Gastgeber der Weltmeister

Münchner Unternehmer Hirmer bauten das Campo Bahia

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Christian Hirmer und seine Frau Christiane haben das Campo errichtet und waren Gastgeber der Weltmeister.

München - Das Campo Bahia, in dem die deutschen Nationalspieler während der WM zuhause waren, wurde von Münchnern erschaffen: Christian und Christiane Hirmer. Hier sprechen sie über die unfassbare Erfolgsgeschichte:

Christian und Christiane Hirmer im Stadion.

Campo Bahia! In dem extra für das Nationalteam geschaffenen Erholungs-Resort an der brasilianischen Atlantikküste haben die deutschen Fußballer Kraft getankt – und jenen Teamgeist entwickelt, der sie in Rio zum Weltmeister gemacht hat. Unsere Helden sind wieder zuhause. In den Betten schlafen, in denen die deutschen Helden die Füße hochgelegt haben? Ab sofort ist das möglich. Das Campo hat jetzt für Urlauber geöffnet. Erschaffen und eingerichtet wurde die Anlage übrigens von zwei Münchnern: Christian und Christiane Hirmer. Donnerstag sind sie nach zwei Monaten in Brasilien in die Heimat zurückgekehrt. Hirmer nahm sich gleich für die tz Zeit, um über diese unfassbare Erfolgsgeschichte zu reden. „Es war einfach unglaublich, wie im Traum“, sagt der 44-Jährige, dessen Namen die Münchner in erster Linie mit dem bekannten Modehaus in der Fußgängerzone in Verbindung bringen. Der Familienbetrieb ist aber auch auf dem Immobiliensektor erfolgreich unterwegs, wie das Campo Bahia beweist.

14 Villen in nur sechs Monaten erbaut

„Vor einem Jahr kam es zum Kontakt mit DFB-Teammanager Oliver Bierhoff“, schildert er und fasst vereinfacht zusammen: „Die hatten kein passendes Quartier – und wir das richtige Grundstück!“ Dann ging es los. In der Rekordzeit von nur sechs Monaten sind auf 15 000 Quadratmetern 14 geräumige Luxusvillen mit je vier bis sechs Schlafzimmern entstanden. Die Übernachtung pro Haus kostet je nach Saison und Größe zwischen 600 bis 2500 Euro. Insgesamt können 65 Personen beherbergt werden.

Trotz aller Bedenken ist das 15-Millionen-Euro-Projekt rechtzeitig fertig geworden. „Da sind wir schon stolz drauf – und dass wir durch unser Engagement einen kleinen Anteil leisten konnten am Titel“, freuen sich die Hirmers. In der Tat wurde das DFB-Konzept mit den Wohngemeinschaften zum Erfolgsmodell. „Da haben Spieler aus rivalisierenden Vereinen zusammengelebt und sind zum verschworenen Haufen geworden.“ Und im Restaurant- und Wellnessbereich gab es die perfekte Versorgung. In diesem Rahmen entwickelte sich der schon jetzt legendäre „Geist von Campo Bahia“. Den hat auch Hirmer verspürt. Er beschreibt ihn so: „Er ist wie der amerikanische Traum: Dass man aus dem Nichts alles schaffen kann!“ Das gelte für die Anlage in so kurzer Zeit und natürlich für die Leistung der Mannschaft. „Die hat trotz aller Rückschläge an ihr großes Ziel geglaubt.“ Dies haben sie in Rio erreicht. Bei der Siegesfeier waren die Hirmers dabei und zuvor bei allen deutschen Spielen. Das gehört sich für echte „Herbergseltern“ auch so.

Der WM-Traumfänger

„Catch your dream“ – Fang’ Deinen Traum! Unter diesem Leitmotiv steht das Campo Bahia. Christiane Hirmer, die bei der Gestaltung der Villen federführend war, ließ deshalb die Traumfänger in jedem Zimmer anbringen. Die Original-Glücksbringer aus dem DFB-Camp, handgefertigt von den einheimischen Pataxó-Indianern mit Schwarz-Rot-Gold-Federschmuck, sind jetzt online über www.campobahia.com bestellbar. Damit unterstützt Campo Bahia die Pataxó, denen ein Teil des Erlöses zugute kommt.

Stefan Dorner

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