Wettlauf gegen die Zeit

Ronaldo und Co.: Weltauswahl der Verletzten

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Cristiano Ronaldo, Franck Ribery, Luis Suarez und Marco Reus fehlen bei der WM oder drohen auszufallen.

Rio de Janeiro - Gleich ein Dutzend Topspieler muss verletzungsbedingt auf die WM-Teilnahme verzichten. Und wenige Tage vor dem Start des Turniers in Brasilien drohen weitere Ausfälle.

Marco Reus, Franck Ribery und Radamel Falcao haben schon verloren, Cristiano Ronaldo, Luis Suarez sowie Arturo Vidal oder Diego Costa können den Wettlauf mit der Zeit noch gewinnen. Dennoch: Wenige Tage vor dem Start der Fußball-WM in Brasilien drohen der Weltauswahl der Verletzten weitere „Neuzugänge“.

Ohnehin scheinen dem Turnier langsam die Stars auszugehen. Zumal sich weitere Topspieler wie Zlatan Ibrahimovic (Schweden), Gareth Bale (Wales) oder Petr Cech (Tschechien) mit ihren Ländern gar nicht erst qualifizieren konnten.

Allen voran der Gesundheitszustand von Portugals Weltfußballer Ronaldo beschäftigt seit Wochen das ganze Land. Der „Oberschenkel der Nation“ soll zwar zum ersten Gruppenspiel gegen die deutsche Nationalmannschaft am 16. Juni wieder voll einsatzfähig sein sein, die Vorbereitung ist allerdings schon jetzt alles andere als perfekt gelaufen.

Hoffnung bei Ronaldo

Immerhin: der 29-Jährige konnte am Pfingstwochenende erstmals wieder mit der Mannschaft trainieren. Ob Ronaldo, der bisher beide WM-Tests der Portugiesen verpasste, bei der Generalprobe gegen Irland am Dienstag bereits eingesetzt werden kann, steht aber in den Sternen.

Genauso wie die Genesung von Luis Suarez, Uruguays WM-Hoffnung und Torschützenkönig der abgelaufenen Premier-League-Saison. Auch er soll zumindest einige kurze Übungen absolviert haben, berichten Medien aus Uruguay, die Trainingseinheiten laufen aber weitestgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit ab. Erst am 22. Mai hatte sich der Stürmer des FC Liverpool einer Knie-OP unterziehen müssen. Unter Anteilnahme eines ganzen Landes.

