Deutscher Schiri darf nicht mehr pfeifen

WM 2018 im Ticker: Aus für Brych "kommt einer Demütigung gleich"

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Hatte beim Spiel Serbien gegen Schweiz alle Hände voll zu tun: Schiedsrichter Felix Brych.

Das Achtelfinale der WM 2018 ist Geschichte. Nun wird die ganz heiße Phase des Turniers in Russland eingeläutet. Mittwoch und Donnerstag standen aber erstmal Ruhetage an. Der Live-Ticker.

  • Dieser Ticker ist nun zu Ende. Alle weiteren Informationen finden Sie in unserem WM-Ticker vom Donnerstag.
  • Nach den vier Achtelfinal-Spieltagen findet die nächsten Ruhetage dieser WM statt. Am Mittwoch und Donnerstag werden keine Partien ausgetragen.
  • Die Frage nach dem Bundestrainer ist seit Dienstag endgültig beantwortet. Joachim Löw macht auch nach dem Vorrunden-Aus in Russland weiter. Wir halten Sie in unserem Löw-Ticker über alle Reaktionen und weitere Entwicklungen auf dem Laufenden.
  • Bislang ist noch keiner der deutschen WM-Fahrer aus der DFB-Auswahl zurückgetreten. Das muss aber nicht so bleiben. Sollte(n) ein oder mehrere Spieler die Konsequenzen ziehen, erfahren Sie es in dieser Übersicht.
  • Claudia Neumann hat sich unterdessen im Interview zu den Anfeindungen gegen ihre Person geäußert. 

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11.30 Uhr: Der Moskauer Zoo hat aus Freude über den Erfolg der russischen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft einen jungen Steppenadler nach Torwart Igor Akinfejew benannt. „Wir sind stolz auf die Leistung unsrer Fußballmannschaft“, sagte Zoodirektorin Swetlana Akulowa. Der Sieg im Achtelfinale gegen Spanien (4:3 im Elfmeterschießen) habe Millionen begeistert, und der Tierpark wolle daran teilhaben, hieß es in einer Mitteilung auf der Internetseite der Stadtverwaltung. Eine Tafel zu Ehren Akinfejews solle nach der WM am Gehege des Vogels aufgestellt werden. Der Adler ist vor gut einem Monat geschlüpft. Der Vogel habe „blitzschnelle Reaktionen und einen scharfen Blick“, hieß es weiter.

10.12 Uhr:

Trotz des erneut frühen Scheiterns bei der Fußball-WM in Russland hat Argentiniens Lionel Messi für Guus Hiddink nichts von seiner Ausnahmestellung verloren. „Für mich ist er trotzdem noch der Beste aller Zeiten, mit oder ohne WM-Titel“, sagte Hiddink am Donnerstag in einem Interview des niederländischen Rundfunks NOS.

Allerdings sei es für den Superstar vom FC Barcelona mit Argentinien nahezu unmöglich, bei einer Fußball-Weltmeisterschaft den Titel zu gewinnen. „Er muss hinten im Mittelfeld das Spiel ankurbeln, dann muss er nach vorne, um den entscheidenden Pass zu geben und dann muss er selbst auch noch das Tor machen“, sagte Hiddink über Messi.

10.05 Uhr: Das Aus für Felix Brych bei der WM kommt laut Sky-Experte Markus Merk „einer Demütigung gleich“. In seiner Kolumne schrieb er: "Felix Brych ist nicht nur in ein Spannungsfeld geraten, sondern daraus wurde ein Politikum. Die Attacken der Serben waren unfair und unmenschlich, mit einem Ton, der im Sport nichts zu suchen hat. Die Sanktionen der Disziplinarkommission waren enttäuschend und wurden der Situation nicht gerecht."

9.52 Uhr: Für das DFB-Team und Schiri Felix Brych ist die WM gelaufen. Aber zwei Deutsche werden weiterhin in Russland eingesetzt: Felix Zwayer und Bastian Dankert.

