Platzt seine Teilnahme?

Ribérys Rücken-Rätsel: Jetzt WM-Verzicht möglich

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Franck Ribéry (r.) muss wegen seiner Rücken-Probleme das Spiel gegen Paraguay von der Bank aus verfolgen.

München - Franck Ribéry steht im endgültigen WM-Kader Frankreichs, doch seine Rückenproblem bereiten weiter Kopfzerbrechen. Noch ist sogar ein vorzeitiger WM-Verzicht des 31-Jährigen möglich. 

Die Prognose bei Franck Ribéry lautet chronische Rückenschmerzen. Der Flügelflitzer des FC Bayern konnte bislang in der WM-Vorbereitung nur an zwei Trainingseinheiten mit hoher Belastung teilnehmen. Die bisher bestrittenen Testspiele Frankreichs verpasste er komplett. Dennoch steht der Franzose im endgültigen Kader für die WM in Brasilien. Grund dafür sind die Untersuchungsergebnisse der medizinischen Abteilung, welche laut der französischen Sporttageszeitung "L'Équipe" Hoffnung auf eine schnelle Genesung machen. Grundsätzlich halte man ihn für einsatzfähig. Das Problem seialledings, dass Ribéry die Schmerzen derzeit nicht überwinden könne.

Bei der Untersuchung am vergangenen Samstag in der Pariser Universitätsklinik Pitié-Salpêtrière wurde auch der Experte Professor Gérard Saillant hinzugezogen, berichtet die französische Zeitung weiter. Der Arzt ist Experte auf diesem Gebiet und operierte bereits Michael Schumacher. Seine Prognose bestätigt die der Teamärtzte Frankreichs. Das Rücken-Problem befinde sich laut der letzten Untersuchung auch etwas weiter oben und geht tiefer. 

Von wo genau die Schmerzen ausstrahlen ist also weiterhin unklar und birgt Raum für Spekulationen. Möglich, dass es sich um eine Wirbelverletzung oder einen Nervendefekt handelt.

Das sind die WM-Trikots der 32 Teilnehmer

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Klar ist aber, dass Ribéry nur an der WM-Endrunde teilnimmt, wenn er zu einhundert Prozent fit ist oder während des Turniers werden kann. Dafür wird er im Moment pausenlos behandelt. Sollte er dennoch Ende der Woche nicht trainieren können und auch den letzten Test Frankreichs gegen Jamaika verpassen, wird laut Équipe eine Absage des 31-Jährigen für Brasilien erwartet.

Die Anzeichen verdichten sich also, dass die Rücken-Schmerzen des Flügelflitzers zu groß sind, um an der WM teilnehmen zu können.

Deschamps dementiert: Jamaika-Test keine Deadline

Nationaltrainer Didier Deschamps will den an Rückenschmerzen leidenden Bayern-Star nicht unter Druck setzen. Das Testspiel am Sonntag gegen Jamaika in Lille stelle keine Deadline dar, versicherte der Coach am Mittwoch. „Ich wiederhole: Wir wollen, dass er am Sonntag spielt, das ist ein Ziel, keine Deadline“, sagte Deschamps vor Journalisten im Vorbereitungslager der Franzosen in Clairefontaine bei Paris. Zur Zeit sei alles offen, räumte der Weltmeister von 1998 ein.

mzl

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