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„Hat sich verzockt“: Lothar Matthäus kritisiert Jogi Löw 

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Schicksalstage: Jogi Löw

Nach dem Aus bei der WM 2018 hat Jogi Löw eine Entscheidung getroffen: Er bleibt Bundestrainer. Das hat nun auch der DFB bestätigt.

  • Erstmals in der WM-Historie scheidet Deutschland nach dem 0:2 gegen Südkorea in der Vorrunde aus
  • Jogi Löw hat eine Entscheidung getroffen: Er bleibt Bundestrainer.
  • Der Vertrag des Bundestrainers läuft noch bis 2022. Der DFB will mit dem Schwaben in die kommenden vier Jahre gehen.
  • Alle Infos rund um die WM 2018 finden Sie im News-Ticker.

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8.11 Uhr: Lothar Matthäus wirft Joachim Löw Fehler vor, ist jedoch mit dessen Weiterbeschäftigung als Bundestrainer einverstanden. "Es ist trotzdem richtig, dass er weitermacht. Löw ist jemand, der sich selbst hinterfragt. Warum sollte er keine zweite Chance bekommen", sagte der 57-Jährige im kicker-Gespräch.

Im Detail aber seien falsche Entscheidungen getroffen worden. Matthäus: "Einen wie Leroy Sane haben wir im ganzen Turnier vermisst. Löw weiß besser als jeder andere, dass es ein Fehler war, ihn nicht mitzunehmen." Der Weltmeister von 1990 kreidet Löw auch an, dass zu viele erfahrene Spieler im Team standen. "Die Mischung hat nicht gepasst", sagte Matthäus.

Kritisch sieht er auch die WM-Sturmbesetzung in der Nationalmannschaft: "Uns fehlte eine echte, gute Sturmspitze. Vielleicht hätte ein Sandro Wagner helfen können. Da hat sich Löw verzockt."

Joachim Löw bleibt Bundestrainer: Das geschah am Mittwoch

11.37 Uhr: Für Trainer Christian Streich vom Fußball-Bundesligisten SC Freiburg hat Bundestrainer Joachim Löw nach wie vor besondere Qualitäten. "Er ist ein außergewöhnlich guter Trainer, der sein Handwerk versteht, sonst wäre er 2014 nicht Weltmeister geworden", sagte Streich im Interview mit dem Magazin stern.

Am Dienstag hatte Löw bekannt gegeben, dass er trotz des frühen Ausscheidens bei der WM in Russland im Amt bleiben werde. Die Gründe für das Vorrundenaus sieht Streich nicht beim Trainer: "Die Spieler hatten nicht diese Energie drin", sagte der Coach.

Als konkretes Beispiel nannte Streich den Mittelfeldstrategen Toni Kroos: "Der lebt nur für den Fußball. Er gibt alles. Seit Jahren gewinnt er die Champions League, ist bei all den vielen Turnieren und Spielen dabei." Nach der Partie gegen Südkorea habe Kroos auf Streich "ausgepowert gewirkt".

Das frühe Ausscheiden der DFB-Elf empfindet der Fußballlehrer nicht als tragisch: "Es gibt kein Naturrecht, dass Deutschland immer ins Endspiel kommt." Stattdessen könne aus dem schwachen Abschneiden "eine neue Energie wachsen".

10.18 Uhr: Franz Beckenbauer hat sich positiv zur weiteren Zusammenarbeit zwischen Bundestrainer Joachim Löw und dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) geäußert. "Es ist eine vernünftige Entscheidung", zitierte die Bild-Zeitung den ehemaligen Teamchef, der mit der DFB-Elf 1990 in Italien den dritten WM-Titel errungen hatte.

6.45 Uhr: Joachim Löw bleibt Bundestrainer der Nationalmannschaft - das gab der 58-Jährige am Dienstag bekannt. Doch was waren die Gründe dafür, dass sich Löw gegen einen Rücktritt und für eine Zukunft im DFB-Team entschied? Die Bild will die Gründe dafür kennen. Als Ersten nennt das Boulevardblatt den unrühmlichen Abgang, den Löw hingelegt hätte, hätte er nach der WM-Blamage nun die Reißleine gezogen. So kann er nun Wiedergutmachung leisten und noch die EM 2020 und die WM 2022 mitnehmen - dann vielleicht sogar mit einem weiteren Titel.

Der zweite Grund soll gewesen sein, dass die Pleite bei der WM der erste wirklich große Rückschlag für Löw in zwölf Jahren Bundestrainer-Karriere gewesen sei. In den großen Turnieren, bei denen das DFB-Team unter Joachim Löw antrat, erreichte die Mannschaft immer mindestens das Halbfinale - mit der Krönung des Weltmeistertitels 2014. Eine ansehnliche Quote.

Als dritten Grund zählt die Bild die Treue des Bundestrainers zum DFB auf. So ließe man den DFB nicht hängen - erst recht nicht, nachdem DFB-Präsident Reinhard Grindel Joachim Löw zu einer Vertragsverlängerung bis zum Jahr 2022 überreden konnte. Dazu käme, dass sich der Deutsche Fußball-Bund auch nach der Blamage kompromisslos hinter Löw stellte. 

Jogi Löw bleibt Bundestrainer - das geschah am Dienstag

17.28 Uhr: Teammanager Oliver Bierhoff hat offen gelassen, was sich beim Neustart unter Bundestrainer Joachim Löw bei der Nationalmannschaft ändern wird. „Es ist die Notwendigkeit, sich darüber Gedanken zu machen, aber noch keine Notwendigkeit, irgendwas zu verkünden oder anzukündigen. Das muss gut durchgedacht und vorbereitet sein“, sagte Bierhoff in Frankfurt.

Man müsse „Gespräche führen mit Spielern, mit Mitarbeitern und entsprechend zum richtigen Zeitpunkt, der vor den Spielen im September ist, das Ganze kommunzieren“, sagte Bierhoff. Am 6. September trifft die DFB-Elf in München auf Frankreich.

Er habe schnell bei sich und Löw „die Energie gespürt, dass wir das so nicht beenden können, dass wir noch einiges zu sagen haben, dass wir bereit sind, den neuen Weg zu gehen“, sagte Bierhoff. Die „Ursachenforschung“ für den WM-K.o. laufe längst.

