Bericht: FBI ermittelt gegen den Schweizer

FIFA-Mitarbeiter applaudieren Blatter

Zürich - Der Rücktritt von Joseph Blatter hat im Lager seiner erbitterten Gegner große Freude ausgelöst. Für den FIFA-Präsidenten stehen womöglich harte Zeiten bevor. Offenbar ermittelt das FBI gegen ihn.

+++ Der frühere FIFA-Funktionär Jerome Champagne hat eine Kandidatur als Präsident des Fußball-Weltverbandes offen gelassen. „Ich habe noch nicht entschieden, aber ich werde nichts ausschließen“, sagte der Franzose, der ursprünglich schon vergangene Woche gegen den am Montag zurückgetretenen Joseph S. Blatter hatte antreten wollen, zu Sky Sport News HD. Champagner hatte damals aber die notwendigen Empfehlungsschreiben von fünf FIFA-Mitgliedsländern nicht zusammenbekommen. „Ich werde mir die Situation anschauen, schauen, welche Reformen umgesetzt werden und ob das Exekutivkomitee reformiert wird“, gab der 56-Jährige quasi als Bedingung vor. Champagne war von 1999 bis 2010 in verschiedenen beratenden Funktionen für die FIFA tätig. Den Rücktritt Blatters empfand der langjährige Vertraute des Schweizers aber nicht als gute Nachricht. „Ich war genauso überrascht und schockiert wie alle anderen“, äußerte er: „Aber die Geschichte wird zeigen, dass Herr Blatter viel für den Fußball getan hat.“

+++ FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke fühlt sich nach den medialen Anschuldigungen im Korruptionsskandal „nicht schuldig“ und hat einen Rücktritt ausgeschlossen. „Ich habe mir nichts vorzuwerfen, ich fühle mich nicht schuldig, deshalb muss ich noch nicht einmal meine Unschuld beweisen“, sagte die „rechte Hand“ von FIFA-Präsident Joseph S. Blatter in einem Radio-Interview mit France Info: „Es gibt keinen Grund, warum ich nicht Generalsekretär bleiben sollte.“

Laut New York Times soll Valcke eine bedeutende Rolle bei der Überweisung jener zehn Millionen Dollar gespielt haben, mit denen in der Karibik für die Vergabe der WM 2010 nach Südafrika angeblich bestochen und betrogen wurde. Demnach soll der 54-Jährige der „hochrangige FIFA-Funktionär“ sein, von dem in der 161-seitigen Anklageschrift des New Yorker Gerichts die Rede ist. Dieser habe im Jahr 2008 die Zahlung von „insgesamt zehn Millionen Dollar“ von einem FIFA-Konto über die Bank of America auf ein Konto der Republic Bank angewiesen, das vom Angeklagten Jack Warner „kontrolliert“ wurde. Der Fußball-Weltverband dementierte entschieden.

+++ Der aktuelle FIFA-Skandal hat für das WM-Organisationskomittee Katars keine Auswirkungen auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2022. „Die jüngsten Geschehnisse bei der FIFA haben keinerlei Einfluss auf unsere Vorbereitungen für die WM 2022“, hieß es in einem Statement am Mittwoch. Es war die erste Reaktion des WM-Gastgebers nach der überraschenden Rücktrittsankündigung von FIFA-Präsident Joseph S. Blatter am Dienstag. Auf den Gegenwind aus großen Teilen der Fußball-Welt reagiert das WM-OK gelassen: „Katar war von Beginn an mit Kritik konfrontiert. Wir sind weiterhin entschlossen, die WM als eine Plattform zu nutzen, um Vorurteile und falsche Wahrnehmungen abzubauen und unserem Land sowie der gesamten Region ein dauerhaftes Erbe zu hinterlassen.“ Man sei seinem Zeitplan sogar voraus und habe mit dem Bau von fünf der zwölf WM-Arenen begonnen.

+++ Die Ermittlungen der US-Justiz im Korruptionsskandal bei der FIFA könnten die Austragung der WM 2022 in Katar stärker als bisher infrage stellen. Informationen der Schweizer Zeitung Tagesanzeiger (Zürich) zufolge sollen die Organisatoren des übernächsten WM-Turniers wegen drohender Verhaftungen von ihren US-Anwälten vor der Einreise in die USA gewarnt worden sein.

