EM-Aus

Ex-Löwe Király baut Rekord aus - und verliert mit Ungarn

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Gabor Király (r.) verhinderte eine höhere Niederlage.

Ex-Löwe Gabor Király hat seinen Rekord als ältester Spieler der EM-Geschichte weiter ausgebaut. Allerdings schied er mit Ungarn aus dem Turnier aus.

Im Achtelfinale der ungarischen Fußball-Nationalmannschaft gegen Belgien am Sonntag in Toulouse war der Keeper 40 Jahre, 2 Monate und 25 Tage alt. Zweiter im Ranking ist der deutsche Rekordnationalspieler Lothar Matthäus (39 Jahre, 2 Monate und 30 Tage). - Die Liste der ältesten Spieler bei EM-Endrunden:

1. Gabor Kiraly (Ungarn, 26. Juni 2016): 40 Jahre, 2 Monate, 25 Tage

2. Lothar Matthäus (Deutschland, 20. Juni 2000): 39 Jahre, 2 Monate, 30 Tage

3. Morten Olsen (Dänemark, 17. Juni 1988): 38 Jahre, 10 Monate, 3 Tage

4. Peter Shilton (England, 15. Juni 1988): 38 Jahre, 8 Monate, 28 Tage

5. Ivica Vastic (Österreich, 12. Juni 2008): 38 Jahre, 8 Monate, 14 Tage

6. Jens Lehmann (Deutschland, 29. Juni 2008): 38 Jahre, 7 Monate, 19 Tage

7. Gianluigi Buffon (Italien, 13. Juni 2016): 38 Jahre, 4 Monate, 16 Tage

8. Dino Zoff (Italien, 21. Juni 1980): 38 Jahre, 3 Monate, 24 Tage

9. Konstantinos Chalkias (Griechenland, 12. Juni 2012): 38 Jahre, 13 Tage

10. Eidur Gudjohnsen (Island, 18. Juni 2016): 37 Jahre, 9 Monate, 3 Tage

Belgien beendet das ungarische EM-Märchen

Bernd Storck schob die Hände in die Hosentaschen und schaute mit versteinerter Miene zu Boden, während sich seine wackeren Ungarn trotz einer deutlichen Niederlage von ihren Anhängern feiern ließen. Die höllisch guten Roten Teufel aus Belgien hatten Sekunden zuvor mit einem deutlichen 4:0 (1:0) das ungarische EM-Märchen brutal beendet. "Wir verlassen die EM mit erhobenem Kopf", versicherte Storck, doch seine Miene verriet, dass er nicht sehr glücklich war.

Mit Vollgas-Fußball spielte der Titelanwärter Belgien die Mannschaft der deutschen Trainer Storck und Andreas Möller phasenweise an die Wand und stürmte ins Viertelfinale der EURO. Selbst die Treffer von Toby Alderweireld (10.), Michy Batshuayi (78.), Eden Hazard (79.) und Yannick Carrasco (90.+1) gaben die Überlegenheit der Belgier noch ungenügend wieder. Gegner in der Runde der letzten Acht ist am Freitag in Lille der EM-Debütant Wales.

Lediglich der herausragende Torhüter-Oldie Gabor Király (40) und ein äußerst fahrlässiger Umgang der Belgier mit ihren Chancen verhinderten ein Debakel für den Außenseiter. Ungarn fing sich, machte dem Favoriten noch einmal die Hölle heiß - bis zum belgischen Doppelschlag in der Schlussphase. "Das Spiel war auf des Messers Schneide", sagte Storck.

Zunächst hatte vor allem Király im Brennpunkt gestanden. Die Ungarn waren schwer beeindruckt vom Tempo-Fußball der Roten Teufel, bei denen der "Dreizack" aus Romelu Lukaku, Kevin De Bruyne und Hazard mächtig Betrieb machte. Alderweireld köpfte nach einem Freistoß De Bruynes ein, fünf Minuten später brachte Király bei einem Schuss des Regisseurs gerade noch die Hacken zusammen.

Am Ende fing sich Király aber doch vier Tore - und verabschiedet sich nun als Rekordspieler aus dem EM-Turnier.

sid

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