Jogi Löw bleibt: DFB-Erklärung im Wortlaut

14.05 Uhr: Joachim Löw bleibt trotz des Vorrunden-Scheiterns bei der Weltmeisterschaft in Russland Trainer der deutschen Nationalmannschaft. Das bestätigte der Deutsche Fußball-Bund am Dienstag.

"Ich bin sehr dankbar für das Vertrauen, das der DFB weiterhin geschlossen in mich setzt, und ich spüre trotz der berechtigten Kritik an unserem Ausscheiden auch generell viel Rückhalt und Zuspruch", sagte Löw: "Auch meine Enttäuschung ist nach wie vor riesig. Aber ich möchte nun auch mit ganzem Einsatz den Neuaufbau gestalten."

Die Erklärung des DFB im Wortlaut:

„In einem persönlichen Gespräch hat Joachim Löw der Spitze des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) bestätigt, dass er seine Tätigkeit als Bundestrainer fortsetzen und den Neuaufbau der Mannschaft mit Blick auf die kommenden Aufgaben auch in Zukunft gestalten möchte.

In der Verbandszentrale in Frankfurt am Main hatte die WM-Delegation mit DFB-Präsident Reinhard Grindel, DFL-Präsident Dr. Reinhard Rauball, dem 1. Vizepräsidenten Dr. Rainer Koch, Generalsekretär Dr. Friedrich Curtius, Vizepräsident Peter Peters sowie Oliver Bierhoff als zuständigem Direktor Nationalmannschaften zuvor einen offenen Austausch über die WM in Russland und das Aus in der Vorrunde geführt.

In dem Gespräch hatte die Delegation noch einmal unterstrichen, dass Joachim Löw die Unterstützung des gesamten Präsidiums genieße und ihm vertraut werde, die richtigen Schlüsse aus dem sportlichen Abschneiden bei der WM zu ziehen. Löw hatte seinerseits deutlich gemacht, dass er bei aller Enttäuschung über das sportliche Resultat ungebrochene Motivation und Energie verspüre, die Mannschaft auf die anstehenden Herausforderungen vorzubereiten.

Gemeinsam kam man überein, dass eine überstürzte und oberflächliche Bewertung wenig Sinn mache. In den kommenden Wochen werden das Trainerteam um Löw sowie Bierhoff eine tiefgehende Analyse vornehmen und die daraus gewonnenen Erkenntnisse und Konsequenzen noch vor dem nächsten Länderspiel dem Präsidium vorstellen (...).“

Video: Nach WM-Debakel: Jogi Löw bleibt Trainer

13.07 Uhr: Hans-Joachim Watzke hat den voraussichtlichen Verbleib von Joachim Löw im Amt des Bundestrainers als „wenig überraschend“ bezeichnet. „Jeder, der die Szene seit vielen Jahren kennt, konnte daran riechen, dass es genau so kommen wird. Das war für mich keine Sensation“, sagte der Geschäftsführer des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund am Dienstag. „Ich hatte den Eindruck, dass es gar keine Entscheidung innerhalb des DFB gab, sondern dass man darauf gesetzt hat, dass sich Löw dann so entscheidet. Das sportlich zu bewerten, ist nicht unsere Aufgabe.“

12.30 Uhr: Die DFB-Spitze berät nach dpa-Informationen in diesen Stunden über eine gemeinsame Zukunft mit Bundestrainer Joachim Löw. Der 58-Jährige habe sich nach dem historischen Vorrunden-Aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Russland zum Weitermachen entschlossen, berichteten „Sport Bild“ und „Bild“ am Dienstag. Diesen Entschluss soll Löw der Verbandsführung um Präsident Reinhard Grindel bereits am Montagabend übermittelt haben, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr.

Der Präsidialausschuss des DFB um Präsident Reinhard Grindel, Vizepräsident Rainer Koch und Generalsekretär Friedrich Curtius soll bei einer kurzfristig anberaumten Sitzung mit Teammanager Oliver Bierhoff und Löw über die Zukunft des Nationalteams konferieren. Danach wird eine offizielle Stellungnahme des Verbandes erwartet.

Entscheidung über Löw-Rücktritt ist gefallen

10.56 Uhr: Laut Informationen von SPORT BILD und BILD ist nun die Entscheidung von Joachim Löw gefallen: Der Bundestrainer macht angeblich weiter!

Der Grund laut Bild: „Bereits bei seiner Vertragsverlängerung bis 2022 Mitte Mai hatte Löw dem DFB-Präsidium versichert, dass er in jedem Fall weitermache, unabhängig vom Turnier-Ausgang. An dieses Wort fühlt sich Löw gebunden, zumal DFB-Präsident Reinhard Grindel ihm bereits in der Nacht nach der Niederlage gegen Südkorea auf dem Rückflug nach Moskau sein Vertrauen ausgesprochen hatte. Auch diese Geste beeinflusste Löw positiv bei seiner Entscheidung.“

Mittlerweile sei der Bundestrainer wieder voller Tatendrang. Sein nächstes Ziel sei der EM-Titel 2020.

10.45 Uhr: Bundestrainer Joachim Löw und Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff erfahren massive Kritik aus den eigenen Reihen. Aus "Spielerkreisen" sowie von zwei "erfahrenen Kennern der sportlichen und organisatorischen Verhältnisse" beim DFB-Team werden in der FAZ Stimmen laut, die das Bild des langjährigen Führungsduos erschüttern.

6.29 Uhr: Weniger Rckendeckung erhält Löw von Augsburgs Manager Stafan Reuter. Zur Zukunft des DFB-Chefcoaches sagte der: „Ob er weitermacht oder nicht, das muss Joachim Löw selber wissen.“

Viel Rückendeckung von den Trainerkollegen. Die neuesten Infos vom 2. Juli 2018

15.05 Uhr: Laut Sportwettenanbieter bwin bleibt Joachim Löw der DFB-Elf erhalten. Mit Quote 1,70 geht bwin davon aus, dass der Weltmeister-Coach von 2014 seine Karriere in Diensten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) fortsetzen und beim nächsten Länderspiel am 6. September gegen Frankreich wieder auf der Trainerbank Platz nehmen wird.