Das Blatt beruft sich auf eine zuverlässige Quelle. Bereits zuvor hatte auch ein US-Medienportal gemeldet, dass die Araber von ihren Rechtsvertretern in den Staaten Hinweise auf mögliche Festnahmen bei der Einreise erhalten hätten.

+++ Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Rücktritt von FIFA-Präsident Joseph S. Blatter begrüßt. „Ich denke, dass es für Milliarden Fans des Fußballs eine wichtige Nachricht ist“, sagte Merkel am Mittwoch in Berlin.

Wie die Kanzlerin ausführte, sei eine Situation geschaffen worden, „dass wir alle (...) sagen können, dass die Organisation, die den Weltfußball vertritt, nach den Maßstäben funktioniert, die wir uns alle wünschen“.

Durch den Rücktritt seien neue Perspektiven für den Welt-Fußball gegeben: „Ich glaube, dass es jetzt besser möglich sein wird, die Arbeit der FIFA auf eine transparentere Grundlage zu stellen.“

+++ DFB-Präsident Wolfgang Niersbach sieht sich bei der Nachfolge-Regelung für Joseph S. Blatter als FIFA-Präsident nicht am Zug. „Meine Priorität liegt ganz klar auf dem deutschen Fußball“, sagte Niersbach am Mittwoch, betonte aber auch: „Ich drücke mich nicht vor den internationalen Verpflichtungen und weiß auch, dass mit Michel Platini an der Spitze dort eine klare Richtung vorgegeben werden muss.“

+++ Der südkoreanische Industriellensohn und frühere Vizepräsident des Fußball-Weltverbandes, Chung Mong Joon, hat sein Interesse an der Nachfolge von Joseph Blatter als FIFA-Chef angedeutet. Er erwäge eine Kandidatur für den wichtigsten Job im Weltfußball, sagte der ehemalige Vorsitzende des koreanischen Fußballverbands (KFA) am Mittwoch vor Journalisten in Seoul. Bevor er sich jedoch dazu entscheide, wolle er sich vorsichtig die Meinungen von Führungskräften im internationalen Fußball anhören, wurde der 63-Jährige von der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap zitiert.

Chung galt lange Zeit als Kritiker von Blatter. Der wohlhabende Sohn des Gründers des Mischkonzerns Hyundai hatte mehrmals einen Asiaten als FIFA-Präsidenten gefordert.

+++ Einen Tag nach seiner Rücktrittsankündigung ist Joseph Blatter bei einem Belegschaftstreffen in der Zentrale des Fußball-Weltverbandes von den Mitarbeitern mit freundlichem Applaus bedacht worden. Die Geschäfte liefen normal weiter, hieß es auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch aus Zürich.

Der Präsident arbeite in seinem Büro. Medienvertreter hatten keinen Zutritt zum Gebäude auf dem Zürichberg. „Die Arbeit geht normal weiter. Die Vorbereitungen für die Frauen-WM und die WM-Auslosung laufen“, hieß es.

An Blatters Reiseplänen habe sich nichts geändert, sagte Mediendirektor Walter de Gregorio. Der scheidende FIFA-Chef werde in den kommenden 15 Tagen nicht ins Ausland reisen. Dies war auch schon vor seiner Rücktrittsankündigung am Dienstagabend so geplant. Als Termine stehen für Blatter die Reisen zu den Endspielen der U20-WM in Neuseeland (20. Juni) und der Frauen-WM (5. Juli) in Kanada an.

