Nach bitterem Ausscheiden gegen Schweden

Kopf hoch, Mädels! Das sind fünf Gründe, warum die WM trotzdem Mut macht

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Nach dem Viertelfinal-Aus gegen Schweden war die Enttäuschung der deutschen Nationalspielerinnen groß.

Die Niederlage gegen Schweden war für das deutsche Team, bei der Fußball-WM der Frauen zwar mehr als bitter, doch es gibt mindestens fünf Gründe, warum die WM trotzdem Mut macht.  

Der deutsche Traum vom Weltmeistertitel ist geplatzt! Durch das 1:2 (1:1) im Viertelfinale gegen Schweden verpasst das DFB-Team als Titelverteidiger zudem die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. Nach dem K.o. in der Hitzeschlacht von Rennes flossen bei den Deutschen bittere Tränen der Enttäuschung. Kopf hoch, Mädels! Fünf Gründe, warum die WM Mut macht.

Fußball-WM der Frauen: Bittere Niederlage gegen Schweden 

Die jungen Wilden: Deutschland stellte mit einem Altersdurchschnitt von 25,4 Jahren die viertjüngste Mannschaft. Die Halbfinalisten USA (29,2), Schweden (28,0), England (27,8) und Niederlande (26,2) sind allesamt erfahrener. Aus deutscher Sicht machten die Nachwuchstalente Lena Oberdorf (17), Giulia Gwinn (19), Lea Schüller (21) und Klara Bühl (18) Hoffnung. Superstar Dzsenifer Marozsan meint: „Wenn wir weiter an uns arbeiten, sehe ich ganz viel in dieser Mannschaft.“ Über einen Rücktritt dürfte Lena Goeßling (33) nachdenken, womöglich auch Verena Schweers (30) und Marina Hegering (29).

Auslandserfahrungen: Mit Sara Däbritz (24) wechselt eine der positiven WM-Erscheinungen (drei Tore) zu Paris Saint-Germain, wird dort weiter zur Starspielerin und Anführerin wachsen. Auch Leonie Maier (26) verlässt den FCB, geht zum FC Arsenal. In Zeiten, in denen die Bundesliga gegenüber den Ligen in Spanien, England und Frankreich zunehmend abfällt, kann das nur gut für die Nationalelf sein. Hinzu kommt: Gwinn (Freiburg) und Linda Dallmann (Essen) wechseln nach München, Svenja Huth von Potsdam nach Wolfsburg. Das Trio sammelt in Zukunft also Erfahrung in der Champions League.

DFB-Frauen: Auf die Abwehrleistung lässt sich aufbauen  

Die Abwehr steht: Im Viertelfinale kassierte die DFB-Auswahl ihre ersten Gegentreffer, zuvor stand vier Mal die Null. Hauptgrund: Keeperin Almuth Schult. Aber auch ihre Vorderleute ließen gegen China, Spanien, Südafrika und Nigeria nicht viel zu. Darauf lässt sich aufbauen!

MVT hat noch nicht fertig: Bundestrainer Martina Voss-Tecklenburg ist erst seit November 2018 im Amt, ihr Team steckt mitten im Umbruch. Die 51-Jährige bleibt an Bord, bekam von DFB-Direktor Oliver Bierhoff viel Lob: „Sie hat schon sehr viel bewegt.“

Aufmerksamkeit: Die deutschen Frauen haben Werbung in eigener Sache betrieben! Das Aus gegen Schweden sahen fast acht Millionen TV-Zuschauer. Und: Der Werbespot mit der provokanten Aussage „Wir brauchen keine Eier, wir haben Pferdeschwänze“ sorgte für viel Aufmerksamkeit. Bleibt zu hoffen, dass der Bundesliga mehr Beachtung geschenkt wird.

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Eine Schweizer Nationalspielerin wird seit Samstag vermisst. Sie war zuvor von einem Boot in den Comer See gesprungen - die Begleitperson schlug sofort Alarm.

Nach dem vorzeitigen Aus der deutschen Frauen-Nationalmannschaft würde sich eine gründliche Aufarbeitung anbieten – darauf hat der Verband aber gar keine Lust.

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