Vor dem dritten WM-Spiel

Löw grübelt über Aufstellung - Kehren Özil und Khedira gegen Südkorea zurück in die Startelf?

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Stehen Özil und Khedira gegen Südkorea wieder in der Startelf?

Joachim Löw grübelte auf dem 70-minütigen Flug an die Wolga über seinem Personalpuzzle. Doch auch nach der Landung in Kasan hatte der Bundestrainer noch nicht alle kniffligen Fragen beantwortet.

Kasan - Kehren Mesut Özil und Sami Khedira zurück in die Startelf? Was wird aus Thomas Müller? Und wer ersetzt den gesperrten Abwehrchef Jerome Boateng im Gruppenfinale am Mittwoch (16.00 Uhr/ZDF und Sky Deutschland) gegen Südkorea?

"Wir können jetzt über tausende Konstellationen sprechen. Ich bin seit elf Jahren dabei. Der Bundestrainer hat immer die richtige Aufstellung gefunden. Ich vertraue ihm da vollkommen", sagte Torjäger Mario Gomez im ZDF. Zumindest im EM-Halbfinale 2012 in Warschau gegen Italien (1:2) hatte sich Löw aber schon mal verzockt. Beim Last-Minute-Sieg gegen Schweden (2:1) bewies er mit seinen Veränderungen hingegen Mut und wurde dafür am Ende belohnt.

Kehren Özil und Khedira in die Startelf zurück?

Die eigentlich unverzichtbaren Weltmeister Özil und Khedira schmorten über die gesamte Spielzeit auf der Bank. Doch abgeschrieben hat sie Löw noch nicht. "Die, die nicht gespielt haben, werden definitiv weiter gebraucht. Auch Mesut Özil und Sami Khedira", sagte der 58-Jährige. Khedira könnte wieder für Sebastian Rudy (Nasenbeinbruch) ins Team rücken, auch Ilkay Gündogan ist in der Schaltzentrale neben Toni Kroos eine Option. Özil ist eine Alternative zu Julian Draxler.

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Mit seinen Maßnahmen nach der Auftaktpleite gegen Mexiko (0:1) machte Löw deutlich, dass sich kaum jemand seines Platzes sicher sein darf. Die entlarvende Niederlage hat Dynamik in seinen Kader gebracht. Nach zwei schwachen Spielen muss selbst Müller ein wenig bangen. Julian Brandt empfahl sich bei seinen beiden Joker-Einsätzen mit engagierten Leistungen und zwei Pfostenschüssen. "Wir haben einen breiten Kader. Jeder wird benötigt", sagte Löws Assistent Marcus Sorg.

Wer ersetzt den gesperrten Boateng in der Innenverteidigung?

In der Abwehr muss Löw für das Alles-oder-Nichts-Duell ohnehin umstellen, weil Boateng (Gelb-Rot-Sperre) fehlt. Dafür ist Mats Hummels (verrenkter Halswirbel) wieder fit. An seiner Seite könnte Confed-Cup-Sieger Niklas Süle sein WM-Debüt geben. Süle spielt im Gegensatz zu Antonio Rüdiger in der Innenverteidigung auf der rechten Seite und würde Boateng damit positionsgetreu ersetzen.

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Die vielen Wechsel während eines Turnierverlaufs sind für Löw eher ungewöhnlich. Beunruhigt ist man beim Titelverteidiger deswegen aber nicht. "Problematisch wird es erst, wenn durch die Wechsel eine Verunsicherung stattfindet. Das ist bei uns aber nicht der Fall", betonte Sorg. Auch Unruhe komme nicht auf: Es sei kein Weltuntergang, wenn einer mal ein Spiel nicht spiele, sagte Sorg.

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Der gesteigerte Konkurrenzkampf kann sogar leistungsfördernd sein. Die Reaktion von Özil und Khedira nach dem Schweden-Spiel im Training sei "vorbildlich" gewesen, sagte Sorg. "Entscheidend ist, wie sie mit der Entscheidung umgehen. Das war beispielhaft." Das macht die Entscheidungsfindung für Löw nicht einfacher.

SID

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