Im Fall eines Löw-Rücktritts hat Ex-Nationalspieler Stefan Kuntz die besten Karten auf den Posten des obersten deutschen Fußball-Übungsleiters. Übernimmt Kuntz, zahlt bwin das 4,00-Fache des Einsatzes zurück. Hoch gehandelt werden mit Quote 6,00 auch Leipzig-Manager Ralf Rangnick und der frühere BVB-Trainer Matthias Sammer. Sichert sich der DFB weiterhin die Qualitäten von Horst Hrubesch, der im Nachwuchsbereich große Erfolge gefeiert hat, zahlt bwin das 10,00-Fache zurück.

Ein "Rücktritt vom Rücktritt" von Ex-Bayern-Coach Jupp Heynckes ist mit Quote 11,00 überraschend hoch notiert. Übernimmt Jürgen Klopp, gibt es das 15,00-Fache des Einsatzes. Ebenfalls mit Quote 15,00 traut bwin Ex-Arsenal-Coach Arsene Wenger gute Chancen zu. Zinedine Zidane, der unlängst bei Real Madrid kündigte, ist mit Quote 51,00 notiert. Eher unwahrscheinlich ist dagegen die Verpflichtung von Franz Beckenbauer (Quote 251,00), der mit der Elf 1990 Weltmeister wurde. Eine Verpflichtung aus dem Nachbarland Österreich ist ebenfalls unwahrscheinlich: Hans Krankl und Herbert Prohaska sind jeweils mit Quote 501,00 notiert.

14.56 Uhr: Trainer Christian Streich vom Fußball-Bundesligisten SC Freiburg wünscht sich, dass sein badischer Landsmann Joachim Löw trotz des blamablen WM-Vorrundenaus der deutschen Mannschaft Bundestrainer bleibt. „Ich gehe fest davon aus, dass kein Nachfolger gebraucht wird, weil Jogi weitermacht. Das hoffe ich sehr, weil es eine Erfolgsgeschichte ist, auch wenn es jetzt mal nicht so war“, sagte Streich beim Freiburger Trainingsauftakt am Montag.

Dass ihn Ex-Nationalspieler und TV-Experte Dietmar Hamann als potenziellen Nachfolger für Löw ins Gespräch brachte, kommentierte der 53-Jährige mit einem Schmunzeln. „Er hat gesagt, dass wir auch was können und dass er uns schätzt für unsere Arbeit“, erklärte Streich. „Da freue ich mich sehr drüber, jeder kriegt gerne Lob.“

Das frühe Aus des Titelverteidigers bei der Weltmeisterschaft in Russland hält der SC-Coach für „keine grundlegende Zäsur“ und sieht darin auch keinen Anlass für grundsätzliche Diskussionen über die Nachwuchsarbeit. Die Situation sei nicht vergleichbar mit der Phase Anfang der 2000er Jahre, „als es noch keine Nachwuchsleistungszentren gab“, meinte Streich. „Wir sind fußballerisch gut aufgestellt.“

14.35 Uhr: Hoffenheims Chefcoach Julian Nagelsmann hat sich vehement gegen einen Rücktritt von Bundestrainer Joachim Löw ausgesprochen. „Ich weiß nicht, warum es eine so große Diskussion darum gibt“, sagte der 30-Jährige am Montag nach dem ersten öffentlichen Training des Bundesligisten 1899 Hoffenheim.

„Jogi Löw ist nicht allein in Russland ausgeschieden, sondern es passierte im Team - und alle Spieler werden jetzt auch nicht aufhören.“ Löw habe so viel für den deutschen Fußball getan. „Da muss man ihm auch mal zugestehen, dass das, was er anpackt, nicht immer Gold ist und auch mal in die Hosen gehen kann - wie die WM“, sagte Nagelsmann. „Warum soll der Bundestrainer nach der ersten negativen Situation sofort das Handtuch werfen? Er hat so viele gute Sachen gemacht.“

13.30 Uhr: Bei seinem Antritt hat sich auch der neue Bayern-Trainer Niko Kovac über die Zukunft von Joachim Löw geäußert - und er hat eine klare Meinung zum Bundestrainer.

Wer könnte Joachim Löw beerben? Experten machen Vorschläge

23.22 Uhr: Hier finden Sie den Vorschlag von Didi Hamann noch einmal in einem separaten Artikel. Außerdem stellt sich auch die Frage, welche Nationalspieler zurücktreten könnten. Über Boateng, Özil und Gündogan wurde bereits schon spekuliert. Alles zu möglichen Rücktritten der DFB-Elf, lesen Sie in unserem News-Ticker nach

17.12 Uhr: Achtung, jetzt wird es ganz wild: Die Namen Lothar Matthäus und Jupp Heynckes sind als Nachfolger von Jogi Löw gefallen. Und Lothar hat sich dazu sogar geäußert. Hier lesen Sie mehr dazu.

17.06 Uhr: Vor der Woche der Wahrheit nahm sich Joachim Löw eine "Auszeit". In einem gleichnamigen Cafe in Freiburg besprach der Bundestrainer nach der WM-Blamage mit Freunden am Wochenende wohl auch seine Zukunft.

15.37 Uhr: Es wurden schon zahlreiche Namen als mögliche Nachfolger von Joachim Löw genannt. Der Vorschlag von Didi Hamann ist allerdings exklusiv. „Mir fällt da nur der Freiburger Christian Streich ein. Ich weiß aus der Liga von dessen großartigem Training und seinen taktischen Fähigkeiten“, sagte der Ex-Nationalspieler im kicker-Interview. Der 44-Jährige wirbt für eine Veränderung auf dem Trainerposten: „Für Jogi Löw wird es - vom Gefühl her - schwierig weiterzumachen.“

13.32 Uhr: Rainer Koch hat betont: "Wir haben mit ihm (Joachim Löw, Anm. d. Red.) besprochen, dass die Entscheidung zügig fallen muss. Er sieht das genau so." Das dürfte dafür sprechen, dass Joachim Löw tatsächlich Mitte der Woche seine Entscheidung verkündet.

13.02 Uhr: Sie ist eine der essentiellen Fragen nach dem WM-Aus der Deutschen: Bleibt Joachim Löw im Amt oder entscheidet er sich für den Rücktritt? Offenbar muss sich Fußball-Deutschland mit der Bekanntgabe seiner Entscheidung noch ein paar Tage gedulden - denn wie die Bild wissen will, soll die Entscheidung erst „in der Wochenmitte“ fallen. Dabei bezieht sich das Boulevardblatt auf Quellen aus Löws Umfeld. 

