Fußball-Fans aus dem Häuschen

Jawoll! So feierte München den Sieg über Portugal

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Die Sonne geht unter, die Stimmung steigt: So sah’s gestern auf der Tribüne des Olympiastadions aus.

München - München tanzt die Fußball-Samba! Die deutsche Elf hat mit der Jagd auf den WM-Pokal begonnen – zum Start gab’s ein 4:0 über Ronaldos Portugiesen.

Jaaaaaaa! Was für ein Abend! Die deutsche Elf hat mit der Jagd auf den WM-Pokal begonnen – zum Start gab’s ein 4:0 über Ronaldos Portugiesen! Zehntausende Münchner feierten beim Public Viewing im Olympiastadion (unten) und in den Biergärten. Die Partymeile Leopold war von der Münchner Freiheit bis zur Franz-Joseph-Straße bis Mitternacht fürs Samba-Tanzen gesperrt. Da der Anpfiff schon um 18 Uhr war und viele grad erst aus der Arbeit kamen, hatten sie keine Zeit, lange vor den großen Leinwänden nach Plätzen zu suchen. Also fieberten sie in der Arbeit mit, feierten im kleinen Club um die Ecke – oder gleich mit dem Fernseher vor der Tür in der Abendsonne.

So wurde im Olympiastadion gejubelt

München tanzt die Fußball-Samba! Beim Public Viewing im Olympiastadion haben sich die Fans gestern Abend in WM-Form gefeiert. 10.500 schauten den WM-Auftakt gegen Portugal auf der Tribüne und in der Arena. Sie feierten, sie schwenkten Fahnen – und sie schrien so laut, als sollte es auch das deutsche Team in Brasilien hören …

Die Münchner Fans hatten sich schon gut vorbereitet. Zum Trikot trugen sie Schals, Cowboyhüte, Blumenketten und sogar Haarreifen mit Hasenohren – alles in Schwarz-Rot-Gold, versteht sich. Wer noch nicht das richtige Outfit hatte, wurde am Deutschland-Standl neben der U-Bahn fündig. Den Weg zum Stadion legten die meisten Public-Viewing-Besucher noch still zurück. Auf dem Rückweg schallten dann Trompeten und Fangesänge durch den Olympiapark. So klingt ein 4:0!

Mit Bier und Bratwurst hatten sich die Fans schon vor dem Spiel in Stadionstimmung gebracht. Viel Zeit, um sich warmzujubeln, blieb dann allerdings nicht. Schon in der elften Minute wurden sie gefordert: Elfmeter für Deutschland! Die meisten hatten es sich da grad erst auf den Rängen gemütlich gemacht – aber jetzt war Aufstehen angesagt. Das ganze Olympiastadion starrte auf die Leinwand und ballte die Fäuste. Thomas Müller, 1:0, und München tanzt zum ersten Mal. Nach dem 2:0 von Mats Hummels stimmte die Tribüne dann ein Schalalalalalala an. Zur Königsdisziplin, der Laola, reichte es beim ersten Gruppenspiel noch nicht. Aber was nicht ist, kann ja noch werden – vielleicht schon am Samstag gegen Ghana …? Platz für ein paar mehr Fans im Stadion wär jedenfalls noch.

Gestern ging in München die weltmeisterliche Party auch nach dem Abpfiff weiter. „Jetzt geht’s erst mal auf die Leopoldstraße. Morgen kann ich zum Glück später in die Arbeit kommen“, sagt Michael Törber und schließt sich mit Kumpel Carlo Krampe dem Fan-Umzug in die Innenstadt an … Beate Winterer

Nina Bautz

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