Das sind die WM-Trikots der 32 Teilnehmer

Luiz Gustavo präsentiert das neue Trikot der brasilianischen Nationalmannschaft. Es ist wie immer in der klassischen Kombination gelb-blau-weiß mit grünen Akzenten gehalten. © Nike
Klassisch in rot-weißem Karo-Muster tritt die kroatische Nationalmannschaft um Bayern-Stürmer Mario Mandzukic an. Neu sind dabei die komplett in Rot gehaltenen Ärmel. © Nike
Kroatiens Ausweichtrikot ist dagegen in blau gehalten. Lediglich auf den Schultern verläuft ein rot-weißes Karo-Muster. © Nike
Bei den Mexikanern wird es zackig. Das grüne Heimtrikot... © Adidas
... und auch das rote Auswärtstrikot fallen einem durch zackenförmige Akzente ins Auge. © Adidas
Die "unzähmbaren Löwen", wie die Spieler Kameruns genannt werten, tragen ihr Wappentier auch auf dem Trikot. Sowohl beim grünen Heim-, als auch beim gelben Auswärtsdress sind der Spitzname des Teams und der Löwe eingarbeitet. © Puma
Ganz in rot geht die spanische Nationalmannschaft die Mission "Titelverteidigung" in Brasilien an. © Adidas
Ungewohnt kommt hingegen das neue Auswärtstrikot der Spanier daher. In schwarz-grün ist die "Furia Roja" (Rote Furie) noch nie aufgelaufen.   © Adidas
Klassisch angehaucht ist auch das neue WM-Trikot der Niederlande. Im traditionellen orange gehalten wurde beim Logo die klassische Ausführung in weiß auf das Jersey gestickt. © Nike
In rot-blauer Kombination tritt die Nationalmannschaft Chiles an. 2014 tritt "La Roja" bereits zum neunten Mal bei einer WM-Endrunde an. © Puma
Die "Socceroos" aus Australien präsentieren sich wie immer in gelb-grünen Heimtrikots. © Nike
Auswärts dagegen spielen die Kicker aus "Down Under" ganz in Dunkelblau. © Nike
Die erste WM-Teilnahme seit 16 Jahren werden die Spieler der kolumbianischen Nationalmannschaft in gelben Heimtrikots bestreiten. © Adidas
Ob Superstar Radamel Falcao nach seinem Kreuzbandriss wieder rechtzeitig fit wird, steht in den Sternen. Alternativ können die "Los Cafeteros" auch in roten Dressen auflaufen.  © Adidas
Den Ausrüster gewechselt hat Griechenland, die Farben blieben aber gleich. Die Spielkleidung liefert nicht mehr Adidas, sondern Nike. Die Hellenen treten entweder komplett in weiß oder komplett in blau an. © Nike
Wie gewohnt in orangem Gesamtoutfit tritt das Team der Elfenbeinküste mit Yaya Touré an. © Puma
Auswärts tragen "die Elefanten" dagegen ein sattes Grün. © Puma
Der ehemalige Dortmunder Shinji Kagawa im blauen Trikot der japanischen Nationalmannschaft. © Adidas
Beim Auswärtstrikot setzen die Japaner auf ein giftiges Grün. © Adidas
Der zweimalige Weltmeister Uruguay trägt himmelblau, kombiniert mit schwarzen Hosen. © Puma
Als Ausweichjersey steht den Urus eine komplett weiße Garnitur zur Verfügung. © Puma
Die "Ticos", wie die Nationalelf von Costa Rica genannt wird, tritt in roten Hemden mit blauem Querstreifen an. Kombiniert wird es mit blauen Hosen und weißen Stutzen. © AFP
England wechselte 2013 nach 59 Jahren den Ausrüster. Statt von Umbro werden die "Three Lions" nun von Nike eingekleidet. Das Heimtrikot erinnert ein wenig an das deutsche Weltmeister-Jersey von 1974. © Nike
Auswärts treten die Engländer wie gewohnt in roten Trikots an. © Nike
Der Vize-Europameister von 2012 präsentiert sich wie immer in Azurblau: Italiens Heimtrikot zieren ein Knopfkragen und weiße Streifen an den Seiten. Das Auswärtstrikot ist mit blauen Nadelstreifen auf weißem Grund versehen. © AFP
Das Team der Schweiz tritt in roten Trikots und weißen Hosen in Brasilien an. Markant: Das schweizer Kreuz ist in etwas hellerem Rot in das Trikot integriert. © Puma
Alternativ treten die Schweizer mit umgekehrter Farbaufteilung an: Weißes Trikot, rote Hosen, weiße Stutzen. © Puma
Das Trikot der Nationalmannschaft lehnt sich an die Farben der Nationalflagge des Landes an: gelb-blau-rot. © AFP
In sehr schlichten Trikots wird die französische Nationalmannschaft in Brasilien auf dem Platz stehen.    © Nike
Sollte die "Équipe Tricolore" nicht in blauen Dressen auflaufen können, so agiert sie in diesen weißen Jersey mit grauen Querstreifen. © NIKE
Ganz in weiß mit einem großen blauen "H" auf der Brust spielt das Team aus Honduras. Erst zu dritten mal (nach 1982 und 2010) sind die "Catrachos" bei einer WM mit dabei. © AFP
Ezequiel Lavezzi und Lionel Messi präsentieren das neue Heimtrikot der argentinischen Nationalmannschaft. Am klassischen hellblau-weiß-gestreiften Design hat sich nicht viel verändert. Lediglich ein leichter Farbverlauf in den blauen Balken ist neu. © Adidas
Das Auswärtstrikot der "Gauchos" ist in verschiedenen dunkelblau Tönen gestaltet. Die Streifen sind hierbei im Gegensatz zum Heimtrikot quer angeordnet. © Adidas
Erstmals präsentiert sich Bosnien und Herzegowina auf der WM-Bühne. Die Drachen, wie das Team genannt wird, spielen in blauen Trikots mit weißen Applikationen an Kragen, Ärmel und Hosen. © AFP
Die iranische Nationalmannschaft läuft in Trikots des Herstellers uhlsport auf. Auffallend ist der Leopardenkopf unterhalb des Wappens. © AFP
Auch auf den roten Auswärtstrikots lässt sich der Leopard erkennen. © AFP
Die Nationalmannschaft Nigerias läuft in grünen Heimtrikots auf. © Adidas
Als Alternative besitzen die "Super Eagles" einen weiß-grünen Trikotsatz. © Adidas
Das Trikot der deutschen Nationalmannschaft überrascht mit einem Brustring in verschiedenen Rottönen. Zudem wurde der schwarze Anteil am Trikotsatz reduziert. © picture alliance / dpa
Das alte grüne Auswärtstrikot weicht für die Weltmeisterschaft dem neuen, rot-schwarz gestreiften. Eine etwas gewöhnungsbedürftige Kombination... © picture alliance / dpa
Modern mutet das neue Trikot an, in dem Weltfußballer Cristiano Ronaldo und seine portugisische Auswahl auflaufen werden. Das Leibchen besticht durch einen raffinierten Rot-Verlauf von den Schultern zum Bauch. © Nike
Die "Black Stars" aus Ghana spielen ganz in weiß. Auffällig ist das Muster in den Nationalfarben auf den Schultern und am Ärmel. © Puma
Als weißes Ballett reisen die USA nach Brasilien. Ohne große Schnörkel oder Akzente präsentieren sich die Amerikaner bei der WM. © NIKE
Auswärts treten die US-Boys dagegen dreifarbig an. Das Trikot ist in einen roten, einen weißen und einen roten Abschnitt aufgeteilt, während Hose und Stutzen komplett in Rot gehalten sind. © Nike
Erstmals seit 2002 nimmt Belgien wieder an einem großen Fußball-Turnier teil. Die "roten Teufel" treten entsprechend ihres Spitznamens komplett in Rot an. © AFP
Ganz in weiß oder in hellgrün spielt das algerische Nationalteam. © PUMA
Im weinroten Dress wird die "Sbornaja", die russische Nationalmannschaft, bei der WM in Brasilien auflaufen. © Adidas
Der Übergang von blau zu weiß beim Auswärtstrikot der Russen erinnert leicht an Gletscher- oder Polareis.   © Adidas
Rotes Trikot gepaart mit einer blauen Hose und roten Stutzen. In diesem Outfit wird die südkoreanische Nationalmannschaft in Brasilien auftreten. © NIKE
Als Ausweichoutfit haben die Südkoreaner diese weiße Kombo im Gepäck. Dabei ist der rechte Ärmel mit einem roten, der linke Ärmel mit einem blauen Ring abgesetzt. © Nike

