19 Länder im Rennen

Fußball EM 2020: Alle Bewerber, alle Spielorte

+
Der DFB ist als Bewerber mit der Allianz Arena als Austragungsort für die EM 2020 im Rennen. 

München bewirbt sich als Spielort für die EM 2020. Am Freitag entscheidet die UEFA, ob die Allianz Arena einer der Austragungsorte wird. Hier erfahren Sie alles zu den Bewerbern für die Europameisterschaft.

Update: Wir berichten in einem Live-Ticker über die Vergabe der Spielorte der EM 2020. Die UEFA entscheidet in Genf. ob auch die Allianz Arena in München zum Austragungsort der Europameisterschaft wird. Und: Bekommt Deutschland ein Finalpaket mit zwei Halbfinals und dem EM-Finale oder eines der Standardpakete mit je drei Vorrundenspielen und einem K.o.-Spiel (Achtelfinale oder Viertelfinale) bekommt. 

13 Bewerber dürfen EM 2020 austragen

Der Pokal der UEFA für den Sieger der EM 2020.

Am Freitag, 19. September 2014, gibt der europäische Fußballverband UEFA bekannt, welche 13 europäischen Städte die Europameisterschaft 2020 austragen werden. Die EM 2020 wird ein historisches Turnier: Nach einer Idee von UEFA-Präsident Michel Platini soll bei dieser EM zum 60. Geburtstag des Turniers erstmals der gesamte Kontinent einbezogen werden. Das soll eine einmalige Ausnahme für die EM 2020 darstellen. Trotzdem wird nicht jedes europäische Land (inklusive der Bewerber Russland und Israel) ein Spiel ausrichten dürfen. Insgesamt liegen der UEFA 19 europäische Städte als mögliche Spielorte vor. Deutschland hat mit dem Bewerber München und der Allianz Arena sehr gute Chancen, den Zuschlag als Austragungsort zu bekommen. Hier stellen wir ihnen alle Bewerber für die EM 2020 vor.

UEFA entscheidet Freitag über Bewerber für EM 2020

Das UEFA-Exekutivkomitee (17 Mitglieder inklusive DFB-Präsident Wolfgang Niersbach und UEFA-Boss Platini) trifft sich am Freitag ab 9 Uhr im Espace Hippomène im schweizerischen Genf. Beratung und Abstimmung sollen vier Stunden dauern. Die UEFA vergibt an 13 Bewerber zwölf Standardpakete mit je drei Gruppenspielen und einem K.o.-Spiel (Achtel- oder Viertelfinalspiele). Hinzu kommt ein Paket mit den Halbfinalspielen und dem Finale. Welche Bewerber den Zuschlag für die Spielorte der EM 2020 bekommen haben, soll ab 13 Uhr bekanntgegeben werden.

So viel steht bereits fest: Die 19 Bewerber für die EM 2020 werden in sechs bis acht geografische Zonen eingeteilt, die jeweils mindestens zwei Spielorte bekommen sollen.

EM 2020: Alle Bewerber für die Spielorte

Der UEFA liegt für die EM 2020 eine bunte Mischung mit Stadien aus "großen" und "kleinen" Fußballnationen vor. So schickt Bewerber Mazedonien die Philip-II-Arena in Skopje mit 36.400 Plätzen als Austragungsort ins Rennen. Nicht unbedingt ein Stadion, das Fußballfans im Zusammenhang mit internationalen Wettbewerben ein Begriff ist. Anders hingegen die Allianz Arena in München mit 67.501 Plätzen sowie das Londoner Wembley Stadion mit 90.000 Plätzen. Diese Stadien waren 2012 und 2013 bereits Spielorte des Champions-League-Finales. Interessant: Bewerber Spanien schickt nicht die Stadien der Fußball-Giganten Real Madrid und FC Barcelona ins Rennen sondern das Estadio de San Mamés in Bilbao. Und: In den möglichen Spielorten Baku (Aserbaidschan), Brüssel (Belgien), Bukarest (Rumänien) und Budapest (Ungarn) sollen neue Stadien im Falle eines Zuschlags für die EM 2020 gebaut werden.

Land Stadt/Spielort Stadion Plätze
Aserbaidschan Baku Baku Olympiastadion (Neubau) 68.000
Belgien Brüssel Neues Nationalstadion (Neubau) 60.000
Bulgarien Sofia Wassil-Lewski-Nationalstadion 46.340
Dänemark Kopenhagen Telia Parken 38.076
Deutschland München Allianz Arena 67.812
England London Wembley Stadion 90.000
Irland Dublin Aviva Stadion 51.700
Israel Jerusalem Teddy-Kollek-Stadion 50.000
Italien Rom Olympiastadion 72.698
Mazedonien Skopje Philip-II-Arena 36.400
Niederlande Amsterdam Amsterdam Arena 52.960
Rumänien Bukarest Neues Nationalstadion (Neubau) 65.000
Russland Sankt Petersburg Gazprom-Arena 69.501
Schottland Glasgow Hampden Park 52.500
Schweden Stockholm Friends Arena 50.000
Spanien Bilbao Estadio de San Mamés 50.000
Ungarn Budapest Neues Nationalstadion (Neubau) 65.000
Wales Cardiff Millennium Stadium 74.500
Weißrussland Minsk Traktar-Stadion (noch zu renovieren) 30.000

Deutschland und England Bewerber für Finale der EM 2020

Deutschland und England haben sich als einzige Nationen für das Finalpaket mit beiden Halbfinals und dem Endspiel der EM 2020 beworben. Deutschland ist zusätzlich auch als Bewerber für eines der Standardpakete mit drei Gruppenspielen plus einem K.o.-Spiel im Rennen.