+++ Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke von Borussia Dortmund hat die Rücktrittsankündigung des FIFA-Präsidenten Joseph S. Blatter als „sehr gut für den Fußball“ bezeichnet. „Die Umstände haben mich allerdings überrascht: Wenn ich mich am Freitag wählen lasse, und am Dienstag fällt mir dann ein, dass ich zurücktrete - das habe ich auch noch nie erlebt“, sagte Watzke während der Vorstellung des neuen BVB-Trainers Thomas Tuchel am Mittwoch. Er hoffe nun, dass „die Verbände daraus die entsprechenden Ableitungen ziehen“, sagte Watzke und kritisierte die Europäische Fußball-Union: „Wie die UEFA sich dargestellt hat, war auch nicht so, dass ich dachte: Wie großartig, dass der europäische Fußball so vertreten wird!“

+++ Wer könnte Nachfolger von Sepp Blatter werden? Wir haben hier eine Liste mit möglichen Kandidaten.

+++ Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge sieht den angekündigten Rücktritt von FIFA-Präsident Joseph Blatter als „große Chance“, den Fußball-Weltverband zu reformieren. „Jetzt kommt es darauf an, dass man die mit der Reform befassten nationalen Verbände und Konföderationen so unterstützt, dass ein seriöser, transparenter, funktionierender Fußball-Weltverband entsteht“, sagte Rummenigge der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch.

Der langjährige Nationalspieler ist auch Vorsitzender der Europäischen Club-Vereinigung ECA. Er wird in dieser Funktion im kommenden März Mitglied im Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union (UEFA).

+++ Interpol leistet der US-Justiz im Auslieferungsverfahren gegen frühere FIFA-Spitzenfunktionäre Amtshilfe. Das teilte die internationale Polizeibehörde am Mittwoch im französischen Lyon mit. Es geht nach den Angaben um den früheren FIFA-Vize-Präsidenten Jack Warner aus Trinidad und Tobago sowie um den Paraguayer Nicolás Leoz, ehemals Mitglied des FIFA-Exekutivkomitees und südamerikanischer Verbandschef. Auch vier Geschäftsleute werden genannt. Die Vorwürfe der US-Behörden lauten Korruption, Verschwörung und organisiertes Verbrechen.

Interpol bat seine Mitgliedsstaaten mit einer sogenannten roten Ausschreibung um Amtshilfe, die sechs Personen ausfindig zu machen und festzusetzen, damit sie ausgeliefert werden können.

Die sechs Beschuldigten stehen auf einer Liste des US-Justizministeriums, mit der am 27. Mai der jüngste FIFA-Skandal ins Rollen gebracht worden war. Schweizer Behörden nahmen damals sieben hochrangige Fußball-Funktionäre in Zürich in Auslieferungshaft. Warner wurde in seinem Heimatland kurzzeitig festgenommen und auf Kaution wieder freigelassen.

Auch als Konsequenz aus diesem Skandal hatte FIFA-Präsident Joseph Blatter am Dienstag seinen Rücktritt angekündigt.

Interpol stellte klar, dass das Ersuchen für ein Mitglied nicht verpflichtend ist. Es ist kein internationaler Haftbefehl.

Bei den Geschäftsleuten handelt es sich um Hugo und Mariano Jinkis sowie Alejandro Burzaco aus Argentinien, die für Sportmarketing-Agenturen arbeiten. Zudem suchen die US-Behörden den Brasilianer José Margulies, der angeblich illegale Zahlungen vermittelt haben soll.

+++ Russische Medien haben die Rücktrittsankündigung von FIFA-Präsident Joseph Blatter als eine „unangenehme Nachricht“ für den WM-Gastgeber 2018 gewertet. Russland sei „einer von Blatters treuesten Verbündeten im Kampf um den Präsidentenstuhl“ gewesen, schrieb die Zeitung „Kommersant“ (Mittwoch). „Der Rücktritt Blatters ist eine Tatsache, die für die russischen Interessen unangenehm und beunruhigend ist“, meinte „Sport Express“.

Mit „fatalen Folgen“ für die WM in drei Jahren rechnet das Blatt allerdings nicht, „da bislang nichts Ernstes (gegen Russland) bekanntgeworden ist“.