11.20 Uhr: Und auch Thomas Schaaf stärkt Joachim Löw den Rücken. Allerdings müsse Löw für sich erst selbst einige Sachen klären. „Er hat fantastische Arbeit geleistet, die gar nicht genug Wertschätzung bekommen kann. Die Frage ist, ob er für sich an einem Punkt ist, an dem er etwas Neues machen möchte“, sagte Schaaf dem Weser Kurier (Sonntag) in einem Interview.

8.50 Uhr: Jerome Boateng steht hinter seinem Bundestrainer und hofft, dass Jogi Löw Coach des DFB-Teams bleibt: "Auf jeden Fall. Wir Spieler waren und sind in der Pflicht. Wir standen auf dem Spielfeld. Der Trainer hat uns klare Worte und Anweisungen mitgegeben, die wir nicht umgesetzt bekommen haben."

Tritt Bundestrainer Joachim Löw zurück? Die Meldungen vom 30. Juni 2018

20.02 Uhr: Im Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) herrscht die einhellige Meinung, mit Bundestrainer Joachim Löw trotz des WM-Debakels weiterzumachen. „Im gesamten Präsidium hat Einigkeit darüber bestanden, dass sich an der Situation nichts geändert hat im Vergleich zum Zeitpunkt der Vertragsverlängerung“, sagte der 1. Vize-Präsident Rainer Koch Sport1.

Löw hatte allerdings erklärt, dass er sich erst nach einer Bedenkzeit zu seiner Zukunft äußern werde. Am Wochenende hatte es offenbar eine Telekonferenz der Präsidiumsmitglieder im DFB gegeben, dabei wurde die weitere Vorgehensweise abgestimmt. „Es gab keine anderen Meinungen“, ergänzte Koch, „in jedem Fall, egal ob Weltmeister oder bei einem Aus in der Vorrunde, ist der bisherige Trainer Joachim Löw für einen Umbruch der Richtige.“

13.57 Uhr: Knapp die Hälfte der Deutschen hat sich trotz des Ausscheidens der Fußball-Nationalmannschaft bei der WM in Russland gegen einen Rücktritt von Bundestrainer Joachim Löw ausgeprochen. Wie eine repräsentative Umfrage der Forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen im Auftrag des RTL/n-tv-Trendbarometers zeigt, sind 48 Prozent der Bürger der Meinung, dass 58-Jährige weiterhin als Trainer für das DFB-Team arbeiten sollte. 

Außerdem stellt sich auch die Frage: Plant Gündogan auch seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft?

37 Prozent sprechen sich hingegen für das Ende der zwölf Jahre andauernden Ära unter Löw aus. 15 Prozent trauen sich in dieser Frage keine Einschätzung zu. Die Auswertung der Antworten aller "Fußball-Interessierten" offenbart allerdings ein anderes Bild: Hier befürworten 49 Prozent einen Rücktritt des Bundestrainers, der die Nationalmannschaft 2014 zum WM-Titel führte. 45 Prozent sind dagegen.

13.18 Uhr: Ex-Nationalspieler Christoph Metzelder sieht trotz des peinlichen Vorrunden-Aus bei der WM in Russland keine Alternative zu Bundestrainer Joachim Löw. "Trainer entlassen ist ja immer relativ einfach. Dann kommt der nächste Schritt. Wer wäre ein potenzieller Nachfolger? Da bin ich relativ blank, so wie wahrscheinlich alle anderen auch", sagte Metzelder im Gespräch mit Sky Sport News HD.

Metzelder sieht den Deutschen Fußball-Bund (DFB) in einer ähnlichen Situation wie Bayern München und Borussia Dortmund. "Das Problem hatten die Bayern schon, das Problem hatte Borussia Dortmund. Wo sind die deutschsprachigen Trainer mit Format?", sagte der 37-Jährige.

Löw besitzt noch einen Vertrag bis 2022. DFB-Präsident Reinhard Grindel erwartet in der kommenden Woche eine Entscheidung des Bundestrainers. Der DFB steht offenbar weiter hinter Löw.

10.27 Uhr: Für Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus ist die Motivation von Joachim Löw der ausschlaggebende Punkt bei der Frage, ob der Bundestrainer nach dem peinlichen Vorrunden-Aus bei der WM in Russland noch weitermacht. "Hat er die Kraft, Lust und Motivation dieses Schiff, was voll gegen die Wand gekracht ist, wieder in die richtige Richtung zu lenken?", sagte Matthäus im Sky-Interview.

Der Rückendeckung durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) kann sich Löw sicher sein. "Der DFB wird zu ihm stehen", sagte Matthäus: "Aber ob er das überhaupt noch will, die Mannschaft mit diesem Druck durch die EM-Quali zu führen, das ist die große Frage."

Löw besitzt beim DFB einen Vertrag bis 2022. Nach der Rückkehr aus Russland hat er sich nach Freiburg zurückgezogen, um über seine Zukunft nachzudenken. DFB-Präsident Reinhard Grindel erwartet in der kommenden Woche eine Entscheidung.

Kommt der Löw-Rücktritt? - Die Entwicklungen vom Freitag

20.13 Uhr: Die Entscheidung über die Zukunft von Joachim Löw soll in der kommenden Woche fallen. Die Bild berichtet aber schon jetzt davon, dass der DFB mit dem 58-Jährigen weitermachen wolle. Das hätte das Präsidium in einer Telefon-Konferenz bekräftigt. Nach Informationen der Boulevardzeitung spreche zudem viel dafür, dass sich auch Löw zum Weitermachen entschließe. Ein Verbleib des Coaches sei aktuell die wahrscheinlichste Variante.

17.15 Uhr: Mit Sami Khedira hat einer der schwer enttäuschenden Weltmeister dem Bundestrainer den Rücken gestärkt. „Er sollte bleiben, er hat jahrelang tolle Arbeit geleistet, junge Spieler ans Team herangeführt. Ich würde mir wünschen, dass Jogi weitermacht“, sagte der Profi von Juventus Turin im Interview mit der Bild. Auch Rudi Völler, einer der Vorgänger, ist nach wie vor von Joachim Löw überzeugt. Dieser habe „die Qualität und die Ausstrahlung, mit einem notwendigen Umbruch etwas Neues aufzubauen, auch wenn der Gegenwind jetzt etwas größer geworden ist".