WM 2018: Argentinien wünscht sich Pep Guardiola als Trainer

8.02 Uhr: Für Argentinien war die WM schneller vorbei als erhofft. Ist nun Zeit für einen Neuanfang? Den wünschen sich zumindest die Fans. In einer Online-Abstimmung der Zeitung La Nacion sprachen sich 86 Prozent für eine Absetzung von Trainer Jorge Sampaoli aus, 87 stimmten für das Ende von Claudio Tapia als Verbandschef. „Die Leute wollen nicht, dass Sampaoli die Mannschaft weiter führt“, schrieb die Zeitung aus Lionel Messis Heimatstadt Rosario.

Als Nachfolger sei einer wie Pep Guardiola nun der Richtige, überlegten manche Blätter. Allerdings wohlwissend und auch schreibend, dass es eher ins Traumreich gehört anstatt realistische Perspektive ist, den Coach von Manchester City zu engagieren. „Verrücktes Gerücht oder mögliche Fantasie?“, fragte das Sportblatt Olé.

7.29 Uhr: Der ehemalige brasilianische Weltfußballer Rivaldo hat den für seine Schauspieleinlagen in der Kritik stehenden Superstar Neymar in Schutz genommen. "Neymar, spiele wie du es immer getan hast und achte nicht auf die Kommentare aus anderen Ländern, denn die sind schon zu Hause", schrieb der Weltmeister von 2002 am Mittwoch bei Instagram.

"Wenn du ins Dribbling gehen musst, dann gehe ins Dribbling. Wenn du ein Tor schießen musst, dann schieße ein Tor. Wenn du nach einem Foul fällst, dann falle. Und wenn du auf dem Boden etwas Zeit sichern musst, dann sichere die Zeit, weil die Anderen genau das Gleiche machen", schrieb Rivaldo weiter.

WM 2018: Lothar Matthäus verrät, wen er im Finale sieht

6.55 Uhr: Wer erreicht das Finale der WM 2018? Lothar Matthäus (57) hat nun in der Bild seine Favoriten verraten - doch dabei gibt es einen Haken. Denn: Wegen des Turnierbaums sei es ausgeschlossen, dass seine beiden Top-Mannschaften im Endspiel gegeneinander antreten können. 

Wer Weltmeister 2018 wird, steht für Matthäus schon fest. „Ich habe vor dem Turnier auf die Selecao gesetzt und bleibe dabei“, so der 57-Jährige. Das bedeutet aber auch: Matthäus‘ andere Favoriten - Frankreich und Belgien, die im selben Turnier-Zweig sind wie die Südamerikaner - werden früher oder später auf der Strecke bleiben. Doch auf wen trifft die Selecao dann am 15. Juli im Moskauer Luschniki-Stadion? „Ich tippe jetzt auf Brasilien gegen England“, sagt Matthäus. „Wenn die Engländer schon Elfmeterschießen gewinnen, ist alles möglich.“ Besonders gut gefällt dem Weltmeister von 1990, dass die Briten eine „junge Mannschaft mit hoher Spielkultur, viel Geschwindigkeit und einem Top-Stürmer Harry Kane“ haben.

6.11 Uhr: Nach dem Vorrunden-Aus Costa Ricas bei der Fußball-WM wird Óscar Ramírez die Nationalmannschaft nicht weiter trainieren. Der Fußballverband des lateinamerikanischen Landes gab am Mittwoch (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz bekannt, dass der auslaufende Vertrag mit dem 53-Jährigen nicht verlängert werde. Verbandspräsident Rodolfo Villalobos bedankte sich bei Ramírez für dessen Einsatz. Wer die Mannschaft nun an seiner Stelle erfolgreich durch die Qualifikation für die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar führen soll, wurde zunächst nicht bekanntgegeben.

