Privatflug aus Suriname

FIFA weist Vorwürfe gegen Infantino zurück

Gianni Infantino war schon zu Beginn seiner Amtszeit 2016 wegen seiner Fluggewohnheiten in die Kritik geraten. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
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Gianni Infantino war schon zu Beginn seiner Amtszeit 2016 wegen seiner Fluggewohnheiten in die Kritik geraten. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

FIFA-Präsident Gianni Infantino fliegt ständig um die Welt. Das bringt sein Job mit sich. Er selbst versprach, die Kosten so gering wie möglich zu halten. Laut einem Bericht wurde im Jahr 2017 bei einem Rückflug aus Südamerika gemauschelt. Die FIFA widerspricht.

Zürich (dpa) - FIFA-Chef Gianni Infantino sieht sich mit neuen Vorwürfen über einen Charterflug mit einem Privatjet konfrontiert.

Der Fußball-Weltverband weist aber jedes Fehlverhalten seines Präsidenten zurück. "Der FIFA-Präsident besuchte Suriname im April 2017 im Rahmen einer Reise in die CONCACAF-Region", hieß es am Wochenende auf Anfrage. Der Rückflug habe "den Regeln und Vorschriften der FIFA" entsprochen.

Zuvor hatte die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, Infantino habe kurzfristig einen Privatflieger genutzt, um aus Südamerika in die Schweiz zurückzureisen. Gegenüber dem Compliance-Chef des Weltverbandes, Tomaz Vesel, der eine Erklärung einforderte, habe er die dadurch anfallenden höheren Kosten im sechsstelligen Bereich mit dringenden Terminen am Folgetag gerechtfertigt. Der eigentlich gebuchte Linienflug hatte sich laut "SZ"-Bericht verzögert.

Unter anderem sei Infantino am Tag der Rückkehr aus Surinam mit UEFA-Präsident Aleksander Ceferin verabredet gewesen. Diesen Termin hat es laut "SZ"-Bericht aber nie gegeben, da der Chef des Kontinentalverbandes an diesem Tag in Armenien gewesen sei.

Infantino war schon zu Beginn seiner Amtszeit 2016 wegen seiner Fluggewohnheiten in die Kritik geraten. So hatte er die Reise zu einem Besuch beim Papst im Privatflieger vorgenommen und auch den Flieger eines russischen Oligarchen genutzt. Konsequenzen gab es für Infantino durch die FIFA-Kontrollinstanzen nicht. Ob im neuen Fall weiter ermittelt werde, teilte die FIFA nicht mit.

Seinen ersten Flug als FIFA-Chef zu einem Treffen des International Football Association Board in Wales hatte Infantino einst mit einem Billig-Flieger absolviert und damit Hoffnungen auf einen Sinneswandel bei der damals von Korruptionsskandalen erschütterten FIFA geschürt. "Die Gesamtkosten für solche Privatflüge sind mit der neuen FIFA-Führung im Jahr 2016 erheblich gesunken", hieß es nun vom Weltverband.

Bericht "Süddeutsche Zeitung"

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