+++ Die amerikanische Justizministerin Loretta Lynch setzt keine großen Hoffnungen in den Reformeifer des Fußball-Weltverbandes FIFA. Die FIFA sei bis in die höchsten Ebenen korrupt, sagte sie im Interview der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Mittwoch). „Wirklich beunruhigend ist, was sich im Zuge der Ermittlungen herausgestellt hat: Jedes Mal, wenn die FIFA nach internen Untersuchungen korrupte Funktionäre abgesetzt hat, wurden sie durch andere ersetzt, die genau in derselben Art und Weise weitermachten.“ Diese hätten ihre neue Position vor allem als Gelegenheit gesehen, Bestechungsgelder anzunehmen.

+++ Nach der Rücktrittsankündigung von FIFA-Präsident Joseph S. Blatter stellt der australische Fußball-Verband ASF die WM-Ausrichtung 2022 in Katar infrage. Der Bewerbungsprozess für die Endrunde in sieben Jahre sei „nicht sauber“ gewesen, sagte ASF-Vorsitzender Frank Lowy. Die Australier verloren bei der weltweit kritisierten Abstimmung des FIFA-Exekutivkomitees im Dezember 2010 als Letzter chancenlos im ersten Wahlgang. „Wir haben eine saubere Bewerbung abgeliefert“, sagte Lowy: „Ich weiß, dass andere das nicht gemacht haben.“

Die WM 2022 wurde jahrelang von der FIFA-Ethikkommission untersucht. Der frühere Chefermittler Michael Garcia trat am Ende zurück, weil er das angebliche Ergebnis (keine hinreichenden Unregelmäßigkeiten) nicht unterstützte. Seit einer von der FIFA gestellten Strafanzeige ermittelt die Schweizer Bundesstaatsanwaltschaft wegen „Unregelmäßigkeiten“ der Vergaben an Katar und Russland (2018). Zudem ist nicht ausgeschlossen, dass auch die US-Ermittler darauf stoßen. Bislang hatte die FIFA eine Neu-Vergabe ausgeschlossen - da war aber Blatter noch Präsident.

+++ Corinne Blatter-Andenmatten (54), die Tochter von Joseph S. Blatter (79), hat die Gerüchte dementiert, dass die Rücktrittsankündigung ihres Vaters als FIFA-Präsident mit neuerlichen FBI-Ermittlungen zu tun haben. „Er ist ein großartiger Mensch. Mit dieser Entscheidung wollte er in erster Linie auch uns, seine Familie, schützen“, sagte sie im Schweizer Blick: „Seine Entscheidung hat nichts, aber auch gar nichts, mit den kursierenden Anschuldigungen zu tun. Mein Vater ist ein ehrlicher Mensch, der sein Leben dem Fußball gewidmet hat.“

Die Ankündigung ihres Vaters sei insofern eine Erleichterung, als der von allen Seiten aufgebaute Druck jetzt wegfalle: „Zuletzt ging es nur noch darum, ihn fertigzumachen. Das hat mir extrem wehgetan.“ Blatter-Andenmatten wünsche sich „mir für meinen Vater und für den Weltfußball, dass nun wieder Ruhe einkehrt. Vor allem aber wünsche ich mir, dass die Weltöffentlichkeit endlich anerkennt, was er in den letzten 40 Jahren Großartiges für den Fußball geleistet hat“.

US-Medien: FBI ermittelt gegen Blatter

Die Rücktrittsankündigung von FIFA-Präsident Jospeh Blatter hat in der Fußball-Welt und sogar der hohen Politik förmlich einen Stoßseufzer der Erleichterung ausgelöst. Doch die Motive für den plötzlichen freiwilligen Abschied des kritisierten Dauerregenten im skandalumtosten Weltverband scheinen trotz des zehn Absätze langen Statements des 79-Jährigen weiter nicht einwandfrei geklärt.

Berichte der Zeitung „New York Times“ und des Senders ABC legen den Schluss nahe, dass Blatter nur auf juristischen Druck - und eventuell sogar in einer Kurzschlussreaktion agiert haben könnte. Das FBI soll auch gegen ihn ermittelt haben. Das berichtete am Dienstag die „New York Times“ unter Berufung auf Ermittler. Die Zeitung hatte in der Vorwoche die Verhaftungen von führenden Fußball-Funktionären als erste publik gemacht und den Anstoß zur neuen Eskalationsstufe der massiven FIFA-Glaubwürdigkeitskrise kurz vor Blatters dennoch geglückter Wiederwahl am Freitag gegeben.

