Nach Konferenz-Patzer

Frank Buschmann: Twitter-Streit eskaliert - dann postet der Kommentator ein emotionales Geständnis

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Frank Buschmann.

Frank Buschmann leistete sich bei der Sky-Konferenz einen Patzer. Auf Twitter gab es eine Diskussion - der Kommentator reagiert nun mit einem emotionalen Post.

Update vom 28. Oktober, 9.35 Uhr: Es war ein aufregendes Wochenende für Sky-Kommentator Frank Buschmann: Am Samstag berichtete er vom Revier-Derby zwischen Schalke und Dortmund in der Konferenz. Dabei lief nicht alles glatt (Details weiter unten im Artikel). Anschließend übte er über Twitter Kritik an den Fans, die zuvor wiederum ihn angegangen hatten. 

Nun veröffentlichte der Reporter ein neues Video über Twitter. Und auch der Fan, den Buschmann mit „Hast du getrunken?“ angesprochen hatte, meldete sich nochmal zu Wort.

Buschmann erklärte, dass er viel nachgedacht habe. Entschuldigen möchte er sich bei Twitter-User „JuleeyStyle“. „Manchmal gehen die Gäule mit mir durch“, meinte Buschi. Die ganze Diskussion eskalierte, wie er weiter berichtet. „Mir wurde gestern empfohlen, mich zu erschießen, mich zu erhängen. Mich f***** zu lassen. Danke dafür.“ 

Außerdem sagte der Kommentator: „Das sind übrigens die Dinge, mit denen ich häufiger umgehen muss und warum ich vielleicht manchmal emotional reagiere. Es liegt nicht in meinem Sinne, Sky-Kunden zu beleidigen. Wer meine Familiengeschichte kennt, sollte nie wieder schreiben ‚Bring dich doch um‘.“ 

Ein Statement, das nachdenklich macht - schließlich verlor Buschmann seinen Vater durch Suizid. Seine Fans pflichten ihm bei. „Es zeigt Größe von dir, dass du dich beim User entschuldigst. Des Weiteren: Was einige User schreiben, dass man einem den Tod wünscht, ist ein Nogo!“, heißt es unter anderem in den Kommentaren. 

Twitter-User „JuleeyStyle“ entschuldigte sich ebenfalls. Schließlich hatte sein Beitrag den Stein erst ins Rollen gebracht.

Buschmann und sein Kollege Wolff Fuss waren erst vor kurzem wüst beschimpft worden. Währenddessen gibt es Neues vom Sport: Jerome Boateng kann sich offenbar eine Rückkehr zur Nationalmannschaft vorstellen, wie tz.de* berichtet. Und offenbar ist der FCB an Gabriel Jesus interessiert.

Frank Buschmann: Pöbel-Attacke auf Twitter - sein Arbeitgeber Sky reagiert

Update vom 27. Oktober, 14.40 Uhr: Wirbel um Sky-Kommentator Frank Buschmann: Der Fußball-Experte hatte sich bei der Samstags-Konferenz einen kleinen Fauxpas geleistet - daraufhin gab es Kritik von einem Kollegen und den Fans. Buschmann reagierte nach dem Bundesliga-Nachmittag dann in einem Video auf die Vorwürfe (siehe weiter unten im Artikel).

Inzwischen hat sich auch sein Arbeitgeber zur Thematik geäußert. Die Bild hatte bei Pay-TV-Sender Sky nach einer Erklärung gefragt. So lautet die Reaktion: „Frank Buschmann ist einer der renommiertesten und beliebtesten Kommentatoren im Sport, auch und gerade wegen seiner Emotionalität. Über die Wortwahl im Bereich Social Media lässt sich seit jeher streiten. Sie ist sehr häufig auch der Situation geschuldet und schießt manchmal über das Ziel hinaus. Frank selbst hat seine Überleitung als zu lang, vor allem aber als selbstironisch bezeichnet. Ausgeprägte Aktivitäten auf Twitter und Co sind eines seiner Markenzeichen, es liegt ihm aber fern, Zuschauer zu beleidigen.“ 

Kollege Holger Pfandt hatte sich laut Bild bereits in der Halbzeit bei Buschmann entschuldigt. Nachdem Buschmann den rechtzeitigen Zeitpunkt der Übergabe verpasst hatte, meinte Pfandt: „Hättest Du nicht so lange rumgeeiert, hätten wir es live gesehen.“ Der Spruch sei laut Bild nicht ernst gemeint gewesen.

Frank Buschmann: Fußball-Kommentator patzt - und lästert dann über seine Kritiker

Erstmeldung vom 27. Oktober, 8.46 Uhr: München - Tore satt gab es am Samstag-Nachmittag in der Bundesliga. Während man sich bei Hertha BSC oder RB Leipzig eher wenig darüber freute, kam der Fan in der Konferenz bei Pay-TV-Sender Sky voll auf seine Kosten. 

