Nun wartet Schweden

WM 2018: Trotz Remis gegen Costa Rica - Schweiz im Achtelfinale 

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Trotz Remis gegen Costa Rica - Schweiz im Achtelfinale 

Die Schweizer Nationalmannschaft muss sich im WM-Achtelfinale mit Schweden, Sieger der deutschen Vorrunden-Gruppe, auseinandersetzen.

Nischni Nowgorod - Nach tagelangem Ärger um den Doppeladler hat sich die Schweiz ins Achtelfinale der WM in Russland gemüht. Gegen das bereits ausgeschiedene Costa Rica reichte es nach einer fahrigen Vorstellung zu einem 2:2 (1:0) und damit zu dem Punkt, den die Eidgenossen zum Einzug in die K.o.-Runde noch benötigten. 

Der angepeilte Angriff auf Gruppensieger Brasilien blieb Utopie - auch weil die von der FIFA milde abgestraften Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka weit unter ihren Möglichkeiten blieben.

Die Schweiz darf am Dienstag (16.00 Uhr MESZ) in St. Petersburg gegen Schweden um das erste Viertelfinale seit der Heim-WM 1954 spielen. Fehlen werden dann allerdings die Abwehrspieler Fabian Schär und Stephan Lichtsteiner, die jeweils ihre zweite Gelbe Karte sahen. 

Gemeinsam mit Shaqiri und Xhaka hatte Kapitän Lichtsteiner beim 2:1 gegen Serbien für große Aufregung gesorgt, als das Trio die politisch aufgeladene Doppeladler-Geste zeigte. Alle drei hatten Glück, dass es bei Geldbußen blieb.

Costa Rica trifft erstmals

Den Führungstreffer vor 41.319 Zuschauern im ausverkauften Stadion von Nischni Nowgorod erzielte Blerim Dzemaili (31.) für die in der Anfangsphase völlig verunsicherten Schweizer. Kendall Waston (56.) köpfte nach einer Ecke zum verdienten Ausgleich für den Außenseiter ein - es war das erste Turniertor für die Costa Ricaner, die sich jedoch zu Recht darüber ärgerten, einen Sieg zum Abschied aus Russland leichtfertig verschenkt zu haben. 

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Nach der erneuten Führung durch den eingewechselten Gladbacher Josip Drmic (88.) sorgte ein Eigentor seines bis dahin starken Klubkameraden Yann Sommer im Schweizer Tor für den erneuten Ausgleich (90.+3).

Sommer hatte die Schweiz in der ersten Halbzeit mehrfach vor einem Rückstand bewahrt. Die Mittelamerikaner besaßen genug Chancen für zwei Spiele. Die Schweiz wirkte nach den Diskussionen der vergangenen Tage verunsichert. 

Wilde Szenen auf beiden Seiten

Erst lenkte Sommer einen Kopfball von Celso Borges an den Pfosten (6.), dann rettete die Unterkante der Latte nach einem Schlenzer von Daniel Colindres für den bereits geschlagenen Keeper.

Der Favorit reagierte tief beeindruckt. Xhaka bemühte sich im Mittelfeld zunächst vergeblich um Struktur, Sommer hielt der Schweiz gegen Bryan Oviedo (19.) die Null fest. 

Der Keeper hatte zahlreiche Ballkontakte, fast mehr als der Schalker Breel Embolo bei seinem ersten Startelfeinsatz. Der Dortmunder Manuel Akanji hatte in der Verteidigung auch mehr zu tun, als ihm lieb war.

Drmic scheitert erst an Navas und knipst dann doch

Die Führung fiel aus dem Nichts: Flanke von Kapitän Stephan Lichtsteiner, Kopfballablage Embolo, Schuss Dzemaili. So einfach kann es gehen: Costa Rica hatte das Spiel bestimmt, die Schweiz schlug eiskalt zu. 

Wer aber dachte, die Eidgenossen bekämen das Spiel jetzt in den Griff, sah sich nach der Pause getäuscht. Wastons Ausgleich war verdient, danach versuchte die Schweiz das Spiel zu beruhigen - mit Erfolg.

Das Unentschieden reichte für das Achtelfinale, und so agierte die Schweiz auch. Drmic (78.) sorgte wieder für Gefahr vor dem Tor von Real Madrids Weltklassekeeper Keylor Navas, traf per Kopf jedoch nur den Pfosten. Zehn Minuten später machte er es besser - doch es reichte nicht.

sid

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