WM 2018 in Russland

„Ich mag so etwas nicht“: Stürmer-Trainer Klose macht vor Schweden-Spiel klare Ansage

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Miroslav Klose ist Stürmer-Trainer bei der deutschen Nationalmannschaft bei der WM in Russland.

Die Uhr tickt! Nicht mehr lange bis zum Alles-oder-nichts-Spiel gegen Schweden – und bei einer Pleite ist die WM-Zeit für Deutschland abgelaufen. Stürmer-Trainer Klose hat aber noch Hoffnung. 

Sotschi - Der Druck, der auf dem DFB-Tross lastet, ist enorm. Doch statt an ein Endzeit-Szenario erinnert die tz Fußball-Deutschland lieber daran: Unter Druck können wir’s am besten!

Das sieht auch Stürmer-Trainer Miroslav Klose so. „Wir haben die besten Spiele gemacht unter Druck. Deswegen bin ich, was Samstag angeht, sehr positiv“, gab sich der WM-Held von 2014 gestern vor der Vormittags-Trainingseinheit zuversichtlich. Und Klose muss es wissen, er hat schon einige solcher Druck-Spiele miterlebt. So wie 2001: Deutschland musste damals erst in die Playoffs, um sich für das Turnier in Japan und Südkorea zu qualifizieren. Gegen die Ukraine gab es im Hinspiel nur ein 1:1-Remis, im Rückspiel drehte die DFB-Truppe aber richtig auf und nahm die Ukrainer mit einem 4:1-Sieg auseinander. Für die WM 2010 lieferte sich die Nationalmannschaft in der Qualifikation ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Russland. Beim Showdown in Moskau schoss Klose mit seinem Tor die Turniertür auf.

Deutsche National-Elf: Führungsspieler müssen vorangehen 

Darum lässt der 40-Jährige am Samstag auch keine Ausreden gelten! Klose: „Rasen zu hoch, Schiri schlecht, Sonne zu tief – ich mag so etwas nicht. Ich bin immer vorangegangen und habe versucht, die anderen mitzuziehen. Wir haben Leute, die jetzt liefern müssen und den Charakter haben, vorne weg zu gehen.“ Nach DFB-Direktor Oliver Bierhoff macht jetzt also auch der Assistenz-Trainer und Weltmeister eine klare Ansage in Richtung Führungsspieler. „Wir haben ja diese Achse bei uns drin, die Führungsspieler, die auch im Mannschaftsrat sind. Die kommunizieren, die nehmen die anderen mit ins Boot. Das ist unheimlich wichtig. Die Achse muss vorangehen. Die hat schon mehr Erfahrung auf dem Buckel – und die Leute wissen genau, was man in solchen Situationen machen muss.“

Mats Hummels ist so ein Führungsspieler. Der Bayern-Star weiß in der Tat schon jetzt, was am Samstag zu tun ist. „Es wird die Kunst sein, von Anfang an Druck zu machen, aber auch nicht zu ungeduldig zu werden. Wir müssen ein druckvoll und dominantes Spiel machen, ohne dabei ins Risiko zu gehen.“ Der Abwehrspieler bestätigt, dass die Mannschaft einen extremen Druck spürt: „Wir machen uns den Druck, weil wir wollen! Auf so eine WM fiebert jeder lange hin. Deswegen wissen wir, wie viel für uns persönlich auf dem Spiel steht, weil es etwas Großartiges in der Karriere ist. Wir wollen uns so ein großes Ereignis nicht vermasseln lassen.“ Die Schweden sollten gewarnt sein, die Vergangenheit hat bewiesen: Deutschland ist auch Druck-Weltmeister.

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