EM-Halbfinale Deutschland gegen Frankreich

tz-Kommentar: Macht’s noch einmal, Jungs!

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Das Stade Velodrom im achten Arrondissement wurde am 13. Juni 1937 eröffnet. Für die EM wurde es nach 1984 und 1998 zum dritten Mal renoviert, nun verfügt das Schmuckkästchen über eine Kapazität von 67.000 Plätzen und ein Dach.

München - In seinem Kommentar schreibt tz-Reporter Sven Westerschulze darüber, warum Frankreich gegen Weltmeister Deutschland ausscheiden kann.

Marseille gilt als die fußballverrückteste Stadt Frankreichs. Wenn man hierherkommt, weiß man auch warum. Die ganze Stadt fiebert auf das Spiel am Abend gegen die deutsche Elf hin. Die Menschen sind in Trikots der Equipe Tricolore unterwegs, die Bars und Restaurants mit Nationalflaggen geschmückt und in Erwartung eines großen Fußball-Abends. Wie im ganzen Land träumt man auch hier vom Finaleinzug des Gastgebers – doch soweit wird es nicht kommen. Im Halbfinale ist Schluss, der Weltmeister ist für die Franzosen eine Nummer zu groß. Auch der Heimvorteil hilft ihnen da wenig. Denn dass sich Thomas Müller & Co. von einer Auswärtsspiel-Atmosphäre nicht beeindrucken lassen, haben sie vor zwei Jahren schon die Brasilianer leidvoll spüren lassen. Macht’s noch einmal, Jungs!

Trotz der personellen Sorgen ist die Mannschaft von Jogi Löw besser besetzt. Trotz des Fehlens von Sami Khedira und Mats Hummels wird der Bundestrainer morgen mindestens acht Weltmeister in der Startelf bringen. Und trotz der französischen Offensivpower müssen wir uns keine Sorgen machen, weil hinten noch Jerome Boateng und Manuel Neuer stehen. 2014 hat die deutsche Mannschaft auf dem Weg zum Titel die Franzosen im Viertelfinale verdient mit 1:0 bezwungen.

Inzwischen sei der Abstand deutlich kleiner geworden, sagte Frankreichs Trainer Didier Deschamps zuletzt. Aber er ist immer noch vorhanden. Und ein weiterer Grund dafür, weshalb für die Franzosen nach dem Halbfinale Schluss ist.

EM-Halbfinale: So könnte Deutschland gegen Frankreich heute spielen

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