WM 2018: Das geschah am Mittwoch

22.35 Uhr: Der Fußball-Weltverband FIFA hat die harsche Schiedsrichter-Kritik von Diego Maradona nach dem WM-Aus von Kolumbien deutlich zurückgewiesen. Der argentinische Ex-Weltmeister hatte angesichts der Achtelfinal-Niederlage der Südamerikaner in seiner Sendung „De La Mano del Diez“ unter anderem einen Elfmeter für England als einen „monumentalen Raub“ bezeichnet. Die „Kommentare und Andeutungen“ seien „unangemessen und komplett gegenstandslos“, teilte die FIFA am Mittwochabend mit. „Die FIFA bedauert es sehr, solche Aussagen von einem Spieler zu lesen, der die Geschichte unseres Spiels geschrieben hat.“

Referee Geiger hatte in der hitzigen Partie einen Strafstoß für England gegeben und insgesamt sechs der acht Gelben Karten Spielern von Kolumbien gezeigt. Die FIFA bewertete die Leistung des Amerikaners als „positiv“.

Maradona im Gegensatz sagte, es sei vor dem Elfmeter ein Foul von Englands Harry Kane gewesen. Er fragte, warum der Referee nicht den Videobeweis zur Hilfe genommen hätte. „Dieser Schiedsrichter wird viel über Baseball wissen, von Fußball hat er keine Ahnung“, wetterte Maradona. Der 57-Jährige gehört beim Turnier in Russland zu den so genannten FIFA-Legenden und saß mehrfach auf der Ehrentribüne. Es ist eine von bereits mehreren Kontroversen um seine Person.

22.05 Uhr: Der Kolumbianer Juan Zuniga, der die Heim-WM des brasilianischen Fußballstars Neymar vor vier Jahren mit einem Foulspiel beendet hatte, hört auf. Der 32-Jährige erklärte am Mittwoch seine Karriere für beendet.

Zuniga hatte Neymar im Viertelfinale der WM 2014 (1:2) mit dem Knie im Rücken getroffen und schwer verletzt. Der Brasilianer erlitt bei der Attacke eine Fraktur des Querfortsatzes des dritten Lendenwirbels und konnte im Halbfinale gegen den späteren Weltmeister Deutschland (1:7) und im Spiel um Platz drei gegen die Niederlande (0:3) nicht mitwirken.

Zuniga, der damals nicht mit einer Gelben oder Roten Karte bestraft worden war, beendete seine Laufbahn bei seinem Heimatklub Atletico Nacional in Medellin. Zwischenzeitlich spielte er in Italien für Siena, Neapel und Bologna.

21.04 Uhr: Der linke griechische Regierungschef Alexis Tsipras drückt bei der Fußball-WM Uruguay die Daumen. „Ich möchte, dass Uruguay gewinnt“, sagte Tsipras griechischen Journalisten am Mittwoch. Aber auch Frankreich und Kroatien seien nach den Worten von Tsipras ganz stark. „Wenn aber Uruguay gegen Frankreich gewinnt, dann wird Uruguay Weltmeister“, sagte Tsipras vor dem Viertelfinalduell der beiden Teams am Freitag.

Das Fernsehen übertrug das Gespräch von Tsipras mit den griechischen politischen Redakteuren am Rande eines Treffens mit seinen Amtskollegen aus Rumänien, Serbien und Bulgarien. In Griechenland sind viele Fans traditionell immer für südeuropäische Staaten und falls sie es nicht schaffen, dann halten sie zu südamerikanischen Mannschaften. Die griechische Nationalmannschaft mit dem deutschen Trainer Michael Skibbe hatte sich nicht für das Turnier in Russland qualifiziert.

Brych reist ab

19.34 Uhr:

Belgiens Kapitän Vincent Kompany will im WM-Viertelfinale gegen den Rekordweltmeister Brasilien nicht zu sehr auf Superstar Neymar und dessen Schauspielerei achten. "Es ist mir egal", sagte der frühere Bundesligaprofi am Mittwoch im Quartier der Roten Teufel und ergänzte: "Wenn es ein Spiel der individuellen Leistungen wird, dann haben wir keine Chance gegen Brasilien. Wenn es aber um die kollektive Leistung geht, um ein schlaues Team, das weiß, wie es zusammenspielt und für den anderen kämpft, dann haben wir eine Chance. Was immer irgendein Spieler der anderen Mannschaft macht, wird dann nicht so wichtig sein."

