Er nimmt kein Blatt vor den Mund

Felix quält die Liga: Magath ab sofort tz-Kolumnist

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Felix Magath mit zwei Medizinbällen.

München - Felix Magath wird für die tz ab sofort die Bundesliga checken. Wie wurde eingekauft? Wer sind die Favoriten? Welche Trainer wackeln schon?

Felix Magath? Klar: Quälix, Machtmensch, HSV-Idol, Erfolgstrainer, doppelter Double-Sieger mit Bayern, Teetrinker, Schachliebhaber. Einer, der polarisiert. Mal leise, mal ziemlich laut. Sein Wort hat Gewicht. Wenn er seine Stimme erhebt, kann es auch mal ungemütlich werden. Und genauso soll es sein. Denn vor der neuen Saison gab’s einen Top-Transfer: Der 61-Jährige wird für die tz-Leser die Bundesliga kritisch begleiten. Felix Magath wurde sowohl als Spieler als auch als Trainer Meister. Das schafften neben ihm nur fünf andere. Außerdem ist er bis heute der einzige Trainer, der mit einem Verein zweimal in Folge das Double gewann. Er hat schon fast in der halben Bundesliga als Cheftrainer gearbeitet. Doch die Rolle als Chefkolumnist der Liga, die ist auch für ihn neu. „Ich freue mich total auf diese Aufgabe“, sagt der dreifache Trainer des Jahres. „Ich habe keine Angst vor kritischen Worten und scheue auch keinen Konflikt. Ich bin erfolgsbesessen und hasse es, wenn Fehler gemacht werden oder Talent vergeudet wird.“

Diese Einstellung ist es, die ihm das Quälix-Image eingebracht hat. „Als Trainer kenne ich nur einen Weg, und der resultiert aus meinen persönlichen Erfahrungen als Spieler. Die Spieler hören immer wieder, mein Training sei schlimm und viel zu hart. Bei uns wird gerne die einfachste Übungseinheit in der Saisonvorbereitung fast zur heroischen Glanztat hochgejubelt. Wie sollen junge Spieler da noch realistisch und kritisch einschätzen können, zu was sie wirklich in der Lage sind? Wenn man in seinem Sport Erfolg haben will, muss man eben mehr tun als die anderen“.

Magath wird in der tz vor dem Saisonstart die Bundesliga checken: Wie wurde eingekauft? Wer sind die Favoriten? Welche Trainer wackeln schon? Ab August liefert Magath Antworten. Zudem wird er in seinen Kolumnen nicht nur auf die Bundesliga schauen. Auch die Entwicklungen der Nationalmannschaft und die im Ausland werden vom Europameister unter die Lupe genommen. Schließlich war er zuletzt beim FC Fulham der erste deutsche Trainer in der Premier League. Dass die Engländer nun mit ihrem TV-Geld um sich werfen, beunruhigt Magath zum Beispiel nicht. „Das führt nur dazu, dass mittelmäßige Spieler noch mehr verdienen als bisher. Das Geld wird die englischen Vereine nicht weiterbringen, weil auf der Insel zu viele Fehler gemacht werden.“ Klartext, wie ihn tz-Leser ab sofort regelmäßig lesen.

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