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Felix unter Druck

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Unter Druck: Felix Magath. © dpa

Gelsenkirchen - Schalke am Boden, Mönchengladbach auf Talfahrt. Die Trainer Felix Magath und Michael Frontzeck sind vor allem als Krisenmanager gefragt.

Nach den frustrierenden Auftritten am Wochenende nimmt der Druck auf den FC Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach zu. In Rekordzeit müssen die Trainer Felix Magath und Michael Frontzeck ihre völlig verunsicherten Teams vor den Nagelproben am 5. Bundesliga-Spieltag an diesem Mittwoch beim SC Freiburg und gegen St. Pauli wieder aufrichten und sich als Krisenmanager bewähren. “Die Situation ist unerfreulich und belastend“, gab Schalkes Fußball-Lehrer Magath am Dienstag vor dem Abflug in den Breisgau zu.

In Einzelgesprächen will Magath seinen nach der 1:3-Pleite gegen Dortmund verunsicherten Profis verlorenes Selbstvertrauen zurückgeben. “Wir werden viel reden und versuchen, die eine oder andere Unsicherheit rauszubekommen“, kündigte Magath an. Zudem erwägt er einige personelle Änderungen. Christoph Metzelder kehrt nach überwundener Adduktorenverletzungen ebenso in den Kader zurück wie Atsuto Uchida (Zehenbruch) und Sergio Escudero. Der bisher enttäuschende Metzelder könnte für den gesperrten Nicolas Plestan in die Elf rücken. “Jetzt ist es schon so weit, dass Metzelder unser Hoffnungsträger ist“, sagte Magath mit einem Schmunzeln.

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Magath hofft, dass sich sein zuletzt desolates Team auswärts leichter tut: “Ich denke, dass wir uns in einer Partie, die nicht ganz so hoch hängt wie das Derby, besser im Griff haben werden. Ein Erfolgserlebnis kann Wunder bewirken.“ Dagegen strotzt die Elf von Robin Dutt nach drei Siegen vor Selbstbewusstsein und hat gegen keinen anderen Bundesligarivalen so viel Tore (31) erzielt oder mehr Punkte (32) geholt. Kapitän Manuel Neuer weiß, was sein Team erwartet: “Freiburg hat einen Lauf. Vor allem müssen wir die Zweikämpfe annehmen und Leidenschaft zeigen.“

Nicht minder schwer ist die Heimaufgabe für Borussia Mönchengladbach. Nach der 6:3-Gala in Leverkusen folgte mit dem 0:4 gegen Frankfurt und der Rekordniederlage in Stuttgart (0:7) der Absturz. Gegen Aufsteiger St. Pauli muss der freie Fall gestoppt werden. Frontzeck führte dem Team mit einer einstündigen Video-Analyse die Fehler vor Augen, gibt ihm aber Gelegenheit zur Rehabilitation. “Ich breche nicht den Stab über der Mannschaft. Sie hat mein vollstes Vertrauen“, sagte er.  

Bayer Leverkusen muss gegen Eintracht Frankfurt neben Michael Ballack auch den kompletten ersten Sturm mit Stefan Kießling (Syndesmosebandriss) und Patrick Helmes (Oberschenkel) ersetzen. “Die Mannschaft wird das wegstecken“, meinte Trainer Jupp Heynckes, der auf den ersten Heimsieg der Saison hofft. Wesentlich angenehmer ist die Situation für Dortmund. Mit der Euphorie des Derbysieges will der BVB nun auch den starken Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern bezwingen. “Das Spiel wird sicher schwerer als das Derby“, warnte Neven Subotic.

Im Nordduell trifft Armin Veh mit dem Hamburger SV erstmals auf seinen ehemaligen Club VfL Wolfsburg, der nach dem ersten Saisonsieg gegen Hannover (2:0) gestärkt in die Party geht. Torjäger Edin Dzeko freut sich ebenso auf das Wiedersehen mit Veh wie Grafite. Nach dem Schützenfest gegen Gladbach will der VfB Stuttgart beim noch sieglosen 1. FC Nürnberg nachlegen und den schwachen Saisonstart korrigieren. VfB-Trainer Christian Gross aber warnte: “Das wird wieder ein intensives Spiel.“

dpa

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