Oliver Kahn und Mehmet Scholl

Die wichtigsten Fragen und Antworten rund um den Gagen-Zoff

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Die Experten Oliver Kahn und Mehmet Scholl.

München - Sie sind die EM-Experten bei ARD und ZDF. Nun ist um die angeblich hohen Gagen von Oliver Kahn und Mehmet Scholl eine Diskussion entbrannt. Die tz beantwortet die wichtigsten Fragen zu den Luxus-Experten.

Die EM-Experten Mehmet Scholl und Oliver Kahn sind ihren Sendern lieb – und offenbar viel zu teuer. Das Medienmagazin Kress Prowill von stattlichen Gagen erfahren haben, die ARD und ZDF ihren Fußball-Erklärern bezahlen. Markus Wiegand, Chefredakteur des als seriös geltenden Kress Pro: „Daran wäre absolut nichts Verwerfliches, würden die Ex-Profis von privaten Sendern bezahlt. Solange Scholl und Oliver Kahn aber durch Gebührengelder honoriert werden, ist es ein Skandal.“ Die tz beantwortet die wichtigsten Fragen zu den Luxus-Experten.

Verdienen alle Experten so viel?

Bei Weitem nicht. Kress geht davon aus, dass Altstars wie Olaf Thon oder Andreas Möller bei Sport1pro Auftritt 1500 bis 2000 Euro erhalten. Auch die Wintersport-Experten von ARD und ZDF liegen laut tz-Recherchen nur im vierstelligen Bereich. Doch besonders Mehmet Scholl (Vertrag bis 2018) gilt im Ersten seit dem Abgang von Günter Netzer als absoluter Experte der Herzen. Programmchefs und ARD-Verantwortliche umschwärmen ihn, schmücken sich mit ihm, zitieren seine Analysen in ihren Sitzungen. Womöglich hat er diese Position clever ausgenutzt.

Wie reagieren die Sender?

ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky zeigte sich verärgert über die Spekulationen: „Es gleicht beinahe schon vorsätzlicher Bösartigkeit, welche Zahlen auch hier im Zusammenhang mit dem Expertenvertrag von Mehmet Scholl geschrieben und vervielfältigt werden.“ Summen zum Scholl-Honorar nannte er aber nicht. Oliver Kahn sprach von einer „eklatanten Falschmeldung, die jeglicher Grundlage entbehrt“. Er behält sich rechtliche Schritte gegen kress.de vor.

Müssten die Star-Experten eigentlich nicht (beinahe) gratis auftreten?

Das kann man durchaus so sehen. Denn ihre Analysen für ARD und ZDF sind auch Werbung für die „Marken“ Scholl und Oliver Kahn. Nur durch die TV-Auftritte zur besten Sendezeit bleiben ihre Gesichter so präsent, dass sie mit zahlreichen Werbeverträgen noch mehr Geld verdienen können. Oliver Kahn wirbt derzeit für Tipico, Euronics, Snickers und Böhringer Ingelheim. Scholl hat Verträge mit Dacia, Expert und Krombacher. Besonders ARD-Star Mehmet ist so dick im Werbegeschäft, dass im Vorfeld der EM 48 verschiedene Spots mit ihm im Fernsehen liefen – laut Analyse der Werbespezialisten XAD Platz eins unter allen deutschen Fußballern, vor Thomas Müller und Manuel Neuer.

Geben ARD und ZDF zu viel für Sport aus?

Kressnennt Zahlen: Das ZDF investierte zwischen 2011 und 2014 durchschnittlich 233 Millionen Euro pro Jahr für Sport – aber nur 104 Millionen für Nachrichten und Information. Allein Rechte und Produktionskosten für die EM 2016 liegen bei 200 Millionen Euro. Ein Privatsender könnte allenfalls die Hälfte durch Werbung erlösen. So kaufen sich ARD  und ZDF mit dem Geld der Gebührenzahler quasi Marktanteile. „Sobald die Öffentlich-Rechtlichen einsteigen, explodieren die Preise“, klagen die Privaten.