18:55 Uhr: Abpfiff für Felix Brych: Die Fußball-WM in Russland wird für den Schiedsrichter aus München unter dem Strich in seiner Karriere als große Enttäuschung eingehen. Statt als erfahrener Referee der Europäischen Fußball-Union (UEFA) nach dem Vorrunden-Aus der deutschen Nationalmannschaft sogar als Kandidat für das WM-Endspiel gehandelt zu werden, endet die Weltmeisterschaft für den Juristen nach nur einer Partie in der Vorrunde.

"Der Verlauf der WM ist für mich und mein Team natürlich eine herbe Enttäuschung. Aber das Leben geht weiter und wir kommen wieder", wurde Brych am Mittwochabend in einer Mitteilung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zitiert.

Alisson Becker darf sich freuen

17.43 Uhr: Rückkehrer Vincent Kompany sieht das Duell mit Fußball-Rekordweltmeister Brasilien als härteste Prüfung für seine Belgier bei der WM in Russland. „Brasilien ist das stärkste Team bei dieser WM, aber wir haben keine Angst“, sagte der 32-Jährige am Mittwoch in Dedowsk bei Moskau. Der Abwehrspieler von Manchester City war nach einer hartnäckigen Leistenverletzung erst im dritten Gruppenspiel gegen England (1:0) zum ersten Mal zum Einsatz gekommen und hatte sein Debüt in der Startelf bei dieser WM beim packenden 3:2-Erfolg über Japan gegeben.

Kompany wird trotz mangelnder Spielpraxis und vereinzelten Schwächen im Defensivverhalten gegen Japan auch am Freitag in Kasan in der Startelf erwartet. „Wir wussten, dass wir mit dem zweiten Platz eine einfachere Route gehabt hätten. Brasilien im Finale wäre mir lieber gewesen, aber das ist unser Finale“, betonte Kompany vor dem Spitzenduell der beiden ungeschlagenen Teams.

17.03 Uhr: Beim 2:0-Erfolg im Achtelfinale über Mexiko hielt der brasilianische Keeper Alisson Becker seinen Kasten sauber. Doch der Schlussmann in Diensten des AS Rom sorgte nicht nur mit seiner sportlichen Leistung für Aufmerksamkeit. Vielen Fans fiel auch das attraktive Äußere des 25-Jährigen auf. Einer fühlte sich sogleich an den verlorenen vierten Hemsworth-Bruder von Chris, Liam and Luke erinnert.

Mit seinen stahlblauen Augen, seinem Dreitagebart und seinem hinreißenden Lächeln hat der Torwart viele neue Fanherzen erobert. Ob sich die neugewonnenen Anhänger noch länger an ihm erfreuen können, hängt von dem sportlichen Abschneiden der Selecao ab: Am Freitag wartet das mit Spannung erwartete Viertelfinal-Duell gegen Belgien auf die Brasilianer (Anstoß 20 Uhr).

16.54 Uhr: Die Chancen für einen Einsatz von Uruguays Topstürmer Edinson Cavani im WM-Viertelfinale gegen Frankreich sinken weiter. Der 31 Jahre alte Nationalspieler trainierte wegen seiner Wadenverletzung am Mittwoch erneut nicht mit der Mannschaft, wie uruguayische Medien nach der nicht-öffentlichen Einheit in Nischni Nowgorod übereinstimmend berichteten. Ein Einsatz des Angreifers von Beginn an sei nahezu ausgeschlossen, möglicherweise könne Cavani als Joker in die Partie am Freitagnachmittag kommen.

Berti Vogts lobt Löw

16.43 Uhr: Joachim Löw bekommt für den Entschluss zur Fortsetzung seines Engagements als Bundestrainer viel Zuspruch von Berti Vogts. "Das ist die einzig richtige Entscheidung. Ich freue mich für Joachim Löw und auch für den deutschen Fußball", sagte der frühere Bundestrainer Sport1. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte am Dienstag bekannt gegeben, dass Löw (58) trotz des WM-Debakels in Russland weitermachen wird. "Es gab und gibt keine Alternative zu ihm", sagte Vogts und erinnerte an die Erfolge: "Man muss sich nur anschauen, was er in den vergangenen Jahren mit der Nationalmannschaft geleistet hat - auch im internationalen Vergleich."

