„Wird vom FC Bayern nicht akzeptiert“

Özils „Erdogate“ und die Folgen: Rummenigge legt im Vertragszoff gegen DFB nach

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Karl-Heinz Rummenigge will das Verhalten des DFB nicht akzeptieren.

Nach der WM und dem Ärger um das historische Ausscheiden droht dem DFB nun auch noch Zoff mit dem FC Bayern. Verstieß er als Auswirkung von Mesut Özils „Erdogate“ gegen eine Abmachung? Nun ledert Rummenigge gegen den Verband.

Update vom 14. Juli 2018

Der Streit zwischen dem FC Bayern und dem DFB geht weiter. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, hat der Verband Motive explizit freigegeben, über die sich der FC Bayern zuletzt beschwerte. „Alle unsere Werbemaßnahmen wurden im Vorfeld mit dem DFB abgestimmt und wurden erst nach Freigabe verwendet“, wird eine Sprecherin von Mercedes zitiert.

Der FC Bayern ist darüber überhaupt nicht glücklich. „Der DFB mutiert immer mehr zu einer Vermarktungsmaschine, und das wird vom FC Bayern nicht akzeptiert“, sagte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge der SZ

Übrigens äußerte sich Özil nach dem WM-Finale via Twitter.

Ursprungsartikel: Vertragszoff nach Özils „Erdogate“ - FCB schickt DFB Beschwerdebrief

München / Frankfurt am Main - Schwache Leistungen, die Erdogan-Affäre, blamables Krisenmanagement und am Ende das historische WM-Aus in der Vorrunde - das Thema Fußball-WM lief für Deutschland vollkommen schief. Am 24. August, also am Tag des Bundesliga-Starts (der FC Bayern eröffnet die Saison gegen Hoffenheim), sollen sich Bundestrainer Joachim Löw (58) und Teammanager Oliver Bierhoff (50) beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) erklären und ihre Fehleranalyse präsentieren. Doch angeblich droht noch weiterer Ärger - von Seiten des FC Bayern.

Wie die Sport Bild berichtet, soll der Rekordmeister in Person von Dr. Michael Gerlinger (Direktion Recht beim FC Bayern) die Deutsche Fußball-Liga (DFL) beauftragt haben, einen Beschwerdebrief an den DFB weiterzuleiten, in dem auch eine Aufforderung einer Stellungnahme enthalten sein soll. Der Grund: Der Verband soll gegen eine Vereinbarung mit dem Rekordmeister verstoßen haben.

Werbekampagne vor der WM sorgt für Zündstoff zwischen FC Bayern und DFB

Auslöser ist die Werbekampagne des DFB mit Automobil-Partner Mercedes-Benz im Rahmen der WM (“Best NeVer Rest“). Da der FC Bayern mit Audi einen anderen Auto-Partner hat, soll es eine Vereinbarung geben, wonach immer nur ein Bayern-Spieler in einer Werbung für Mercedes auftauchen darf. In besagter Kampagne aber waren mit Joshua Kimmich und Jerome Boateng zwei Münchner Akteure auf einem Plakat zu sehen.

Besonders pikant: Der Fehler soll in der Folge der Affäre um das Foto von Mesut Özil (FC Arsenal) mit Türkei-Präsident Recep Tayyip Erdoğan entstanden sein. Özil ist seit Juni 2016 das DFB-Werbegesicht von Mercedes-Benz, doch nach der Veröffentlichung des besagten Fotos überarbeitete der Konzern die Kampagne. Özil wurde offenbar in den Hintergrund verschoben, wodurch Boateng und Kimmich neben Toni Kroos (Real Madrid) in den Vordergrund rückten. Dieses neue Foto schmeckt den Bayern überhaupt nicht, Oliver Bierhoff wird das erklären müssen.

Oliver Bierhoff wird den Werbe-Fauxpas erklären müssen.

Mit Ablauf des Jahres 2018 endet übrigens das Vertragsverhältnis zwischen Mercedes-Benz und dem DFB, ab 2019 wird Volkswagen der neue Partner des Verbandes. Das wird die Absprache zwischen DFB und FC Bayern wohl erleichtern, denn der Volkswagen AG gehören 99,55 Prozent der Audi AG, der wiederum 8,33 Prozent an der FC Bayern AG gehören.

Video: Cacau rät Özil nach "Eigentor" zu Äußerung

Video: DFB mit Ulitamtum an Mesut Özil

fw

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