Aber: Vieles spricht dafür, dass Bewerber Deutschland auf das Finalpaket für die EM 2020 verzichtet. Denn: Der DFB will vorrangig die vier Jahre später stattfindende Europameisterschaft nach Deutschland holen. Und dafür den Engländern den Vortritt bei den Finals der EM 2020 lassen. Zumal es als nahezu ausgeschlossen gilt, dass ein Land, das die begehrten Finalspiele der EM 2020 austragen darf, von der UEFA auch noch den Zuschlag für das Turnier vier Jahre später bekommt.

So veröffentlichte die DFB-Homepage am Dienstag ein Interview mit DFB-Präsident Niersbach, in dem dieser einen Verzicht auf das Finalpaket andeutet: "Zum englischen Fußball-Verband FA pflegen wir seit vielen Jahren hervorragende Beziehungen - und natürlich wäre auch Wembley ein erstklassiges Stadion für die Finalserie 2020." Im Sinne der "Einvernehmlichkeit" mit dem englischen Fußballverband ist es für Niersbach auch denkbar "eine Kampfabstimmung über die Finalserie zwischen London und München im Exekutivkomitee zu vermeiden." Entschlossenheit hört sich anders an. Auch wenn Niersbach betont, dass es für den DFB am Freitag vorrangig um die EM 2020 gehe und nicht um das darauffolgende Turnier. Aber was soll er auch sonst sagen?

DFB: Bewerber München hat beste Chancen für EM 2020

Grundsätzlich geht Niersbach davon aus, dass der der DFB mit der Allianz Arena ein aussichtsreicher Bewerber als Spielort der EM 2020 ist: "Ich bin sehr zuversichtlich, dass Deutschland aufgrund der exzellenten Bedingungen und der wirklich erstklassigen Bewerbung, die der DFB gemeinsam mit dem FC Bayern und der Stadt München sowie auch mit der politischen Unterstützung aus Berlin eingereicht hat, letztlich zu den 13 Austragungsländern gehören wird."

So konnte die Allianz Arena bereits als Austragungsort für das Champions-League-Finale 2012 sowie als Spielort bei sechs Begegnungen der WM 2006 punkten. Unter anderem fanden in der Allianz Arena das Eröffnungsspiel, ein Achtelfinale und ein Halbfinale statt. Für München spricht auch: Neben der modernen Allianz Arena verfügt die Stadt über genügend Unterkünfte, ausreichend Gastronomie sowie beste Verkehrsanbindungen inklusive Autobahnen und internationalem Flughafen.

Spielorte der EM 2020: Bekanntgabe im TV

Bekommt Bewerber München den Zuschlag als Austragungsort für die EM 2020? Werden vielleicht sogar die Finalspiele in der Allianz Arena ausgetragen? Die Bekanntgabe der Entscheidung der UEFA ist am Freitag, 19. September, um 13 Uhr geplant. Die Pressekonferenz aus Genf können Sie auch im TV verfolgen.

Im Mittagsmagazin des ZDF, das am Freitag von ARD und ZDF übertragen wird, ist eine Bekanntgabe der UEFA-Entscheidung geplant - der Sportblock, der im Mittagsmagazin um 13.45 Uhr vorgesehen ist, soll die Spielorte der EM 2020 thematisieren (falls die Ergebnisse bis dann vorliegen).

Live überträgt bislang nur der Pay-TV-Kanal Sky Sport News HD die Bekanntgabe der Austragungsorte der EM 2020 am Freitag ab 13 Uhr. Sky-Reporter Uli Köhler wird in Genf live vor Ort berichten und die Ergebnisse mit Interviewpartnern besprechen.

fro

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Barça rettet einen Punkt bei Atlético - Zittersieg von Real
Barça rettet einen Punkt bei Atlético - Zittersieg von Real
Heynckes mit Traum-Comeback - Gemeinsames Zeichen in Berlin
Heynckes mit Traum-Comeback - Gemeinsames Zeichen in Berlin
Hansa-Fans bewerfen Jena-Anhänger mit dicken Fischen
Hansa-Fans bewerfen Jena-Anhänger mit dicken Fischen
„Hertha fordert Trump heraus“: Weltweites Echo auf Kniefall-Protest
„Hertha fordert Trump heraus“: Weltweites Echo auf Kniefall-Protest

Kommentare