16.12 Uhr: Nach dem frühen WM-Aus brodelt es beim DFB - auch an der Basis. Ein Mitglied der „Freunde der Nationalmannschaft“ findet in einem offenen Brief deutliche Worte für DFB-Präsident Grindel. Der Vorwurf, der sich durch den gesamten Brief hindurchzieht lautet: „Der DFB hat sich von der Basis entfernt.“

14.27 Uhr: Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus rechnet nach der geklärten Zukunft von Joachim Löw mit einer Stiländerung der deutschen Nationalmannschaft. „Wir hatten wie Spanien viel Ballbesitz, aber nicht viele Chancen, weil wir zu langsam gespielt haben“, sagte Matthäus am Mittwoch in Moskau. „Du musst aber schnell spielen, du brauchst heute schnelle Spieler, aggressive Leader. So haben es Belgien und England vorgemacht. Diese Spieler muss Jogi Löw finden. Dann haben wir das Potenzial, so schnell wie möglich zurückzukommen.“

Die früh ausgeschiedenen Ex-Weltmeister Spanien und Deutschland hatten mit jeweils über 70 Prozent den höchsten Ballbesitz-Wert aller Teams bei der WM. Alleine daran lässt sich jedoch der Misserfolg nicht ausmachen - auch die Viertelfinalisten Brasilien, Belgien und England liegen in dieser Statistik-Kategorie unter den Top-Acht.

Löw wisse, was er ändern müsse, erklärte Matthäus. „Er ist sehr selbstkritisch mit sich. Er wird Spieler tauschen, seinen Stil ändern.“

14.11 Uhr:

Die ARD überträgt das dritte und vierte WM-Viertelfinale am Samstag. Den Aufakt macht die Begegnung zwischen Schweden und dem Fußball-Mutterland England um 16.00 Uhr. In der Abendpartie trifft Gastgeber Russland um 20.00 Uhr auf Kroatien. Schweden-England wird auch von Sky Deutschland live übertragen. Das Erste berichtet am Samstag ab 15.05 Uhr live. Alexander Bommes und Matthias Opdenhövel moderieren die Übertragungen, unterstützt von den ARD-WM-Experten Thomas Hitzlsperger und Hannes Wolf.

Das ZDF zeigt am Freitag die ersten beiden Viertelfinals. Uruguay fordert um 16.00 Uhr Vize-Europameister Frankreich heraus. Um 20.00 Uhr bekommt es Rekord-Weltmeister Brasilien mit Belgien zu tun. Diese Begegnung wird auch von Sky Deutschland live ausgestrahlt.

13.13 Uhr: Nach dem Elfer-Drama hat Bayern-Star James bittere Tränen geweint. Und auch auf Twitter zeigte er öffentlich, dass sein Herz nach dem WM-Aus gebrochen ist. Den ganzen Artikel lesen Sie hier.

12.57 Uhr: Das WM-Achtelfinale zwischen England und Kolumbien wird als das Spiel in die Geschichte eingehen, in dem die Engländer erstmals ein WM-Spiel im Elfmeterschießen gewinnen konnten. Bis es aber so weit war, wurden die Fußball-Fans auf eine harte Probe gestellt. Die Begegnung war geprägt von Nickligkeiten, Fouls und groben Unsportlichkeiten von Seiten der Südamerikaner. Zwei Szenen lassen an dem Fair-Play Gedanken der Kolumbianer zweifeln.

WM 2018: Wird Klinsmann Trainer von Japan?