11.25 Uhr: Wie geht es weiter bei Jogi Löw? Die Bild hat nun berichtet, wie sein Wochenende der Entscheidung ablaufen soll. Nach Freiburg möchte sich der Noch-Nationalcoach zurückziehen. Dort besitzt Löw eine Wohnung. In seiner Heimat im Schwarzwald will der 58-Jährige darüber sinnieren, ob er sein Engagement als DFB-Coach weiterführt.

Nach dem Wochenende möchte der DFB offenbar Klarheit haben. Noch-Ehefrau Daniela soll dem Bundestrainer in diesen schwierigen Stunden beistehen. auch zu Berater Harun Arslan in Hannover dürfte es immer wieder telefonischen Kontakt geben.

10.27 Uhr: Klaus Sammer, Vater des früheren Fußball-Europameisters Matthias Sammer, glaubt nicht, dass sein Sohn als möglicher Nachfolger von Joachim Löw für das Amt des Bundestrainers zur Verfügung stehen würde. "Ich glaube nicht, dass er es machen würde", sagte Sammer senior der Sächsischen Zeitung.

Sammer senior, zu DDR-Zeiten erfolgreicher Spieler von Dynamo Dresden, geht davon aus, dass Löw die richtigen Schlüsse ziehen wird. "Es ist denkbar, dass er zurücktritt, aber ich würde das nicht fordern. Wer so erfolgreich ist wie er, hat seine Arbeit gut gemacht", sagte Sammer.

Trainer-Kollege spricht sich gegen Rücktritt von Joachim Löw aus

10.23 Uhr: Bayern Münchens neuer Coach Niko Kovac hat sich für eine Verbleib von Joachim Löw als Bundestrainer ausgesprochen. „Für mich ist Joachim Löw der Richtige, um den Umbruch zu gestalten, der nun ganz natürlich kommt“, schrieb Kovac in einer Kolumne der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ am Freitag. Nach dem historischen Vorrunden-Aus bei der Fußball-WM in Russland ist offen, ob Löw trotz eines Vertrages bis 2022 im Amt bleibt. Kovac meinte, dass „nicht alles auf den Kopf gestellt werden muss. Der gleitende Übergang hat ja schon begonnen, siehe Confed Cup im vergangenen Jahr.“ Das Turnier hatte ein junges deutsches Team ohne etliche Weltmeister gewonnen.

„Ein Argument für mich, an Löw festzuhalten, ist auch sein Umgang mit dem Scheitern“, schrieb Kovac weiter. „Wie er sich in den Interviews nach dem Abpfiff verhalten hat - selbstkritisch, sachlich und souverän - war eines Weltmeisters würdig.“ Der 46-Jährige erinnerte zudem an die Verdienste des seit 2006 amtierenden Bundestrainers. „Löw entwickelte die Mannschaft ständig weiter, personell und taktisch. Es ist der Lauf der Welt, dass auf ein Hoch ein Tief kommen muss, noch nicht einmal die deutsche Nationalmannschaft bildet darin eine Ausnahme, obwohl man langsam daran zu glauben begann.“

Der ehemalige kroatische Nationalspieler und WM-Coach von 2014 hatte nicht mit dem deutschen Scheitern gerechnet. „Das hätte ich mir nicht träumen lassen. Ich bin total überrascht, traurig und auch ein bisschen ratlos, was da am Mittwoch in Kasan und auch schon in den beiden Spielen zuvor geschehen ist“, schrieb er. Die DFB-Auswahl war nach einem 0:2 gegen Südkorea als Gruppenletzter ausgeschieden.

10.16 Uhr: Es ist nicht das erste Mal, dass Fußball-Deutschland über einen Rücktritt von Jogi Löw diskutiert. Schon bei der EM 2012 war das ein Thema. Zur Erinnerung: Damals flog Deutschland blamabel im Achtelfinale gegen Italien raus. Es war jenes bittere Spiel in Warschau, in dem Mario Balotelli zwei Mal zum 1:2 traf. Löw wurden Fehler in der Aufstellung angekreidet. Der Bundestrainer gab damals seinen Fehler zu: „"Es wurde ja schon viel über die Aufstellung gesprochen. Diese Verantwortung übernehme ich natürlich auch." Letztlich entschied sich Löw nach einigen Tagen Bedenkzeit für das Weitermachen. Was nach der WM 2018 für einen Verbleib von Jogi Löw spricht: Der Mangel an möglichen Alternativen für das Amt des Bundestrainers. 

7.59 Uhr: Joachim Löw hat noch einen weiteren Unterstützer gefunden. Auch Sami Khedira findet, dass der Bundestrainer nicht hinschmeißen sollte. "Er sollte bleiben, er hat jahrelang tolle Arbeit geleistet. Ich würde mir wünschen, dass Jogi weitermacht", sagte der 31-Jährige im Interview mit der Bild.

Rücktritt von Jogi Löw nach Aus bei der WM 2018? Das geschah am Donnerstag

15.51 Uhr: Nach der Landung des DFB-Trosses in Frankfurt haben sich Löw, Bierhoff, Neuer und Grindel geäußert. Der Bundestrainer betonte erneut seine Verantwortung für das Aus, vom Keeper wird er in Schutz genommen. Laut DFB-Boss Grindel soll eine ausführliche sportliche Analyse in der kommenden Woche folgen. In diesem Artikel haben wir die wichtigsten Aussagen aus Frankfurt zusammengefasst.

14.57 Uhr: Sportvorstand Christian Heidel von Schalke 04 favorisiert nach dem WM-Debakel der deutschen Nationalmannschaft einen Neubeginn mit Bundestrainer Joachim Löw. „Ich glaube, dass Löw bei der Neuorientierung der Richtige ist“, sagte Heidel am Donnerstag am Rande der Vorstellung von Peter Knäbel als neuem Leiter der Knappenschmiede.

Der ehemalige Mainzer Manager vermutet, dass eine Ursache für das Vorrunden-Aus beim laufenden Weltturnier „die WM 2014“ sein könnte. Damals sei eine junge Mannschaft Weltmeister geworden. „Bei der Kaderzusammenstellung hatte Löw keine andere Wahl. Man hätte sich den Aufschrei der Kritiker ausmalen können, wenn er einige der 2014er-Weltmeister zuhause gelassen hätte“, sagte Heidel. In Russland waren neun Weltmeister von 2014 dabei. Heidel: „Ich wünsche mir, dass nicht wieder alles infrage gestellt wird und hoffe, dass es nicht zu einer Selbstzerfleischung kommt.“

Das denken die Deutschen über einen Löw-Rücktritt

13.59 Uhr: Eine Mehrheit der Deutschen hat sich am Tag nach dem blamablen Ausscheiden der DFB-Auswahl bei der WM in Russland für einen Rücktritt von Bundestrainer Joachim Löw ausgesprochen. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, die t-online.de in Auftrag gegeben hat.

