tz-Kolumne

Heinrich heute: Trennkost bei der EM

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Irland und Schweden (hier die Trainer Martin O'Neill aus Irland (l.) und Erik Hamren (r.) aus Schweden) trennten sich 1:1.

München - tz-Kolumnist Jörg Heinrich betrachtet in der Rubrik "Heinrich heute" die Sportwelt. Diesmal schreibt er über EM-Trennungen.

Die EM ist spannend, macht aber auch ein Stück weit traurig. Denn ständig trennt sich irgendwer von irgendwem. Die Iren und die Schweden haben sich zum Beispiel 1:1 voneinander getrennt, hat der Radio gesagt. Muss man sich denn immer gleich trennen – und das nur 90 Minuten, nachdem man sich kennengelernt hat? Die waren doch so nett zusammen, die blonden Schwedinnen und die rothaarigen Iren. Das hätte bestimmt putzige Kinder gegeben. Aber nein, man muss sich ja gleich wieder trennen. Die Menschen haben keine Geduld mehr. Russen und Engländer haben sich auch 1:1 voneinander getrennt. Gut, da kann man’s verstehen, die Beziehung lief nicht ganz so harmonisch. Trotzdem schade, dass es beim Fußball nur zwei Möglichkeiten gibt: Man trennt sich, oder einer schlägt den anderen. Kein schönes Vorbild, gerade in diesen tristen Zeiten, die wir momentan haben.

Jörg Heinrich

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