Viel weniger als Männer

FIFA verdoppelt Prämien für Frauen-WM: Kritik von Spielergewerkschaft

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Auch die deutschen Spielerinnen könnten bei der WM 2019 mehr Prämien kassieren. 

Die FIFA verdoppelt die Prämien für die Frauen-WM. Die Spielergewerkschaft kritisiert die  fehlende Gleichberechtigung.

Update vom 4. Juni 2019: Holt die deutsche Frauen-Nationalmannschaft den dritten Weltmeister-Titel? Wir bieten alle Informationen zur Übertragung der Fußball-WM der Frauen 2019 live im TV und im Livestream sowie einen Spielplan.

Kigali - Der Weltverband FIFA hat eine deutliche Erhöhung des Preisgeldes für Frauenfußball-Weltmeisterschaften ab dem kommenden Jahr beschlossen. Bei dem Turnier in Frankreich 2019 würden insgesamt Prämien in Höhe von 30 Millionen US-Dollar (rund 26,3 Millionen Euro) ausgeschüttet und damit doppelt so viel Geld wie bisher, sagte FIFA-Präsident Gianni Infantino nach einer Council-Sitzung am Freitag in Ruandas Hauptstadt Kigali. Die Entscheidung sei eine „wichtige Botschaft für den Frauenfußball“, sagte der 48 Jahre alte Schweizer. 

Darüber hinaus bekommen ab dem kommenden Jahr erstmals auch alle 24 WM-Teilnehmer Gelder für die Turnier-Vorbereitung, insgesamt stehen dafür 11,5 Millionen US-Dollar zur Verfügung. Die Vereine werden zudem erstmals für die Abstellung von Spielerinnen entschädigt.

Männer-Weltmeister Frankreich bekam mehr als alle Frauen-Teams zusammen

Die Spielergewerkschaft FIFPro bemängelte, dass die FIFA trotz der Erhöhungen noch weit vom Ziel der Gleichberechtigung entfernt sei. „Der Fußball hat als weltgrößter Sport eine grundlegende Rolle in der Gesellschaft, um zu zeigen, dass Frauen und Männer gleich bewertet werden“, hieß es in einer Mitteilung. Nach der WM der Männer in Russland im Sommer hatte allein Weltmeister Frankreich eine Prämie in Höhe von 38 Millionen US-Dollar (32,5 Millionen Euro) erhalten. Wie extrem die Gehalts- und Prämienunterschiede zwischen Frauen- und Männerfußball sind, zeigt ein unglaubliches Neymar-Vergleich. 

dpa

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