Demnach antworteten 55,1 Prozent der Teilnehmer auf die Frage, ob Löw zurücktreten solle, mit "Ja, auf jeden Fall" oder "Eher ja". 32,9 Prozent antworteten mit "Eher nein" oder "Nein, auf keinen Fall". Zwölf Prozent gaben an, in dieser Frage unentschieden zu sein. Frauen und Männer waren durchaus unterschiedlicher Auffassung. Während 60,7 Prozent der Männer einen Rücktritt befürworteten, waren es nur 49,4 Prozent der Frauen.

Rücktritt von Jogi Löw? Kandidaten für das Amt des Bundestrainers

13.35 Uhr: Wer könnte Nachfolger von Joachim Löw werden, sollte der aktuelle Bundestrainer und der DFB getrennte Wege gehen? Wir haben uns Gedanken gemacht und die vielen Kandidaten aufgelistet

12.59 Uhr: In der Süddeutsche Zeitung wird selbstverständlich auch über die Zukunft des Bundestrainers spekuliert. „Im September spielt die Nationalelf in München gegen Frankreich. Weltmeister ist sie dann nicht mehr, und dass Jogi Löw dann noch ihr Trainer ist, das wird auch Bierhoff kaum für möglich halten“, so auf sueddeutsche.de. Es ist von Spiel eins nach der Blamage die Rede. Denn die Deutschen spielen am 6. September in der Allianz Arena gegen Frankreich.

Dabei bezieht sich die Zeitung auf das Zitat, dass Oliver Bierhoff nach Spielende gab: „Ich gehe davon aus, dass Jogi im September die Sachen richtig angehen wird“. 

12.21 Uhr: Philipp Lahm erwartet nach dem WM-Desaster der deutschen Nationalmannschaft keine umfassenden Konsequenzen. Er gehe davon aus, dass Bundestrainer Joachim Löw "bleibt. Also er hat ja immer gesagt, er hat das große Ziel Europameister noch zu werden. Deswegen glaube ich schon, dass er weitermacht", sagte Lahm bei Antenne Bayern. Löw werde sich aber "Gedanken machen, über das, was jetzt die letzten Wochen so passiert ist. Er wird sich die Frage stellen: Bin ich noch der Richtige? Kann ich das Team so motivieren?"

Mario Basler gegen Rücktritt von Jogi Löw

11.56 Uhr: Nun hat sich auch Mario Basler über einen möglichen Rücktritt von Joachim Löw als Bundestrainer geäußert - und der Europameister von 1996 hat dabei eine ganz klare Meinung. „Der Jogi Löw muss Trainer bleiben“, schreibt Basler auf Twitter und unterstreicht, dass es für ihn dabei überhaupt keine Diskussion gebe. Allerdings sieht er auch Schwachstellen im Team. „Er muss ein paar Spieler wie Özil und Khedira aussortieren. Stattdessen solle Löw auf „frische Jungs“ setzen:

11.43 Uhr: Sollte Joachim Löw nun doch seinen Rücktritt verkünden, wer sollte Ihrer Meinung nach dann sein Nachfolger werden? Nutzen Sie einfach die Kommentarfunktion unterhalb des Facebook-Postings:

11.15 Uhr: Alle Infos rund um die Ankunft des DFB-Teams am Flughafen Frankfurt lesen Sie außerdem auf extratipp.com. Bei tz.de* erfahren Sie, wie Sie die Ankunft der Nationalmannschaft in Frankfurt live im TV und Live-Stream sehen können.

10.49 Uhr: Bernd Schuster glaubt nicht daran, dass Jogi Löw vom Amt des Bundestrainers zurücktreten wird. „Joachim Löw wird weitermachen, und es wird nichts weiter passieren, als dass es im September einen Neuanfang gibt. Er hat genügend Kredit“, sagte der Europameister in einem Interview des Radiosenders Onda Cero

10.02 Uhr: Am heutigen Donnerstag wird es wohl keinen Rücktritt von Bundestrainer Jogi Löw geben. DFB-Präsident Reinhard Grindel hat gegenüber Sport Bild erklärt: „Ich habe gestern Abend mit Jogi Löw gesprochen. Wir sind so verblieben, dass wir in den nächsten Tagen besprechen, wie es weitergeht.“ 

8.22 Uhr: Guido Buchwald sieht trotz des Scheiterns der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in der WM-Vorrunde keinen Grund für einen Wechsel des Bundestrainers. Joachim Löw habe „in zwölf Jahren einen hervorragenden Job gemacht. Bei aller Enttäuschung muss man jetzt in Ruhe analysieren, dann sollte es mit ihm weitergehen“, sagte der 57-Jährige dem „Kicker“ (Donnerstag). Als Grund für das erstmalige Ausscheiden einer DFB-Auswahl in der WM-Gruppenphase nannte Buchwald mangelnden Teamgeist und mentale Schwächen.

WM 2018: DFB-Team entschuldigt sich via Twitter bei Fans

8 Uhr: Die DFB-Verantwortlichen wollen sich nach dem WM-Aus zunächst nicht äußern, doch auf Twitter hat „Die Mannschaft“ mittlerweile Stellung bezogen - und sich bei den Fans entschuldigt. „Wir sind genauso enttäuscht wie ihr“, ist in den Postings zu lesen. „Es tut uns leid, dass wir nicht wie Weltmeister gespielt haben. Daher sind wir auch verdient ausgeschieden, so bitter es ist.“ Die vollständigen Postings, in denen allerdings kein Wort über einen möglichen Rücktritt von Joachim Löw steht, finden Sie hier unten:

6.20 Uhr: Nach dem Vorrunden-Aus wollen sich die Verantwortlichen des DFB und der Nationalmannschaft erst wieder nach der Rückkehr nach Deutschland zur Situation äußern. Nach der für 14.20 Uhr (MESZ) geplanten Ankunft der Sondermaschine auf dem Frankfurter Flughafen bestehe für Medienvertreter die Möglichkeit, im Ankunftsbereich (TOR 13) Reaktionen zu erhalten, hieß es. Wer dann sprechen und ob auch ein möglicher Löw-Rücktritt Thema sein wird, teilte der Verband nicht mit.