Zeitung will "verheerende Informationen" haben

Auch der US-Fernsehsender ABC hat die - sofern korrekt - für Blatter verheerenden Informationen und beruft sich auf Personen, die mit dem Fall vertraut seien. Einzelheiten, was die Ermittlungen ergeben haben oder ob sie andauern, wurden nicht bekannt. Das FBI weigerte sich die Berichte zu kommentieren. Doch sogar aus dem Blatter-Umfeld kommen Andeutungen. Die amerikanische Nachrichtenagentur AP zitierte dessen langjährigen Freund, Walter Gagg: „Ich hatte ein sehr gutes Treffen mit ihm heute früh. Dann kamen die anderen Informationen aus den USA mit diesem und jenem.“ Ein weiteres Indiz für unangenehme Nachrichten aus Amerika für Blatter.

Blatters Begründung seines Rücktritts

Blatter selbst hatte seine Demission so begründet: „Meine tiefe Fürsorge für die FIFA und ihre Interessen, die mir sehr am Herzen liegen, haben mich zu dieser Entscheidung bewegt.“ Seine Tochter Corinne gab sich beim britischen Sender BBC als treibende Kraft für die Meinungsänderung aus - als Selbstschutz für ihren Vater.

Im skandalumtosten Fußball-Weltverband beginnen am Tag nach dem sensationellen Schritt die keineswegs leichten Weichenstellung für die Zukunft. Denn ohne Blatter steht die FIFA vor einer Zäsur, die der scheidende Chef selbst noch einmal dramatisierte. Mit einem Vorschlagskatalog für Reformen, die er selbst in 17 Jahren Regentschaft entweder nicht anfasste oder nicht durchsetzte, hinterlässt Blatter seinem Nachfolger innerhalb der FIFA-Strukturen ein ungeheuer schweres Erbe voller Konfliktpotenzial.

Ein kleineres Exekutivkomitee (Exko), statt eines größeren, wie es Blatter noch am Wochenende wollte. Eine Wahl der Exko-Mitglieder durch den Kongress, statt durch die Konföderationen. Ein ethischer Eignungstest der Kandidaten durch die FIFA statt die Kontinentalverbände. Und zu guter Letzt: Eine Amtszeitbeschränkung für Exko-Mitglieder und den Präsidenten. Nie wieder würde ein FIFA-Präsident mit der Macht regieren können, wie es Blatter tat.

Wer könnte Blatters Nachfolger werden?

Die Spekulationen, wer dieses Erbe antreten könnte waren sofort im Gange. Michel Platini, Blatters Rivale der vergangenen Monate ist ebenso reflexartig dabei wie der am Freitag besiegte Prinz Ali bin al-Hussein, der schon seine erneute Bewerbung in Erwägung zog. Der kurz vor der Wahl nicht angetretene Michael van Praag hält sich zunächst alles offen. Weiterer potenzieller Kandidat wären Ahmad al Fahad al Sabah aus Kuwait - ein mit allen Machtmitteln ausgerüsteter Funktionär, der auch IOC-Präsident Thomas Bach ins Amt half. Gewählt werden soll der neuen FIFA-Boss bei einem außerordentlichen Kongress, offenbar nicht vor Dezember.

Erleichterung in der deutschen Fußballwelt

Im deutschen Fußball gab es über die Notwendigkeit eines Neuanfangs keine zwei Meinungen. „Dies ist ein guter Tag für den Weltfußball“, sagte Ligapräsident Reinhard Rauball. DFB-Boss Wolfgang Niersbach, der als Exko-Mitglied nun nicht mehr in der Bredouille steckt, unter Blatter dem Gremium gar nicht angehören zu wollen, sagte: „Das ist die Entscheidung, die absolut richtig ist, die überfällig ist.“ Sogar Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier äußerte sich erleichtert: „Ich habe gesagt, es ist ein Neuanfang notwendig, wenn der Fußball und die Fußballbegeisterung überleben sollen.“

dpa

Rubriklistenbild: © AFP

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