die Mannschaft in der Liga gehalten hat und am Ende ansehnlichen Fußball spielen ließ. Auch wurde die Mannschaft offensichtlich falsch eingeschätzt. Defensiv ist sie noch wackliger geworden, die Transfers haben sich nicht als Verstärkung entwickelt. Wenn die Entscheidungen beim VfB also gemeinsam getroffen wurden, müssen auch die beiden Verantwortlichen diese gemeinsam verantworten.

auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Juventus ändert Vereinslogo - wütender Aufschrei der Fans
Juventus ändert Vereinslogo - wütender Aufschrei der Fans
DFB-Sportdirektor Flick hört überraschend auf 
DFB-Sportdirektor Flick hört überraschend auf 
Brutale Szenen: Väter prügeln sich bei Jugendspiel
Brutale Szenen: Väter prügeln sich bei Jugendspiel
So sieht der Spielplan des Afrika-Cup 2017 aus
So sieht der Spielplan des Afrika-Cup 2017 aus
<center>HEILAND Doppelbockliqueur</center>

HEILAND Doppelbockliqueur

25,50 €
HEILAND Doppelbockliqueur
<center>Baby-Rassel aus Holz</center>

Baby-Rassel aus Holz

17,50 €
Baby-Rassel aus Holz
<center>Brotzeit-Brettl "Brotzeit"</center>

Brotzeit-Brettl "Brotzeit"

4,85 €
Brotzeit-Brettl "Brotzeit"
<center>Wiesn Editionskrug Nr.1 "Gronemeyer-Schilz" 0,5l</center>

Wiesn Editionskrug Nr.1 "Gronemeyer-Schilz" 0,5l

14,35 €
Wiesn Editionskrug Nr.1 "Gronemeyer-Schilz" 0,5l

Kommentare