12.33 Uhr: Der frühere Bundestrainer Jürgen Klinsmann ist einem Medienbericht zufolge ein Kandidat für das Amt des japanischen Fußball-Nationaltrainers. Der 53-Jährige stehe auf einer Liste ausländischer Kandidaten, berichtete die japanische Sport-Zeitung „Sponichi“, am Mittwoch. Der japanische Verband JFA verhandle bereits mit dem früheren deutschen Nationaltrainer, hieß es. Verbandschef Kozo Tashima sagte dem Blatt, der Verband werde unvoreingenommen über die zukünftige Besetzung des Postens entscheiden.

Es gilt aber auch als möglich, dass der Japaner Akira Nishino Nationalcoach des Landes bleibt. Er hatte das Amt erst im April übernommen und das Team bis ins WM-Achtelfinale geführt. „Ich möchte, dass die technische Kommission ausführlich darüber diskutiert“, sagte Tashima zu einer möglichen Zukunft Nishinos als Nationaltrainer. Der 63-Jährige hatte das Team zur WM wieder zu einer Einheit geformt, allerdings gab es Kritik daran, dass in Russland letztlich nur ein Sieg beim 2:1 gegen das in Unterzahl spielende Kolumbien gelang.

Klinsmann war von 2004 bis 2006 Bundestrainer und hatte zuletzt fünf Jahre lang bis 2016 die Auswahl der USA betreut. Seitdem ist der Weltmeister von 1990 ohne neuen Trainerjob. Tashima betonte, Japans Verband wolle noch im Juli über die zukünftige Besetzung des Postens als Nationaltrainer entscheiden. „Aber wir werden keine Entscheidung ohne sorgfältiges Nachdenken treffen“, sagte der Verbandschef.

WM 2018: Matthäus schimpft über Neymar: „Das gehört sich nicht“

11.52 Uhr: Lothar Matthäus hat Neymar für dessen „Schauspielerei“ kritisiert und sieht auch den Status des Brasilianers als möglicher bester Spieler der Welt in Gefahr. „Er hat es nicht nötig, er ist ein exzellenter Spieler. Aber das gehört sich nicht. Man spottet ja auch über ihn - und das zurecht“, sagte Matthäus am Mittwoch in Moskau. „Es bringt ihm keine Sympathien ein. Maradona hat nicht geschauspielert, Messi macht es nicht. Wir brauchen Spieler wie  Neymar, aber nicht mit dieser Schauspielerei, die er in jedem Spiel zeigt.“

Neymar fällt bei dieser WM vor allem durch seine Theatralik auf.

Der 26 Jahre alte Brasilianer hatte bei dieser WM schon mehrfach mit seinen Einlagen provoziert, allerdings zuletzt beim 2:0 im Achtelfinale gegen Mexiko auch spielerisch überzeugt. Dennoch sieht Matthäus den teuersten Spieler der Welt noch nicht auf einem Level mit Cristiano Ronaldo oder Lionel Messi. „Wir sprechen über den Besten, und er hat dieses Jahr noch nicht gezeigt, dass er der Beste ist“, sagte Matthäus.

Lesen Sie auch: WM 2018: Neymars Schauspieleinlage im Achtelfinale Brasilien gegen Mexiko sorgt im Internet für lustige Reaktionen. Hier finden Sie den Netz-Spott.

Brasiliens Ex-Superstar Ronaldo verteidigte Neymar hingegen gegen die weltweite Kritik. „Er ist ein intelligenter Spieler und er weiß, wie er sich selbst vor harten Tacklings schützen kann“, sagte der zweimalige Weltmeister. „Ich denke, die Schiedsrichter schützen ihn nicht genug.“

11.47 Uhr: Der Elfmeter-Krimi gegen Kolumbien hat in England am Dienstagabend so viele Zuschauer vor die Fernsehschirme gelockt wie seit sechs Jahren nicht. In der Spitze 23,8 Millionen verfolgten den ersten englischen WM-Sieg nach Elfmeterschießen bei ITV, das entsprach einem Marktanteil von 81 Prozent.

Die letzten Momente des Spiels mit dem entscheidenden Elfmeter von Eric Dier waren die fünf Minuten im englischen TV, die seit 2012 von den meisten Menschen auf der Insel verfolgt wurden. Vor sechs Jahren lockte die Schlussfeier der Olympischen Spiele in London noch mehr Zuschauer vor die Bildschirme. Durchschnittlich schalteten am Dienstagabend in dem 53 Millionen Einwohner zählenden Land 20,1 Millionen Menschen ein.

