Fortuna Düsseldorf: Fußball aus NRW

Fortuna Düsseldorf: Gründung, Erfolge, Stadion – alle Infos

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Fortuna Düsseldorf wurde 1895 gegründet und konnte in einer bewegten Vereinsgeschichte national sowie international einige sportliche Erfolge verzeichnen.

  • Das Stadion von Fortuna Düsseldorf, die Merkur Spiel-Arena, weist eine Kapazität von über 56.600 Sitzplätzen auf.
  • Der vollständige Name des Vereins ist Düsseldorfer Turn- und Sportverein Fortuna 1895 e. V. und führt, neben Fußball, auch andere Sportarten.
  • Fortuna Düsseldorf wurde seit 1989 immer wieder von der Düsseldorfer Kult-Band Die Toten Hosen finanziell unterstützt.

Düsseldorf – Fortuna Düsseldorf, abgekürzt auch F95, wurde bereits Ende des 19. Jahrhunderts in Düsseldorf gegründet und hat sein Ursprung in der ehemaligen Arbeitersiedlung Düsseldorf Flingern. Die Abkürzung F95 ziert bis heute das Vereinslogo und geht zurück auf das Gründungsjahr 1895. Der Verein ist seit seiner Gründung aber nicht nur im Fußball aktiv, sondern betreibt auch andere Ballsportarten, wie zum Beispiel Handbal l, aber auch Langlauf und Triathlon für Damen und Herren. Als Stadion des Düsseldorfer Fußballclubs ist die Merkur Spiel-Arena Austragungsort für Heimspiele. Ein Blick über Google Maps zeigt die Architektur und lässt die enormen Zuschauerkapazitäten des Stadions erahnen.

Fortuna Düsseldorf – Erfolge

Ganz wie der Name „Fortuna“ schon sagt, konnte Fortuna Düsseldorf in der langen Vereinsgeschichte zahlreiche Erfolge verbuchen. So gelang bereits 1933 die deutsche Fußballmeisterschaft. Im Endspiel konnte sich Düsseldorf mit 3:0 gegen den FC Schalke durchsetzen. Doch der Erfolg währte nicht lange und so holte sich der Fußballverein erst Ende der 70er Jahre wieder einen nationalen Titel mit dem DFB-Pokal gegen Hertha BSC. In der Endrunde besiegte die Fortuna den Berliner Club mit 1:0 nach Verlängerung. Gleich ein Jahr später gelang 1980 erneut mit dem DFB-Pokal ein Titelgewinn. Fortuna Düsseldorf konnte sich damals gegen den Erzrivalen 1. FC Köln durchsetzen.

Alle Erfolge auf einen Blick

  • Deutsche Meisterschaft 1933
  • Pokalsieger 1979
  • Pokalsieger 1980
  • Wiederaufstieg in die Bundesliga für die Saison 2012/2013
  • Seit 2018 in der Bundesliga

Fortuna Düsseldorf: Trainerhistorie

Im Laufe der Jahrzehnte waren in Düsseldorf unzählige Trainer tätig. Besonders der Österreicher Heinz Körner (*02. 07.1893; † 08.09.1961) zeigte immer wieder Engagement bei Fortuna Düsseldorf. Unter Körner gelang 1933 auch der Gewinn des Meistertitels. Ab den 20er Jahren bis Mitte der 50er war Körner mit Unterbrechungen immer wieder als Cheftrainer für die Fortuna tätig.

Ebenfalls erfolgreich waren Hans Dieter-Tippenhauer und Benno Beiroth. Beiden gelang es, Fortuna Düsseldorf erfolgreich zum DFB-Pokal zu führen, sodass am Ende des Wettbewerbs die Mannschaft 1979 und 1980 als Titelgewinner des Wettbewerbs hervorgehen konnte. Ab den 1980er Jahren kam es dann allerdings zum Abwärtstrend, dementsprechend drehte sich auch das Trainerkarussell schnell weiter. Von 1980 bis 2000 waren insgesamt 15 weitere verschiedene Trainer für die Fortuna im Einsatz.

Fortuna Düsseldorf – die letzten Trainer und aktueller Coach

Nach zwischenzeitlichemAbsturz in die Oberliga konnte Norbert Meier die Fortuna 2009 wieder in die 2. Liga führen. In der Saison 2011/2012 erreichte die Mannschaft unter Meiers Führung sogar den Relegationsplatz in Liga 2. Somit bestand eine unmittelbare Chance auf den Wiederaufstieg in die Bundesliga. In einem denkwürdigen und von Skandalen geprägten Relegationsspiel gegen Hertha BSC konnte die Fortuna schließlich den Wiederaufstieg besiegeln. Da in der ersten Liga die Erfolge jedoch ausblieben und es zum sofortigen Wiederabstieg kam, trennte sich die Fortuna schließlich im Einvernehmen von Norbert Meier.

