WM-Vergaben

FIFA: Alle außer Franz haben Aussage gemacht

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Franz Beckenbauer wurde von der FIFA 90 Tage gesperrt.

Rio de Janeiro - Die FIFA hat eine Ungleichbehandlung von Franz Beckenbauer im Vergleich zu führenden Mitgliedern ihres Exekutivkomitees entschieden zurückgewiesen und entsprechende Medienberichte als Lüge bezeichnet.

„Alle Personen, die vom Vorsitzenden der untersuchenden Kammer der unabhängigen Ethikkommission angefragt wurden, auch die namentlich erwähnten Exekutivmitglieder, haben mit Michael Garcia kooperiert und, im Gegensatz zu Franz Beckenbauer, dessen Fragen beantwortet“, teilte der Fußball-Weltverband am Dienstag auf dpa-Anfrage mit.

Die „Bild“-Zeitung hatte zuvor berichtet, dass die FIFA-Funktionäre Julio Grondona und Angel Maria Llona ihre Aussage im Zuge der Ermittlungen zu den WM-Vergaben 2018 und 2022 an Russland und Katar ebenfalls verweigert hätten, im Gegensatz zu Beckenbauer aber von der FIFA-Ethikkommission nicht mit einer provisorischen Sperre von 90 Tagen belegt worden seien. Die Funktionäre aus Argentinien und Spanien gelten als enge Vertraute von FIFA-Chef Joseph Blatter.

„Das Ethikreglement gilt für alle Personen, die im Fußball tätig sind, auch für Ehrenpräsidenten von Fußballvereinen“, heißt es in dem FIFA-Statement. Beckenbauer war am Freitag provisorisch gesperrt worden. Der Fußball-Kaiser hat mittlerweile angekündigt, die Fragen der FIFA-Ermittler beantworten zu wollen und hofft auf eine Aufhebung der Sperre, um zur WM nach Brasilien reisen zu können.

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dpa

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