FIFA-Präsidenten-Preis

Neuer, großer Titel für den Kaiser

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Franz Beckenbauer (rechts) hat von FIFA-Präsident Sepp Blatter den Präsidenten-Preis des Weltverbandes erhalten.

Zürich  - Ein neuer, großer Titel für unseren Fußball-"Kaiser": Franz Beckenbauer hat den Präsidenten-Preis des Weltverbandes FIFA erhalten.

Franz Beckenbauer schritt sichtlich bewegt zum Podium. „Ich bin natürlich sehr gerührt“, sagte Deutschlands Fußball-Kaiser, als er in Zürich den Präsidenten-Preis des Weltverbandes FIFA erhielt, sozusagen eine Ehrung fürs Lebenswerk. Hätte man ihn nicht ausdrücklich gebeten, „sich kurz zu fassen“, hätte Beckenbauer wohl am liebsten eine lange Dankesrede gehalten. So zeigte der 67-Jährige seine Rührung kurz, aber prägnant.

„Ich habe in den letzten Jahrzehnten sehr viele Auszeichnungen bekommen, als Spieler, als Trainer oder als OK-Chef“, sagte er: „Aber den FIFA Presidential Award zu bekommen, das gibt es nur einmal. Deshalb möchte ich dem Präsidenten danken, dass er an mich gedacht hat.“

Was die Weltmeister von 1990 heute machen

Klaus Augenthaler: Bis Juni 2011 Trainer des Drittligisten SpVgg Unterhaching © dpa
Raimond Aumann: Fanbeauftragter von Bayern München © dpa
Thomas Berthold: TV-Experte bei Liga total!, Geschäftsmann, kümmerte sich unter anderem um Fan-Arrangements für die WM 2010 in Südafrika © Getty
Andreas Brehme: Privatier und DFB-Botschafter (Aktion „1000 Mini-Spielfelder“), lebt in München und Kitzbühel © dpa
Guido Buchwald: Präsidiumsmitglied beim Drittligisten Stuttgarter Kickers, bis zum Ende der Hinrunde Interimstrainer © 
Thomas Häßler: Bis August 2011 Technik-Trainer beim 1. FC Köln © Getty
Günter Hermann: seit 2001 Trainer des VSK Osterholz-Scharmbeck (Landesliga), Inhaber eines Sportgeschäfts © Getty
Uwe Bein: Trainer in Kinder-Fußballschulen © AP
Bodo Illgner: Privatier in Florida, Experte beim Al-Jazeera-Tochtersender beIn Sport © dpa
Jürgen Klinsmann: Nationaltrainer der USA © dpa
Jürgen Kohler: Sportlicher Leiter beim Regionalligisten Waldhof Mannheim © Getty
Andreas Köpke: Seit Oktober 2004 Bundestorwarttrainer © Getty
Pierre Littbarski: Scout beim VfL Wolfsburg © dpa
Lothar Matthäus: Experte beim TV-Sender Sky © Getty
Frank Mill: Betreibt erfolgreich die „Kids-Active“-Fußballschulen. Unter anderem bei ihm tätig: Uwe Bein © Getty
Andreas Möller: Bis April 2011 Sportdirektor beim Drittligisten Kickers Offenbach © Getty
Hans Pflügler: Seit 1992 im Bereich Merchandising bei Bayern München tätig, heute Abteilungsleiter © Getty
Stefan Reuter: Manager des FC Augsburg © dpa
Karlheinz Riedle: Betreiber eines Hotels im Allgäu und einer Sport- und Eventagentur © dpa
Paul Steiner: Bis Mai 2011 Video-Analyst und Scout beim 1. FC Köln © Getty
Olaf Thon: Arbeitssuchend. Bis September 2011 Trainer des NRW-Ligisten VfB Hüls © dpa
Rudi Völler: Seit Januar 2005 Sportchef beim Bundesligisten Bayer Leverkusen © dpa
Teamchef Franz Beckenbauer: Ehrenpräsident von Bayern München, Experte bei Sky und SAT.1, Bild-Kolumnist - und Fußball-„Kaiser“ © dpa

Beckenbauer erhielt die Auszeichnung für seine „außerordentlichen Verdienste“ um den Fußball aus den Händen von FIFA-Präsident Joseph S. Blatter. Dieser würdigte das Mitglied der Ständigen Fußball-Kommission der FIFA als „eleganten Weltklassespieler, charismatischen Trainer und Kopf und Chef der WM 2006 in Deutschland“.

Die Auszeichnung war auch überfällig für den Mann, der als Spieler (1974) und Trainer (1990) Weltmeister wurde, der als Libero den EM-Titel holte und als Krönung auch noch das deutsche „Sommermärchen“ 2006 möglich machte. Pele hatte den Preis bereits 2007 bekommen, im Vorjahr war er an Sir Alex Ferguson gegangen, den Teammanager von Manchester United. Auch der südfrikanische Bischof Desmond Tutu wurde bereits geehrt.

Beckenbauer hat in seinem Leben bereits unzählige Ehrungen erhalten. Es begann mit der als bester junger Spieler der WM 1966, es folgten unter anderem die Auszeichnung als Europas Fußballer des Jahres 1972 und 1976 und Deutschlands Fußballer des Jahres (1966, 68, 74, 76). 1976 erhielt er das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, 2006 folgte das Große Verdienstkreuz. 1982 wurde er zum Ehrenspielführer der Nationalelf ernannt. Er gewann fünfmal den Bambi, erhielt 2004 den Jahrhundert-Verdienstorden der FIFA. In Deutschland wurde er zum Fußballer des Jahrhunderts gewählt, bei der FIFA war er Dritter. Außerdem ist er Mitglied der Hall of Fame des deutschen Sports.

Von Jan Mies

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