Frauen-WM

Inka Grings im tz-Interview: "Ich glaube, wir holen den Titel"

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Inka Gings im DFB-Trikot.

Ottawa - Am Sonntag starten die DFB-Frauen in die Fußball-WM. Im tz-Interview spricht Inka Grings, Europameisterin 2009, über ihre Erwartungen.

Ein Jahr nach dem Titelgewinn der Löw-Elf greifen die DFB-Frauen in Kanada nach der WM-Krone. Zum Auftakt geht es am Sonntag in Ottawa (22 Uhr/ZDF) gegen Außenseiter Elfenbeinküste. Wenn es nach Inka Grings (36) geht, ist das für die Mädels von Silvia Neid nur die erste Etappe auf dem Weg zum Titel. Denn die zweifache Europameisterin ist sicher: „Wir holen den Titel.“

Frau Grings, wie groß ist die WM-Vorfreude?

Grings: Sie ist riesig. Ich bin sehr gespannt auf unser Team. Das Potenzial, das in der Mannschaft steckt, ist einfach der Wahnsinn.

Torhüterin Nadine Angerer spricht von der Vision, den Titel zu holen. Wie realistisch ist das?

Grings: Absolut realistisch. Ich glaube, dass wir den Titel holen. Wir haben viele erfahrene Spielerinnen dabei, die diese Saison auf höchstem Niveau Topleistungen gezeigt haben. Dazu kommen junge hungrige Mädels, die sich zeigen wollen. Die Mischung stimmt einfach.

Auf welche Spielerinnen können sich die Fans besonders freuen?

Grings: Ich glaube, dass Alexandra Popp ein Riesen-Turnier spielen wird. Simone Laudehr ist ebenfalls in bestechender Form. Bei den jungen Wilden kann man vor allem auf Melanie Leupolz gespannt sein. Dazu kommen die internationalen Topstars wie Abby Wambach, Lotta Schelin, und auch Marta hat das Kicken nicht verlernt.

Wer sind die größten Titel-Konkurrentinnen?

Grings: Die USA, die auf eine große Fan-Unterstützung hoffen können. Brasilien hat sehr viel individuelle Klasse, aber auch Schweden habe ich dieses Jahr auf dem Zettel. Und ganz klar: Japan als amtierender Weltmeister gehört mit zum Favoritenkreis.

Es wird erstmals auf Kunstrasen gespielt. Wie sehen Sie das?

Grings: Wir sind eine technisch überragende Mannschaft und sollten bei unserem Passspiel vom schnellen Belag profitieren.

Ihr Tipp für Sonntag?

Grings: Ich tippe auf ein 1:0.

jk

DFB-Frauen starten gegen WM-Wundertüte Elfenbeinküste

Selbst bei der routiniertesten Spielerin kribbelt es gewaltig. Um die Nervosität vor dem Start in ihr letztes Turnier zu unterdrücken, hat Nadine Angerer (36) ihre Strategie. „Wir wollen im richtigen Kampfmodus beginnen“, sagt die Torhüterin vor dem Auftaktmatch gegen die Elfenbeinküste (Sonntag, 22 Uhr, ZDF und Eurosport). Sie will am 5. Juli in Vancouver die internationale Fußball-Bühne nach 19 Jahren als Weltmeisterin verlassen: „Wir haben die Vision, hier den Titel zu holen.“

Dass Mitfavorit Deutschland beim Griff nach dem dritten Stern zum Turnierstart in Ottawa auf die laut FIFA-Weltrangliste schlechteste Mannschaft der 24 Teilnehmer trifft, birgt großes Blamage-Potenzial. Doch die DFB-Elf kann sich auf schwerere Aufgaben einstimmen. Dass diese kommen, ist sicher. Nicht umsonst traut Trainerin Silvia Neid gleich acht Teams in Kanada den WM-Coup zu.

Die Elefantinnen gehören nicht zum Favoritenkreis, auch wenn gewarnt wird, dass die Elf von Clementine Touré ein unangenehmer Gegner sei. „Ich kenne sie aus dem Panini-Heft“, scherzte Celia Sasic. Die Ivorer gaben sich im Vorfeld Mühe, keine Infos aus dem Land zu lassen. So ist die Elf die größte WM-Wundertüte.

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