Neue Technologie?

Schon zur WM 2022 in Katar: FIFA will riesige Regel-Revolution im Fußball

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Der Weltfußballverband will die Abseitsregeln grundlegend neugestalten - sowohl die Kriterien für die Entscheidung als auch die eingesetzte Technik.

Bei der FIFA laufen die Planungen für die Fußball-WM in Katar 2022 auf Hochtouren. Geht es nach Entwicklungsdirektor Arsene Wenger, erleben wir dort eine ganz neue Abseitsregel.

Paris - Zeiten ändern sich: Früher diskutierten Fans wochen- und monatelang über strittige Abseits-Entscheidungen. Das blieb auch so, als die Fernsehbilder besser wurden und virtuell gezogene Linien spätestens am Samstagabend in der Sportschau* klarmachten, ob ein Schiedsrichter mit seiner Entscheidung richtig oder falsch lag, denn rückgängig konnte die Entscheidung nicht gemacht werden. Seit der Einführung des Videoschiedsrichters greift der „Kölner Keller“ – wenn gebraucht – direkt ins Spiel ein und sorgt so für weniger Fehlentscheidungen, aber auch für viele nervenaufreibende Unterbrechungen. Bald soll das, zumindest bei Abseits-Entscheidungen, gar nicht mehr nötig sein.

FIFA-Entwicklungsdirektor Arsene Wenger glaubt, dass wir schon bei der Fußball-WM 2022 in Katar* automatisierte Abseits-Entscheidungen erleben. „Es gibt eine große Chance, dass dies schon im kommenden Jahr passiert. Mehr kann ich jetzt nicht sagen, aber das wird die nächste große Entwicklung bei den Schiedsrichtern“, sagte der frühere Weltklasse-Trainer am Dienstag bei einem Pressegespräch in Paris.

FIFA will Abseitsregel zur WM 2022 revolutionieren – „ähnlich wie die Torlinientechnologie“

Die FIFA* hatte bereits im August erklärt, an einer Technologie zu arbeiten, die „ähnlich wie die Torlinientechnologie“ eingesetzt werden soll - also keine Entscheidungen trifft, aber in kürzester Zeit dem Schiedsrichter Beweise liefern kann. Laut Wenger könnte die Entwicklung auf den Beginn der WM 2022 abgestimmt werden.

Wenger (71) hatte zuletzt bereits angedeutet, dass er eine Änderung der Abseitsregel befürwortet. Demnach soll künftig keine Abseitsposition mehr vorliegen, wenn ein Körperteil, mit dem Tore erzielt werden dürfen, hinter oder auf gleicher Höhe mit dem Gegenspieler ist.

FIFA-Entwicklungsdirektor Arsene Wenger plant Änderungen bei der Abseitsregel

In der Bundesliga* werden wie bei allen anderen großen Verbänden und internationalen Turnieren die Abseitslinien momentan anhand der Fernsehbilder vom Videoschiedsrichter in Köln manuell gezogen, was gerade bei knappen Entscheidungen für Diskussionen sorgt. Recht viel weniger Gesprächsstoff dürfte eine erneute Regelanpassung aber auch nicht nach sich ziehen. (jo/SID) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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