"Hauptsache Italien!" Legendäre Fußball-Sprüche

"Mailand oder Madrid - Hauptsache Italien!" Andi Möller erklärte zwar 2013, dass er sich gar nicht an sein berühmtes Zitat erinnern könne. Dennoch zählt es zu den bekanntesten Fußball-Sprüchen. Wir haben hier einige legendäre für Sie zusammengestellt. © dpa
"Ich war auch schon mal in Spanien deutscher Meister!" Roy Makaay bei einem Interview nach der gewonnenen Meisterschaft. © picture alliance / dpa
"Jeder ist schon mal mit 1,07 Promille gefahren." Stefan Effenberg, nachdem er bei einer Polizei-Kontrolle erwischt wurde. © picture alliance / dpa
"In Gladbach ist so etwas bestimmt 20-mal passiert. Das gehört dazu. Ich find' das gut." Stefan Effenberg über die Ohrfeige, die Lizarazu im Training Matthäus verpasste. (Auf dem Bild trainiert Effenberg mit Sammy Kuffour). © picture-alliance / dpa/dpaweb
"Ja gut, am Ergebnis wird sich nicht mehr viel ändern, es sei denn, es schießt einer ein Tor." Franz Beckenbauer. © picture alliance / dpa
"Ja gut, der Rehhagel ist ein erstklassiger Trainer - zumindest in der zweiten Liga." Franz Beckenbauer lobt Otto Rehhagel. © picture alliance / dpa
"Das beste an der ersten Halbzeit war, daß Mario Basler nicht erfroren ist." Franz Beckenbauers Halbzeitfazit eines Bayernspiels im Winter. (Basler war nicht unbedingt für seine überragende Laufbereitschaft bekannt). © picture alliance / dpa
"Ich habe viel von meinem Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben... Den Rest habe ich einfach verprasst." George Best blickt zurück. © picture-alliance/ dpa/dpaweb
"Da muss erst einmal ein Schnupf.. äh Schneepflug drüber." Christoph Daum über die Platzverhältnisse in München. © picture alliance / dpa
"Man muss nicht immer die absolute Mehrheit hinter sich haben, manchmal reichen auch 51 Prozent." Christoph Daum rechnet. © picture alliance / dpa
"Schiedsrichter kommt für mich nicht in Frage, schon eher etwas, das mit Fußball zu tun hat." Lothar Matthäus auf die Frage, was er nach seiner Profi-Laufbahn beruflich plant. © picture-alliance / dpa
"Die Holländer sind vorne vom Feinsten bestückt." Oliver Kahn zeigt sich beeindruckt von den Qualitäten der "Oranjes". © picture-alliance/ dpa
"Es ist egal, ob ein Spieler bei Bayern München spielt oder sonstwo im Ausland." Erich Ribbeck. © picture-alliance/ dpa
"Jetzt weiß man, dass Erich Ribbeck wirklich keine Ahnung hat." Mario Basler (spielte im Ausland beim FC Bayern) nach dem Ausscheiden der deutschen Mannschaft bei der EM 2000. © picture-alliance / dpa
"Andere können sich ja gerne vor dem Spiel die Eier hart kochen." Andi Möller zum Vorwurf, ein Weichei zu sein. © picture-alliance / dpa
"Die meisten Spiele, die 1:0 ausgingen, wurden gewonnen." Günter Netzer schöpft aus seinem reichen Erfahrungssch atz. © picture alliance / dpa
"So etwas gibt es im Fußball nicht." Günter Netzer bei der WM 98 auf die Frage, was passiert, wenn Südkorea gegen Holland gewinnt. © picture alliance / dpa
"Gesundheit!" Mehmet Scholl auf die Frage, was er denn zum rumänischen Mittelfeldstar Gheorge Hagi - ausgesprochen "Hatschi" - sagen werde. © picture-alliance/ dpa/dpaweb
"Fußball is' wie Schach - nur ohne Würfel." Lukas Podolski. © picture alliance / dpa
"Ein Drittel? Nee, ich will mindestens ein Viertel!" Horst Szymaniak stellt beim Gehaltspoker sein Verhandlungsgeschick unter Beweis. © picture-alliance/ dpa
"Also, ein normales Foul ist für mich nicht unfair." Uwe Seeler. © picture-alliance / dpa/dpaweb
"Es war ein wunderschöner Augenblick, als der Bundestrainer sagte: 'Komm Stefan, zieh deine Sachen aus, jetzt geht's los'." Steffen Freund. © picture alliance / dpa
"Sex vor einem Spiel? Das können meine Jungs halten, wie sie wollen. Nur in der Halbzeit, da geht nichts." Berti Vogts. © picture alliance / dpa
"Hass gehört nicht ins Stadion. Solche Gefühle soll man gemeinsam mit seiner Frau daheim im Wohnzimmer ausleben." Berti Vogts (auf dem Bild mit seiner Ex-Frau Monika). © dpa
"Ich glaube, dass der Tabellenerste jederzeit den Spitzenreiter schlagen kann." Berti Vogts und die Logik. © picture-alliance / dpa
"Ich wechsle nur aus, wenn sich einer ein Bein bricht." Werner Lorant zeigt sich als harter Knochen. © picture alliance / dpa
"Du sitzt hier locker bequem hier auf deinem Stuhl, hast drei Weizenbier getrunken und bist schön locker." Rudi Völler bepöbelt Waldemar Hartmann. © picture alliance / dpa
