Schlimme Szene

Eklat in Haching: Ordner verletzt!

Sanitäter versorgten am Spielfeldrand den Ordner, der durch die Attacke eines Fußballfans verletzt wurde.

Unterhaching - Durch zwei gezielte Faustschläge hat ein radikaler Fußballfan des SSV Jahn Regensburg am Samstagnachmittag bei der Drittliga-Partie gegen die Spielvereinigung Unterhaching einen Ordner niedergeschlagen.

Die SpVgg Unterhaching hat ihr Soll für 2014 erfüllt! Vor 2000 Zuschauern drehte die Mannschaft um Trainer Christian Ziege am Samstag im Sportpark ein 0:2 und besiegte den SSV Jahn Regensburg innerhalb von acht Minuten mit 3:2 (0:1). Thomas Hagn (66.), Dominik Widemann (72.) und Andreas Voglsammer (74.) sorgten für die Drei-Punkte-Bescherung in einem giftigen Derby. Vorgelegt hatten Windmüller (15.) und Steininger (60.). „Beeindruckend ist, wie sich die Jungs immer wieder gegen Niederlagen stemmen“, befand Ziege. „Noch beeindruckender ist, dass wir keine topbezahlten Spieler in unseren Reihen haben, sondern junge Kerle, die sich präsentieren und niemals aufgeben.“

Überschattet wurde die Partie von zwei unschönen Zwischenfällen: Zunächst landete eine Rauchbombe aus dem Block der Hachinger Ultras auf dem Asphalt hinter dem Regensburger Tor. Nur wenig später – die SpVgg hatte gerade das 3:2 geschossen – versuchten einige Jahn-Anhänger, den Rasen zu stürmen. Die Ordner drückten gegen das Gitter, ein Aufpasser ging zu Boden und blieb zunächst benommen liegen. Schiedsrichter Kempkes unterbrach für fünf Minuten. Dem verletzten Ordner gehe es mittlerweile den Umständen entsprechend „wieder okay“, erklärte ein Kollege des Mannes der tz.

Jahn-Trainer Christian Brand empörte sich im BR über die eigenen Anhänger. „Ich habe Hachinger gesehen und dann irgendwelche Kriminellen, die Leute zusammenschlagen. Fans habe ich nicht gesehen!“ Und BFV-Präsident Rainer Koch ergänzte: „Das hat mit Fußball nichts zu tun!“ Jetzt wird sich der Kontroll­ausschuss des DFB mit dem Vorfall beschäftigen. Mit Konsequenzen ist in den nächsten Tagen zu rechnen.

Einen weiteren Wermutstropfen gab es auch bei den Hausherren: Der gerade wiedergenesene Fabian Götze verließ nach einem Zweikampf in der ersten halben Stunde humpelnd den Platz. Eine Diagnose steht noch aus.

Sina Ojo

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