Besonders heftig traf es Titelverteidiger Spanien - und für den Welt- und Europameister könnte es noch schlimmer kommen. Neben dem ohnehin verletzten Münchner Mittelfeldspieler Thiago (Innenbandriss) und Barcelonas Torwart Victor Valdes (Kreuzbandriss) bangt Trainer Vicente del Bosque immer noch um Diego Costa. Dem Atletico-Stürmer zwickt immer noch der Oberschenkel, Costa war im Champions-League-Finale trotz der Behandlung mit Pferde-Plazenta nach nur neun Minuten ausgewechselt worden.

Gute Chancen bei Vidal und van Persie

Deutlich besser stehen die Chancen bei Chiles Arturo Vidal (Knieprobleme) und dem Niederländer Robin van Persie (Leistenprobleme). Kapitän van Persie beruhigte vorsorglich schon mal seine Landsleute - ein Ausfall ist unwahrscheinlich. „Ich hatte in den vergangenen Tagen ein bisschen Probleme mit der Leiste, aber das kann man nicht mal eine Verletzung nennen. Es geht mir gut“, sagte der Angreifer vom englischen Rekordmeister Manchester United. Der ehemalige Leverkusener Vidal schlägt sich dagegen mit einer Entzündung in seinem operierten Knie herum. Seit Mittwoch konnte der Star der Südamerikaner und Mittelfeldspieler von Juventus Turin nicht mehr mit der Mannschaft trainieren.

Zum letzten Mittel der Nachnominierung mussten bereits fünf Länder greifen. Deutschland, Frankreich, Ecuador, Kolumbien und Nigeria veränderten verletzungsbedingt noch einmal ihre Kader. Bis 24 Stunden vor dem jeweils ersten WM-Gruppenspiel der einzelnen Mannschaften ist eine Nachnominierung noch möglich - allerdings nur für nachweislich verletzte Spieler.

Die Liste der fehlenden Stars bei der Fußball-WM in Brasilien

Wegen Verletzung u.a.: 

Marco Reus (Deutschland/Borussia Dortmund)
Franck Ribery (Frankreich/Bayern München)
Mario Gomez (Deutschland/AC Florenz)
Radamel Falcao (Kolumbien)
Riccardo Montolivo (Italien)
Luis Montes (Mexiko)
Thiago (Spanien/Bayern München)
Victor Valdes (Spanien)
Theo Walcott (England)
Lars Bender (Deutschland/Bayer Leverkusen)
Rafael van der Vaart (Niederlande/Hamburger SV)
Kevin Strootman (Niederlande)
Jerry Akaminko (Ghana)
Christian Benteke (Belgien)
Roman Schirokow (Russland)
Uwa Echiejile (Nigeria)

Nicht qualifiziert u.a.:

Zlatan Ibrahimovic (Schweden)
Gareth Bale (Wales)
Robert Lewandowski (Polen/Borussia Dortmund)
Claudio Pizarro (Peru/Bayern München)
David Alaba (Österreich/Bayern München)
Henrich Mchitarjan (Armenien/Borussia Dortmund)
Petr Cech (Tschechien/FC Chelsea)

sid

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