Eine Abschluss-Pressekonferenz im WM-Quartier in Watutinki am Donnerstagmorgen gibt es nicht mehr. Das Team von Bundestrainer Joachim Löw soll nach dem Vorrunden-Aus um 12.00 Uhr Ortszeit (11.00 Uhr MESZ) vom Moskauer Flughafen Wnukowo mit Flug LH 343 abheben.

+++ Willkommen in unserem News-Ticker! Das DFB-Team scheidet historisch aus. Die Mega-Blamage des Weltmeisters ist perfekt! 

WM 2018: Folgt jetzt der Rücktritt von Joachim Löw?

Wie geht es jetzt mit Joachim Löw weiter? Eigentlich läuft der Vertrag des Bundestrainers noch bis 2022, allerdings ist sein Job nach dem Vorrunden-Aus vermutlich in Gefahr. 

Bilder der historischen Blamage: Desaströse Noten für DFB-Spieler

Fußball-WM 2018, Südkorea gegen Deutschland, Bilder und Noten
Deutschland verliert gegen Südkorea und scheidet bei der Fußball-WM aus - die Bilder und Noten zur Blamage. © dpa / Christian Charisius
Fußball-WM 2018, Südkorea gegen Deutschland, Bilder und Noten
Deutschland verliert gegen Südkorea und scheidet bei der Fußball-WM aus - die Bilder und Noten zur Blamage. © dpa / Ina Fassbender
Fußball-WM 2018, Südkorea gegen Deutschland, Bilder und Noten
Deutschland verliert gegen Südkorea und scheidet bei der Fußball-WM aus - die Bilder und Noten zur Blamage. © AFP / LUIS ACOSTA
Fußball-WM 2018, Südkorea gegen Deutschland, Bilder und Noten
Deutschland verliert gegen Südkorea und scheidet bei der Fußball-WM aus - die Bilder und Noten zur Blamage. © AFP / L UIS ACOSTA
Fußball-WM 2018, Südkorea gegen Deutschland, Bilder und Noten
Deutschland verliert gegen Südkorea und scheidet bei der Fußball-WM aus - die Bilder und Noten zur Blamage. © AFP / LUIS ACOSTA
Fußball-WM 2018, Südkorea gegen Deutschland, Bilder und Noten
Deutschland verliert gegen Südkorea und scheidet bei der Fußball-WM aus - die Bilder und Noten zur Blamage. © AFP / Roman Kruchinin
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Deutschland verliert gegen Südkorea und scheidet bei der Fußball-WM aus - die Bilder und Noten zur Blamage. © AFP / Benjamin Cremel
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Deutschland verliert gegen Südkorea und scheidet bei der Fußball-WM aus - die Bilder und Noten zur Blamage. © AFP / Jewel Samad
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Deutschland verliert gegen Südkorea und scheidet bei der Fußball-WM aus - die Bilder und Noten zur Blamage. © dpa / Li Ga
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Fußball-WM 2018, Südkorea gegen Deutschland, Bilder und Noten
Manuel Neuer: Da musste selbst Neuer erst ordentlich durch schnaufen: Nach knapp 20 Minuten wäre ihm fast ein 30-Meter-Freistoß durchgerutscht. Ansonsten hatte der Keeper, außer wenn Südkorea konterte, relativ wenig zu tun – außer wenn er als Libero glänzen musste. Am Ende stürmte der Kapitän sogar mit, so fiel das zweite Gegentor. Note: 4 © dpa / CHRISTIAN CHARISIUS
Fußball-WM 2018, Südkorea gegen Deutschland, Bilder und Noten
Jonas Hector: Da schau her! Der künftige Zweitliga-Kicker hat das Zaubern für sich entdeckt. Der Kölner drehte zwar am gegnerischen und auch am eigenen Strafraum die eine oder andere Pirouette. Trotzdem konnte er auf links nicht den nötigen Druck nach vorne ausüben. Note: 5 © dpa / Jan Woitas
Julian Brandt
ab 78. Julian Brandt: o.B. © dpa / CHRISTIAN CHARISIUS
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Mats Hummels: Seiner Ausnahme-Antizipation hatten es die Deutschen zu verdanken, dass sie vor allem in der zweiten Hälfte nicht früher in Rückstand gerieten. Egal ob mit einer Bewegung gegen den Ball oder per Grätsche – Hummels hielt den Laden hinten lange dicht. Vergab kurz vor Schluss eine dicke Kopfball-Chance. Note: 4 © dpa / CHRISTIAN CHARISIUS
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Niklas Süle: Die kleinen Südkoreaner waren für den 1,95-Meter-Mann meistens ein gefundenes Fressen. Bei hohen Bällen gab es kaum Durchkommen gegen den Innenverteidiger. In der zweiten Hälfte schlichen sich aber auch bei ihm ein paar Unsicherheiten ein. Dafür waren seine Pässe in der Spieleröffnung gut. Kassierte vor dem entscheidenden 0:1 einen unglücklichen Tunnel von Mitspieler Kroos. Note: 5 © dpa / Marius Becker
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Joshua Kimmich: Das Bayern-Juwel kam nie wirklich in WM-Form! Gegen die Südkoreaner landete Kimmich bei den meisten Zweikämpfen auf dem Hosenboden und bekam nicht immer ein Foul gepfiffen. Die Zeiten seiner Präzisions-Flanken waren in Russland ebenfalls vorbei. Mit Glück schafften es seine Hereingaben über den ersten Mann – abgesehen von einem Chip-Ball kurz nach Wiederanpfiff auf Kumpel Goretzka. Gestern sprangen ihm viele Bälle bei der Annahme zu weit vom Fuß weg. Note: 5 © dpa / CHRISTIAN CHARISIUS
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Sami Khedira: Den ersten unnötigen Ballverlust hatte ausgerechnet Khedira, der nach seiner Bank-Degradierung gegen die Schweden wieder von Beginn an am Feld stand. Bemühte sich, das Einfache auf dem Spielfeld zu machen. Das klappte so gut wie gar nicht. Note: 6 © dpa / Marius Becker
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ab 58. Mario Gomez: Fand nicht in die Partie und strahlte keine Gefahr aus. Note: 5 © dpa / Armando Babani
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Toni Kroos: Der Begriff Ballmagnet wurde für Toni Kroos erfunden. Sein Spiel gegen Südkorea erweckte zumindest den Eindruck. Trotzdem konnte er der DFB-Truppe im Spiel nach vorne nicht die gewünschte Offensiv-Note verleihen, was aber ein Problem der gesamten Mannschaft war. Suchte den Torabschluss häufig mit Gewalt und aus zu großer Entfernung. Legte Südkorea mit einem bitteren Fehlpass das 1:0 auf. Note: 5 © dpa / CHRISTIAN CHARISIUS
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Leon Goretzka: Bald-Bayer statt Parade-Bayer! Goretzka wurde von Jogi für Thomas Müller in die Startelf rotiert. Es dauerte lange, bis der 23-Jährige ins Spiel fand – trotz allem Druckausüben auf den Gegner und der Kopfball-Gefahr bei Eckstößen war das viel zu wenig. In der zweiten Hälfte tauchte der 23-Jährige bis auf eine gute Kopfballchance völlig ab. Note: 6 © dpa / Jan Woitas
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ab 63. Thomas Müller: Hatte sichtlich Probleme mit seiner Joker-Rolle. Sorgte nicht für Gefahr. Note: 5 © dpa / Federico Gambarini
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Mesut Özil: Sein Auftritt gestern war kein Vergleich zum Spiel gegen Mexiko – zumindest im ersten Durchgang. In den ersten Minuten störte er einmal im entscheidenden Moment im eigenen Strafraum und verhinderte somit einen Horror-Start. In den zweiten 45 Minuten verfiel er dann in alte Mexiko-Muster. Von Aufbäumen und Kreativität keine Spur! Note: 6 © dpa / CHRISTIAN CHARISIUS
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Marco Reus: Gegen Schweden noch der Offensiv-Beleber, blieb der Dortmunder gestern blass. Traf zu häufig die falschen Entscheidungen und konnte somit keine Angriffspower entwickeln. Note: 5 © dpa / CHRISTIAN CHARISIUS
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Timo Werner: Es dauerte 39 (!) Minuten, bis der Angreifer seinen ersten Torabschluss verzeichnen konnte. In der zweiten Hälfte hatte er nach einer sehenswerten Kombination die größte Möglichkeit zum Führungstor – und vergab. Da hilft es auch keinem, dass er erneut viel auf dem Feld unterwegs war und arbeitete. Note: 5 © dpa / CHRISTIAN CHARISIUS

