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Vor dem Finale

Schwalbenkönige, Tribünenkasper & Co: Das ist unsere WM-Bilanz

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Bilder der WM: Der Freistoßhammer von Toni Kroos ...

Die WM neigt sich ihrem Ende und Höhepunkt zu. Vor dem Finale am Sonntag ziehen wir nach fast vier Wochen Spektakel, Sicherheitsfußball, Spielkunst, Show und Scheitern Bilanz.

WM-Neulinge: Island und Panama bereicherten trotz des Vorrunden-Ausscheidens das Turnier. Die Nordlichter mit ihrem tausendfachen „Huh!“, die Mittelamerikaner mit ihren gerührten Fans und weinenden TV-Reportern, als erstmals bei einer WM ihre Nationalhymne erklang.

Spielstätten: Abgesehen von der Nachhaltigkeit und den Kosten – Russland bot zwölf topmoderne, helle Stadien mit prächtiger Architektur und makellosem Rasen. Die Vorrundenspiele waren zu 97 Prozent ausverkauft. Als die Teams mit den meisten Fans ausschieden, kühlte die Stimmung ab.

Lesen Sie hier die Infos zum Endspiel: Frankreich gegen Kroatien im Live-Ticker

Spannung pur: Bisher 19 Tore in der Nachspielzeit, dazu viermal Verlängerung mit Elfmeterschießen.

Platzverweise: Gelb-Rot sahen bisher nur Deutschlands Jérôme Boateng und Russlands Igor Smolnikow, Rot der Schweizer Michael Lang und Kolumbiens Carlos Sánchez.

Hingucker: Frankreichs sprintstarker Kylian Mbappé, Englands Knipser Harry Kane, Belgiens bulliger Mittelstürmer Romelu Lukaku und Kroatiens Mittelfeld-Duo Modric/Rakitic - da staunten Fans und Experten!

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Fairplay: Portugal-Superstar Cristiano Ronaldo half dem verletzten uruguayischen Stürmer Edinson Cavani im Achtelfinale vom Platz. Eigentlich eine große Geste, aber die Grenze zur Inszenierung verschwimmt bei CR7 oft.

Gastgeber ganz groß: Der 70. der Weltrangliste überraschte alle. Mit unbändigem Willen und den Fans im Rücken kam das Team von Nationaltrainer Stanislaw Tschertschessow bis ins Viertelfinale. Die Sbornaja schickte sogar Ex-Weltmeister Spanien nach Hause.

Funktionierender Videobeweis: Was wurde im Vorfeld über die Premiere des Video-Assistenten geunkt. Doch die Technik hat sich bewährt und häufig für mehr Gerechtigkeit gesorgt. Getrübt wird das Bild noch durch unterschiedliche Regelauslegungen.

Rassismus: Vor allem Spieler aus Einwandererfamilien sehen sich, wenn es mal nicht so läuft, mit Hass und Ablehnung konfrontiert. Auch in die Debatte um Mesut Özil mischen sich Rechtspopulisten ein. Das schwedische Team stellt sich hinter seinen im Internet angefeindeten Spieler Jimmy Durmaz und gibt eine gemeinsame Botschaft: „Fuck Racism“.

Unsäglicher Unsinn: Serbiens Trainer Mladen Krstajic sorgte mit seiner Kritik am deutschen Referee Felix Brych, dem er nach dem Schweiz-Spiel (1:2) den Prozess vor dem UN-Kriegsverbrechertribunal machen wollte, für große Empörung. Die Strafe der FIFA in Höhe von 5000 Schweizer Franken (4340 Euro) fiel überaus milde aus.

... und Schwalben-Neymar

Schwalbenkönig: Neymar hat Spuren hinterlassen: statistisch mit zwei Toren und zwei Vorlagen, ansonsten als Schauspieler und Dauer-Lamentierer mit alberner Spaghetti-Frisur.

Sehen Sie hier: So feiern die Kroaten den Einzug ins WM-Finale

Deutsches Debakel: Für den Weltmeister war in der Vorrunde Schluss – eine historische WM-Pleite. Bundestrainer Joachim Löw darf bleiben, der DFB hatte keinen Plan B.

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Tribünenkasper: Argentinien-Legende Diego Maradona gab ein trauriges Bild ab. Als der 57-Jährige dann auch noch obszöne Gesten zeigte, schwenkten die Fernsehkameras weg.

Üble Auswüchse: Kolumbiens Carlos Sanchéz erhielt nach seiner Roten Karte gegen Japan Morddrohungen. Die Polizei in seinem Heimatland ermittelt, zumal Sanchéz im Zusammenhang mit Andrés Escobar geschmäht wurde. Der Nationalspieler hatte 1994 im WM-Spiel gegen die USA ins eigene Netz getroffen und wurde wenig später in der Heimat erschossen.

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