WM 2018: Claudia Neumann äußert sich zu Shitstorm

11.41 Uhr: Nach der teils widerlichen Hetze gegen sie hat Claudia Neumann lange geschwiegen. Doch nach Tagen der Anfeindungen hat sich die ZDF-Kommentatorin nun erstmals zu den frauenfeindlichen Beleidigungen gegen sie geäußert. „Ich finde das einfach grauenvoll“, sagte die 54-Jährige der ZeitDen ganzen Artikel lesen Sie hier.

Claudia Neumann äußerte sich erstmals zu der Kritik an ihr.

11.30 Uhr: Kein Wort, kein Foto - nichts. Lionel Messi bleibt stumm und abgetaucht. „Nur wenige wissen, was er in diesen Stunden denkt“, schrieb die argentinische Zeitung La Capital aus Messis Geburtsort Rosario am Mittwoch. Der 31-Jährige war wie viele andere Spieler nach dem Scheitern der argentinischen Nationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft im Achtelfinale (3:4 gegen Frankreich) separat aus Russland abgereist. Zu seiner Zukunft in der Albiceleste hat sich Messi seitdem nicht geäußert.

Spekulationen würden darauf hindeuten, dass er mit seiner Ehefrau Antonella Roccuzzo und seinen drei Söhnen auf einer einsamen Insel irgendwo auf der Welt sein könnte. Dort, wo ihn niemanden kenne, meinte La Capital. Weder bei Facebook, noch bei Instagram oder auf irgendeinem anderen Kanal hat Messi bisher ein Zeichen von sich gegeben.

Anders als vor zwei Jahren nimmt er sich nun offensichtlich Zeit, seine Entscheidung zu treffen.

WM 2018 im Live-Ticker: Was war am Dienstag los?

Im Achtelfinale der Außenseiter setzte sich Schweden mit 1:0 gegen die Schweiz durch. Am entscheidenden Treffer waren gleich drei Bundesliga-Legionäre beteiligt. Der Dortmunder Manuel Akanji in Diensten der Eidgenossen fälschte einen Schuss von Leipzigs Emil Forsberg unhaltbar für Keeper Yann Sommer von Borussia Mönchengladbach ab. Für die Skandinavier steht damit am Samstag das erste WM-Viertelfinale seit 1994 an - damals errangen Thomas Ravelli, Martin Dahlin und Co. am Ende Platz drei.

Der Gegner am Samstag ist England. Die „Three Lions“ gewannen erstmals ein Elfmeterschießen bei einer WM, behaupteten sich insgesamt mit 5:4 gegen Kolumbien. Torwart Jordan Pickford hielt den Elfmeter von Carlos Bacca, zudem traf Mateus Uribe nur die Latte. Für England scheiterte nur Jordan Henderson. In der regulären Spielzeit war Harry Kane mit einem Foulelfmeter (57.) erfolgreich gewesen Yerry Mina glich in der Nachspielzeit aus (90.+3).

Fußball-WM 2018 in Russland: Spielplan, Stadien und Themenseite 

Sie wollen eine Übersicht über alle Ergebnisse und Konstellationen während der WM 2018 in Russland? In unserem Übersichtsartikel finden Sie alle Informationen zu Spielplan, Termine, Ergebnisse, Gruppen und Kurzporträts der Austragungsorte. Der Spielplan steht auf tz.de* auch zum Download zur Verfügung. Außerdem haben wir für Sie alle wichtigen Infos über die Stadien der WM 2018 und über die Torjäger zusammengestellt. Und: Wir bieten Ihnen den Überblick über alle Sendetermine während der WM und sagen Ihnen, wo welche Partie übertragen wird. Alle aktuellen Nachrichten erfahren Sie außerdem auf unserer Themenseite von tz.de* zur Fußball-WM 2018 in Russland.

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mg/mes/dpa/sid

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