Zum WM-Auftakt hatte das DFB-Team mit 0:1 gegen Mexiko verloren, im zweiten Gruppenspiel gelang ein Last-Minute-Sieg gegen Schweden. 

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Im abschließenden Gruppenspiel gab es ein peinliches 0:2 gegen Südkorea. Wie geht es nun mit Löw weiter? Ein Rücktritt ist durchaus möglich. Vor dem Turnier hatte der DFB den Vertrag mit Bundestrainer Löw verlängert. 

„Jogi hat vor kurzem einen Vertrag unterschrieben. Er wird sich schon seine Gedanken gemacht haben, bevor er das getan hat. Jetzt ist auch nicht die Zeit, einzelne Schicksale zu sprechen. Ich gehe aber fest davon aus, dass er weiter macht“, sagte DFB-Manager Oliver Bierhoff kurz nach dem WM-Debakel in Kasan.  

„Es herrscht natürlich eine riesige Enttäuschung, es herrscht Totenstille. Glückwunsch an die anderen Teams, die uns besiegt haben. Wir sind zurecht und verdient bei dieser WM ausgeschieden“, sagte Jogi Löw im ZDF nach dem Spiel: „Ich trage dafür die Verantwortung. Ich muss jetzt erstmal eine Nacht darüber schlafen und einen klaren Gedanken fassen. Morgen werden wir Gespräche führen und dann sehen wir mal weiter.“

Nach DFB-Aus bei der WM 2018: Rücktritt? Das sagt Löw

„Ich habe das Gefühl gehabt, dass bei uns vielleicht so etwas wie Selbstherrlichkeit herrschte vor dem Mexiko-Spiel“, so Löw weiter: „Wir waren teilweise gezwungen, so viele Spieler bei der WM einzusetzen. Ich muss aber auch die Verantwortung dafür auf mich nehmen. Wir alle haben verloren. Das ist nicht nur ein Spiel, sondern vieles, das wir in den letzten Jahren aufgebaut haben. Wir können uns dafür nur entschuldigen. Ich bin der erste, der sich hinterfragen muss.“

Ein schwer geknickter Bundestrainer wirkte tief enttäuscht: „Es ist zu früh für mich, die Frage nach der Zukunft zu beantworten. Bei mir ist die Enttäuschung tief in mir drin. Das hätte ich mir nicht vorstellen können, dass wir auch gegen Südkorea verlieren. Ich muss das alles verarbeiten.“

Nach DFB-Aus bei der WM 2018: Löw-Rücktritt? DFB-Präsident Grindel äußert sich

DFB-Präsident Reinhard Grindel zeigte sich ebenfalls enttäuscht, stellte sich aber demonstrativ hinter den Bundestrainer: „Wir in der Delegation, im Präsidium spüren eine grenzenlose Enttäuschung. Es ist nicht die Aufgabe des Präsidenten, das Spiel zu analysieren. Ich kann sagen, wir haben vor diesem Turnier sehr genau gewusst, dass es nach dem Turnier einen Umbruch geben wird. Wir haben uns die Frage gestellt, wer kann diesen Umbruch gestalten. Da war für uns vor allem der Confed Cup entscheidend. Deswegen haben wir gesagt, wir trauen es Joachim Löw zu. Die Überlegungen, die uns dazu gebracht haben, diesen Vertrag zu verlängern, bestehen immer noch.“

Auf der offiziellen FIFA-Pressekonferenz sagte Löw ähnliches: „Ich bin geschockt, dass wir es nicht geschafft haben Südkorea zu schlagen. Hatte das Gefühl, die Mannschaft will unbedingt. Wir müssen mal in Ruhe darüber reden, wie es weitergeht."

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fs/mes/dpa/sid

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