Auf Meier folgte der Ex-Fortuna-Spieler Mike Büskens, der jedoch auch keine entscheidenden Akzente setzen konnte. In den nächsten Jahren kam es so wieder zu etlichen Trainerwechseln, da die sportlichen Erfolge ausblieben. Erst 2016 sollte es mit Friedhelm Funkel nach langer Zeit einen beständigen Cheftrainer geben. Funkel konnte Fortuna Düsseldorf 2018 schließlich wieder in die Bundesliga führen. Nachdem man die Zusammenarbeit mit Funkel beendete, übernahm Anfang2020 Uwe Rösler den Posten als Cheftrainer bei der Fortuna. Er konnte den Abstieg aber nicht verhindern.

Auswahl bedeutender und langjähriger Trainer von Fortuna Düsseldorf:

  • Bis 5.12.1980: Otto Rehhagel
  • 1987-1990 sowie 1992-1996: Aleksandar Ristić
  • 2004-2007: Uwe Weidemann
  • 2008-2013: Norbert Meier
  • 2016-29.01.2020: Friedhelm Funkel
  • Seit 29.01.2020 Uwe Rösler

Fortuna Düsseldorf: Aktuelle Spieler und Top-Transfers

In der Spielzeit 2019/20 kam es zu folgenden Neuzugängen:

Top-Transfers Spielzeit 19/20

  • Der Mittelstürmer Dawid Kownacki wurde für eine Ablöse von 7,5 Millionen Euro vom italienischen Klub Sampdoria Genua erworben.
  • Verteidiger Nana Ampomah kam für eine Ablösesumme von 4 Millionen Euro vom belgischen Klub Waasland-Beveren.
  • Für eine Leihgebühr von 500.000 Euro kam der linke Mittelfeldspieler Erik Thommy vom VfB Stuttgart zu Fortuna Düsseldorf.
  • Ebenfalls als Leihe für 200.000 Euro erhielt die Fortuna den Stürmer Steven Skrzybski vom FC Schalke 04.
  • Im offensiven Mittelfeld sorgen Thomas Pledl sowie Kelvin Ofori für Verstärkung. Pledl wurde ablösefrei vom FC Ingolstadt übernommen und auch Ofori konnte die Fortuna ablösefrei vom ghanaischen Club Right to Dream in Empfang nehmen.

Fortuna Düsseldorf: „Fahrstuhlmannschaft“ und der Absturz

Nach zwei äußerst erfolgreichen Jahren im DFB-Pokal kam es ab 1980 zum stetigen Abwärtstrend bei Fortuna Düsseldorf. So stieg die Fortuna im Jahr 1987 aus dem Oberhaus des deutschen Fußballs ab und es folgten Auf- und Abstiege, sodass die Fortuna in der Presse mitunter als „Fahrstuhlmannschaft“ betitelt wurde. So war Fortuna die Mannschaft mit den meisten Aufstiegen in den ersten vier Ligen des deutschen Fußballs. Unter dem bosnischen Trainer Aleksandar Ristić gelang 1994 schließlich wieder der Aufstieg in die 2. Bundesliga sowie im folgenden Jahr der abermaligeAufstieg in die Bundesliga.

Ende der 90er Jahre kam es jedoch zum Wiederabstieg aus der 2. Liga, sodass die Fortuna ab 1999 in die Amateurklassen rutschte. Hinzu kamen massive finanzielle Probleme: So standen Fortuna Düsseldorf in den unteren Spielklassen die Gelder aus wichtigen TV-Einnahmen nicht mehr zur Verfügung.

Fortuna Düsseldorf Vereinsfarben und Sponsoring

Die Vereinsfarben von Fortuna Düsseldorf sind Rot und Weiß. Auf den Trikots ist zudem das Logo mit dem Gründungsjahr 1895 markant sichtbar. Auch die Website des Vereins nimmt direkten Bezug auf das Jahr der Vereinsgründung. Das Vereinslogo wurde seit 1925 nicht sonderlich stark verändert und unterstreicht somit die bewegte historische Vergangenheit von Fortuna Düsseldorf. Seit 2018 ist der Waschmittelhersteller Henkel der Hauptsponsor des Düsseldorfer Traditionsvereins. Von 2012-2017 gab es zudem finanzielle Unterstützung durch den Mobilfunkanbieter Otelo.

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Fortuna Düsseldorf und die Toten Hosen

Die Musiker der Punkrock-Band Die Toten Hosen sind bereits von klein auf große Anhänger von Fortuna Düsseldorf und haben die Mannschaft somit schon oft als Fans im Stadion angefeuert. Nach einer unglücklichen Heimniederlage im Jahre 1989 entschieden sich die Musiker aus Düsseldorf schließlich dazu, den damals finanzschwachen Verein tatkräftig zu unterstützen. So erklärten sie sich dazu bereit, Einnahmen aus der eigenen Tournee zu spenden. Die Fortuna bekam 1 Mark pro verkauftes Ticket, um neue Spieler kaufen zu können. Jahrzehnte später, 2001-2003, kam es abermals zum finanziellen Engagement der Toten Hosen. Damals waren die Düsseldorfer Punk-Musiker sogar Hauptsponsor des Vereins.

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