49-Jähriger verlässt Eintracht Frankfurt

Hertha BSC bestätigt Coup: Fredi Bobic wird neuer Geschäftsführer

Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic wird der neue starke Mann bei Hertha BSC - der Verein bestätigte die Verpflichtung des 49-Jährigen als neuer Geschäftsführer.

Update vom 14. April, 19.33 Uhr: Jetzt ist es offiziell! Fredi Bobic wird zur neuen Saison Geschäftsführer von Hertha BSC. Der Hauptstadtklub gab das am Mittwochabend bekannt.

„Wir sind sehr erfreut, dass wir mit Fredi Bobic unseren Wunschkandidaten gewonnen haben und freuen uns auf die Zusammenarbeit“, wird Präsident Werner Gegenbauer zitiert.

Bobic spielte zwischen 2003 und 2005 drei Jahre selbst für die Berliner. Angeblich soll der Wechsel die Hertha drei Millionen Euro gekostet haben. Über die Vertragsdauer machte der Verein keine Angaben.

Bobic-Beben: Sportvorstand wollte schon vor einem Jahr gehen - Familie lebt in Berlin

Erstmeldung vom 3. März: Frankfurt - Fredi Bobic wird Eintracht Frankfurt am Saisonende verlassen. Das hat der Sportvorstand in der ARD-Sendung Sportschau Thema bestätigt.

„Ich brauche gar nicht groß rumeiern“, sagte Bobic, als er auf die Gerüchte um seinen bevorstehenden Abschied angesprochen wird. „Ich habe vor einem Jahr bereits schon, also vor Corona, den Wunsch geäußert, den Verein im Sommer 2020 zu verlassen.“ Wegen der Coronakrise sei er dann aber doch noch ein Jahr länger geblieben.

„Man war vorbereitet darauf, dass die Situation kommt, dass ich im Sommer 2021 den Verein verlassen werde“, sagte Bobic. Er habe sogar schon Mitte 2020 gehen wollen. „Dann wurde ich gebeten, ob ich nicht noch die Corona-Saison durchziehen kann, und ich habe gesagt, das mache ich, schon aus moralischen Gründen. Ich habe gesagt, ich ziehe noch ein Jahr durch - und jeder wusste eigentlich Bescheid“, sagte der 49-Jährige.

Der Aufsichtsrat habe alles versucht, ihn zu halten: „Aber es ist eine persönliche Sache, und das haben sie auch verstanden.“ Bobic wird mit Hertha BSC in Verbindung gebracht. Die Berliner suchen nach der Demission von Michael Preetz einen neuen starken Mann mit sportlicher Kompetenz. Zudem soll seine Familie in Berlin ihren Lebensmittelpunkt haben. Die Eintracht fühlt sich offensichtlich überrumpelt.

Bobic-Beben: Eintracht Frankfurt reagiert überrascht

„Fredi Bobic ist vor drei Wochen auf mich zugekommen und hat mich über seine Überlegungen bezüglich einer Auflösung seines bis zum 30. Juni 2023 laufenden Vertrages nach dem Ende der laufenden Saison informiert“, teilte der Aufsichtsratchef Philip Holzer mit. „Wir haben verabredet, entsprechende Gespräche über einen Verbleib oder einen vorzeitigen Wechsel zu führen und darüber im Sinne des sportlichen Erfolgs der Eintracht absolutes Stillschweigen zu wahren.“ Die Gespräche seien gegenwärtig noch nicht abgeschlossen und würden „erst nach der nächsten Aufsichtsratssitzung Mitte März fortgesetzt“.

Die Eintracht befindet sich aktuell auf Platz vier in der Bundesliga auf Champions-League-Kurs. Bobic, seit 2016 im Amt, hatte seinen Vertrag im August 2018 bis 2023 verlängert. 2018 holten die Hessen den DFB-Pokal. Zwischen 2010 und 2014 hatte der Europameister von 1996 seine Bundesliga-Managerkarriere beim VfB Stuttgart gestartet. Der Eintracht steht nun ein Umbruch in der Führungsetage bevor. Der zum Saisonende auslaufende Vertrag mit Sportdirektor Bruno Hübner wird nach zehn Jahren nicht mehr verlängert. (ck/sid)

Rubriklistenbild: © Tom Weller

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