Schiedsrichter-Chef

Fröhlich: Referees machen «insgesamt einen guten Job»

Schiedsrichter-Chef
+
Lutz Michael Fröhlich, Sportlicher Leiter der Elite-Schiedsrichter.

Frankfurt/Main (dpa) - Schiedsrichter-Chef Lutz Michael Fröhlich hat den Referees nach 20 Bundesliga-Spieltagen ein ordentliches Zwischenzeugnis ausgestellt.

«Insgesamt machen unsere Schiedsrichter einen guten Job - besser, als es die aktuellen Diskussionen vermuten lassen», sagte Fröhlich in einem auf der Verbandshomepage des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) veröffentlichten Interview. Zuletzt hatte es nach einer umstrittenen Abseitssituation beim Pokalspiel Dortmund gegen Paderborn (3:2 nach Verlängerung) und einem Handspiel im Strafraum bei Leverkusen gegen Stuttgart (5:2) große Debatten über die Referees und den Videobeweis gegeben.

Auch der Video Assistant Referee (VAR) funktioniere gut, sagte Fröhlich. «Auch hier sehen wir eine noch striktere Orientierung an dem Aspekt «klar und offensichtlich falsch».» Zum Thema Handspiel sagte der 63-Jährige, die Unparteiischen ahnden inzwischen wesentlich weniger Vergehen. Jedoch habe es seit dem 13. Spieltag vier Szenen gegeben, bei denen ein strafbares Handspiel nicht geahndet wurde.

«Daran werden wir mit den Schiedsrichtern natürlich arbeiten, um die gleiche gute Abgrenzung wie vor dem Jahreswechsel schnell wieder zu erreichen», sagte der Schiedsrichter-Chef. Als Beispiel nannte Fröhlich die Szene vom vergangenen Wochenende, als sich Spieler und Verantwortliche des VfB Stuttgart nach einem nicht gepfiffenen Elfmeter nach einem Handspiel massiv beschwerten. «Regeltechnisch» wäre Strafstoß die beste Entscheidung gewesen, räumte Fröhlich ein.

© dpa-infocom, dpa:210210-99-377255/2

Fröhlich-Interview auf dfb.de

Informationen zu den Schiedsrichtern

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Kommentare