Durchpusten nach dem letzten Härtetest

Zufriedener Löw schickt Spieler in den Kurzurlaub

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Joachim Löw will den Konkurrenzkampf in den letzten Tagen vor dem EM-Auftakt schüren.

Gelsenkirchen - Nach dem letzten Härtetest gegen Ungarn dürfen die 23 deutschen EM-Spieler noch einmal durchpusten. Danach wird der Bundestrainer den Konkurrenzkampf in Frankreich noch einmal richtig hochfahren. Für Kapitän Schweinsteiger was das Kurzcomeback nur ein erster Schritt.

Nach der geglückten EM-Generalprobe wollten Kapitän Bastian Schweinsteiger und seine Kollegen nur noch schnell nach Hause. Zwei Tage dürfen sich die 23 deutschen Spieler, für die in exakt einer Woche in Lille gegen die Ukraine die Titeljagd beginnt, bei ihren Liebsten erholen.

Dann wird Joachim Löw die Spannung noch einmal schüren. "Wir wissen, dass wir sicherlich an dem einen oder anderen Thema intensiv arbeiten müssen", sagte der Bundestrainer zum intensiven Vorbereitungsendspurt in Frankreich.

Draxler meldet Anspruch auf Position im linken Mittelfeld an

Das 2:0 gegen Ungarn ordnete Löw als Beruhigung, aber auch als Herausforderung ein. "Insgesamt bin ich mit der Leistung zufrieden. Das war in Ordnung. In manchen Situationen haben wir gespürt, dass die Spritzigkeit und die Dynamik gefehlt hat. Das werden wir nächste Woche aufholen", sagte Löw.

Das Erfolgserlebnis in der Arena auf Schalke gab Trainern und Spielern die Bestätigung für die wirkungsvolle Arbeit im Schweizer Trainingscamp. "Wir gehen jetzt mit einem guten Gefühl aus der Vorbereitung und brennen auf die Europameisterschaft", sagte Julian Draxler. Der Ex-Schalker unterstrich an alter Wirkungsstätte, dass er ein Topkandidat für die Besetzung der linken offensiven Seite ist.

Bilder: DFB-Team gewinnt Generalprobe gegen Ungarn

Ein Eigentor von Adam Lang (39. Minute) und ein Treffer von Torjäger Thomas Müller (64.) sorgte bei den 52 104 Zuschauer in Gelsenkirchen sowie Millionen Fans vor den TV-Geräten für EM-Stimmung. Löw will den Konkurrenzkampf aber in den letzten Tagen vor dem Turnierauftakt schüren. "Ich lasse manches noch offen. Ich will nicht auf eine Wunschelf festgenagelt werden", betonte der Bundestrainer.

Das 20-Minuten-Comeback von Bastian Schweinsteiger war für Löw "der erste Schritt" auf einem noch immer schwierigen Weg des Kapitäns. Gegen die Ungarn trauten der Bundestrainer und die medizinische Abteilung dem 31-Jährigen noch keinen 45-Minuten-Einsatz zu, über den Löw nach der Fußblessur von Sami Khedira nachgedacht hatte.

"Basti hat lange nicht gespielt. Wir wollten nicht, dass in dieser Phase irgendwas passiert", sagte Löw. Schweinsteiger kam in der 68. Minute. "Er muss im Training immer weiter arbeiten, auch am Wochenende was tun", betonte der Bundestrainer.

dpa

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