"In Island gibt es gar kein Weizenbier." Waldis Antwort. © picture alliance / dpa
"Ich sage nur ein Wort: 'Vielen Dank!'" Horst Hrubesch. © dpa
"Ich kann es mir als Verantwortlicher für die Mannschaft nicht erlauben, die Dinge subjektiv zu sehen. Grundsätzlich werde ich versuchen zu erkennen, ob die subjektiv geäußerten Meinungen subjektiv sind oder objektiv sind. Wenn sie subjektiv sind, dann werde ich an meinen objektiven festhalten. Wenn sie objektiv sind, werde ich überlegen und vielleicht die objektiven subjektiv geäußerten Meinungen der Spieler mit in meine objektiven einfließen lassen." Erich Ribbeck. © dpa
"Jeder, der mich kennt und der mich reden gehört hat, weiß genau, dass ich bald englisch in sechs oder auch schon in vier Wochen so gut spreche und Interviews geben kann, die jeder Deutsche versteht." Lothar Matthäus (vor seinem Engagement in New York). © picture-alliance / dpa
"Entweder ich gehe links vorbei oder ich gehe rechts vorbei." Dribbelkönig Wiggerl Kögl. © picture-alliance / dpa
"Es ist nichts scheißer als Platz zwei." Erik Meijer. © picture-alliance/ dpa/dpaweb
"Wenn's denkst, ist's eh zu spät." Gerd Müller. © picture alliance / dpa
"Wir lieben uns alle - aber nur auf dem Platz." Erik Mykland © picture-alliance / dpa
"Wir waren in der 1. Halbzeit über 90 Minuten die überlegene Mannschaft." Claus Reitmaier. © picture alliance / dpa
"Eng." Mehmet Scholl auf die Frage, wie es war, als Bundeskanzler Kohl nach dem EM-Sieg 1996 in die Kabine kam. © picture-alliance/ dpa/dpaweb
"Wenn's lafft, dann lafft's. Wenn net, dann net. Aber bei uns lafft's." Manfred Schwabl. © picture-alliance / dpa
"In den entscheidenden Momenten hat uns einfach das Pech gefehlt!" Danny Schwarz. © picture-alliance/ dpa
"Ich will an meinem rechten Fuß feilen." Michael Tarnat. © picture-alliance/ dpa
"Was soll der Scheiß, ich kann kein Englisch." Francesco Totti auf die Frage eines Journalisten, was er als echter Römer von dem Motto "Carpe diem" halte. © picture alliance / dpa
"Es ist nicht immer alles wahr, was stimmt." Stefan Wessels, der ehemalige Kölner Torhüter, befragt zu den Wechselgerüchten um Lukas Podolski. © picture-alliance/ dpa
"Die Schiedsrichter machen sich ja fast in die Hosen, wenn sie einmal gegen Bayern pfeifen müssen." Wolfgang Wolf, Nürnbergs ehemaliger Trainer nach einem durch ein Abseitstor verlorenen Spiel gegen Bayern München. © picture alliance / dpa
"Demichelis spricht sich 'De mitschelis', meine Damen und Herren, also'mit scharfem 'tsch' wie in 'Schule'." Moderator Jörg Wontorra © picture alliance / dpa
"Eine EM ist noch ausgeglichener besetzt als eine WM, weil bei einer WM auch Mannschaften vom anderen Kontingent sind." Michael Ballack. © picture alliance / dpa
"Wenn ich den Fans den Stinkefinger zeige, weiß ich, dass ich im nächsten Spiel ausgepfiffen werde. Das macht mich richtig geil auf das Spiel." Mario Basler. © picture-alliance / dpa
"Bedanken möchten wir uns auch bei den Fans, auf denen wir uns immer verlassen konnten." Andreas Brehme (zu Spielerzeiten). © picture-alliance / dpa
"Ich habe 'ne Oberschenkelzerrung im linken Fuß." Guido Buchwald. © picture-alliance / dpa/dpaweb
"Wir waren besonders motiviert. Dieser Trainer Camacho, Caramba oder wie der heißt, hat vor dem Spiel im spanischen Fernsehen gesagt, Fußball in Deutschland ist nur bumm, bumm, bumm. Nächstes Mal soll er die Fresse halten." Giovane Elber (nach dem 4:2-Sieg der Bayern bei Real Madrid). © picture-alliance / dpa
"Mir hamm a gut genugene Mannschaft." Dietmar Hamann (vor dem Spiel Deutschland-Island). © picture-alliance/ dpa/dpaweb
"Nein, da ist ja inzwischen Schnee über die Sache gewachsen." Andreas Herzog auf die Frage, ob er Olli Kahn, der ihm vor Jahren nach einem Gegentor an die Kehle sprang, noch böse sei. © picture alliance / dpa
"Ich will später noch eine Familie gründen. So bin ich auf der sicheren Seite." Marcell Jansen auf die Frage eines Kindes, warum er sich bei einem Freistoß immer die Hände vor sein bestes Stück hält. © picture alliance / dpa
"Ich weiß auch nicht, woran es liegt, dass wir immer, wenn wir führen oder zurückliegen, doch noch verlieren." Jens Jeremies. © picture-alliance / dpa/dpaweb
"Der Druck entlädt sich beim Torschuss - ein Wahnsinns-Feeling. So ähnlich wie beim Sex." Jürgen Klinsmann. © picture-alliance / dpa

Jörg Heinrich

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