Nur ein Kommentator durfte kein einziges Mal jubeln: Frank Buschmann. Er berichtete vom Revier-Derby zwischen Schalke und Dortmund, das Duell der ewigen Rivalen endete mit 0:0. Kurzzeitig wurde das Spiel aber zur Nebensache. 

Frank Buschmann: Misslungene Übergabe bei Sky-Konferenz - User lästern ab

Buschmann, bekannt für seinen Kommentatoren-Stil mit Entertainment-Charakter, sollte eigentlich nach Paderborn abgeben. Dort wartete Kollege Holger Pfandt bereits, um von der Partie des SCP gegen Fortuna Düsseldorf zu berichten. 

Buschi wollte den Ball besonders elegant zu Pfandt spielen - scheiterte aber gnadenlos. Er sagte: „Ich überlege gerade eine Überleitung, wie ich von David Wagner zu Holger Pfandt nach Paderborn komme... Ich bin sicher, Holger Pfandt hat auch schon mal ein Spiel von David Wagner kommentiert – Boah, das ist die schlechteste Überleitung aller Zeiten.“

Frank Buschmann: Sky-Kommentator erntet Kritik - und teilt danach aus

Blöd: Weil Buschmann so lange brauchte, um nach Paderborn abzugeben, verpassten die Zuschauer einen grandiosen Moment: Abdelhamid Sabiri gelang mit einem fulminanten Schuss aus der Distanz die Führung für den Aufsteiger. Jener Holger Pfandt, der längst in der Warteschleife war, meinte dazu: „Hättest Du nicht so lange rumgeeiert, hätten wir es live gesehen.“

Auch die Fans hätten statt einer verkorksten Überleitung lieber das Traumtor live miterlebt. Twitter-User „Juleey7“ schrieb: „Danke Frank Buschmann. Vielen Dank“. Das wollte Buschmann aber nicht auf sich sitzen lassen. Er kommentierte den Tweet folgendermaßen:

Klare Ansage. Nach dem Spiel setzte Buschmann sogar noch einen drauf. Er sprach in einem Video über den Nachmittag. „Es war eine zu lange, unlustige und vor allem selbstironische Übergabe. Da fiel dann gerade ein Tor, das passiert schon mal in der Konferenz. Ich als Kommentator seh‘ die Bilder aus einem anderen Stadion nicht“, erklärte er.

Und weiter: „Ich wehre mich dann auch einmal mit einem Spruch oder einer Frage wie ‚Hast du getrunken?‘. Das ist bei weitem nicht so unter der Gürtellinie wie vieles andere was so passiert hier im Netz. Daraus jetzt so ein Ding zu machen, wie es einige versuchen, ist erbärmlich.“

Buschis Fans geben ihm Recht und sprechen ihm weiter Mut zu. Unter dem Video versteckt sich aber auch der eine oder andere kritische Kommentar. So schreibt ein User: „Viel schlimmer ist es, bei ‚Alle Spiele, alle Tore‘ als erstes wieder von der Hühnerpelle zu hören, nur um danach direkt noch zwei vorformulierte Sprüche los zu werden. Komm mal zurück auf die Erde!“

Immerhin: In der Bundesliga bleibt es spannend. Der FC Bayern München konnte sich knapp gegen Union Berlin durchsetzen. Nach dem 2:1-Sieg ist der FCB wieder Tabellenführer. Oder wird er am Sonntagnachmittag gleich wieder gestürzt? Das Theater rund um Thomas Müller geht währenddessen weiter, wie tz.de* berichtet. Seit Langem sucht man bei den Roten unterdessen vergeblich nach dem nächsten Thomas Müller, den nächsten Spieler, der es aus der eigenen Jugend zu den Profis schafft. Die Nachwuchsarbeit des FC Bayern steht daher in der Kritik. Kurios: Ein ehemaliger Bayern- und BVB-Spieler verursachte den wohl unglaublichsten Elfmeter des Jahres. In Kroatien wurde es sogar noch verrückter.

Er pfiff über Jahre auf höchstem Niveau in der Bundesliga: Ex-Schiri Babak Rafati nimmt in einem Interview kein Blatt vor den Mund und kritisierte einen Profi des FC Bayern München. 

Kurz nach dem Bundesliga-Duell kommt es in Dortmund erneut zum Duell der Borussias. Kann Gladbach die Formkrise des BVB ausnutzen? Hier geht‘s zum Live-Ticker.

Der schwache Auftritt der Bayern in Bochum warf sogleich hohe Wellen in den sozialen Medien. Auf Twitter echauffierten sich viele Bayern-Fans und forderten einen neuen Trainer.

*tz.de ist Teil des deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

akl

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