Löw gefällt Poldi-Show - und blickt auf die Türkei

Köln - Nach dem Jubel über das Schützenfest gegen Aserbaidschan ging der Blick sofort nach vorn. Für ein Extralob hatte Bundestrainer Jogi Löw aber doch noch Zeit.

Am 8. Oktober in Berlin empfängt die deutsche Fußball-Nationalmannschaft nach dem optimalen Sechs-Punkte-Start in die EM-Qualifikation die ebenfalls noch verlustpunktfreie Türkei. “Jetzt kommt ein wichtiges Spiel, und das wollen wir natürlich gewinnen“, erklärte Joachim Löw.

Das deutliche 6:1 hatte nicht nur den 43 751 Zuschauern in der Kölner Arena, sondern auch dem Bundestrainer Spaß gemacht: “Es war auf jeden Fall gegen diesen defensiv eingestellten Gegner eine enorme Spiel- und Kombinationsfreude zu sehen. Wir hatten viele gute Szenen und Chancen, haben sechs Tore erzielt.“ Auch wenn der klare Erfolg über den 105. der Weltrangliste auf dem Weg zur EURO 2012 in Polen und der Ukraine sicher kein Maßstab war, gehen Lukas Podolski & Co. erst einmal zufrieden zurück zu ihren Vereinen.

2x Note 1, 1x Note 5: Bilder & Einzelkritik zum DFB-Schützenfest

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat in der EM-Qualifikation ihre Pflichtaufgabe gegen Aserbaidschan mühelos gemeistert. Das Team von Bundestrainer Joachim Löw kam am Dienstagabend in Köln zu einem 6:1 (3:0). © dpa
Bundestrainer Joachim Löw (3.v.l) sitzt auf der Bank mit Berti Vogts (2.v.l), Nationaltrainer von Aserbaidschan, und dem deutschen Co-Trainer Hans-Dieter Flick. Links steht DFB-Manager Oliver Bierhoff. © dpa
Miroslav Klose (M) aus Deutschland, Sasa Yunisoglu und Elnur Allahverdiyew aus Aserbaidschan kämpfen um den Ball. Rechts Lukas Podolski. © dpa
Der Deutsche Miroslav Klose und Sascha Yunisoglu aus Aserbaidschan kämpfen um den Ball. © dpa
Bastian Schweinsteiger (r) aus Deutschland und Maksim Medvedev aus Aserbaidschan kämpfen um den Ball. (Rechts Lukas Podolski) © dpa
Per Mertesacker liegt verletzt auf dem Rasen. © dpa
Per Mertesacker (M) von Deutschland wird auf dem Spielfeld behandelt und später ausgewechselt. © dpa
Mesut Özil (M) von Deutschland kämpft um den Ball gegen Elnur Allahverdiyev (l) von Aserbaidschan. © dpa
Torschütze Heiko Westermann (Mitte rechts) von Deutschland trifft mit diesem Schuß zum 1:0 gegen Torwart Kamran Agayev (2.v.l.) von Aserbaidschan. © dpa
Der Deutsche Sami Khedira und Mahir Sükürov aus Aserbaidschan kämpfen um den Ball. © dpa
Heiko Westermann bejubelt sein Tor zum 1:0. © dpa
Heiko Westermann © dpa
Heiko Westermann (2. vl) von Deutschland erzielt das 1:0. © dpa
Der deutsche Torschütze Heiko Westermann (r) jubelt im Spiel gegen Aserbaidschan mit Bastian Schweinsteiger, Sami Khedira und Miroslav Klose (v.l). © dpa
Heiko Westermann © dpa
Heiko Westermann © dpa
Per Mertesacker geht verletzt vom Platz. © dpa
Per Mertesacker geht verletzt vom Platz. © dpa
 Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat in der EM-Qualifikation ihre Pflichtaufgabe gegen Aserbaidschan mühelos gemeistert. Das Team von Bundestrainer Joachim Löw kam am Dienstagabend in Köln zu einem 6:1 (3:0). © dpa
 Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat in der EM-Qualifikation ihre Pflichtaufgabe gegen Aserbaidschan mühelos gemeistert. Das Team von Bundestrainer Joachim Löw kam am Dienstagabend in Köln zu einem 6:1 (3:0). © dpa
 Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat in der EM-Qualifikation ihre Pflichtaufgabe gegen Aserbaidschan mühelos gemeistert. Das Team von Bundestrainer Joachim Löw kam am Dienstagabend in Köln zu einem 6:1 (3:0). © dpa
 Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat in der EM-Qualifikation ihre Pflichtaufgabe gegen Aserbaidschan mühelos gemeistert. Das Team von Bundestrainer Joachim Löw kam am Dienstagabend in Köln zu einem 6:1 (3:0). © dpa
 Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat in der EM-Qualifikation ihre Pflichtaufgabe gegen Aserbaidschan mühelos gemeistert. Das Team von Bundestrainer Joachim Löw kam am Dienstagabend in Köln zu einem 6:1 (3:0). © dpa
 Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat in der EM-Qualifikation ihre Pflichtaufgabe gegen Aserbaidschan mühelos gemeistert. Das Team von Bundestrainer Joachim Löw kam am Dienstagabend in Köln zu einem 6:1 (3:0). © dpa
 Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat in der EM-Qualifikation ihre Pflichtaufgabe gegen Aserbaidschan mühelos gemeistert. Das Team von Bundestrainer Joachim Löw kam am Dienstagabend in Köln zu einem 6:1 (3:0). © dpa
 Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat in der EM-Qualifikation ihre Pflichtaufgabe gegen Aserbaidschan mühelos gemeistert. Das Team von Bundestrainer Joachim Löw kam am Dienstagabend in Köln zu einem 6:1 (3:0). © dpa
 Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat in der EM-Qualifikation ihre Pflichtaufgabe gegen Aserbaidschan mühelos gemeistert. Das Team von Bundestrainer Joachim Löw kam am Dienstagabend in Köln zu einem 6:1 (3:0). © dpa
 Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat in der EM-Qualifikation ihre Pflichtaufgabe gegen Aserbaidschan mühelos gemeistert. Das Team von Bundestrainer Joachim Löw kam am Dienstagabend in Köln zu einem 6:1 (3:0). © dpa
 Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat in der EM-Qualifikation ihre Pflichtaufgabe gegen Aserbaidschan mühelos gemeistert. Das Team von Bundestrainer Joachim Löw kam am Dienstagabend in Köln zu einem 6:1 (3:0). © dpa
 Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat in der EM-Qualifikation ihre Pflichtaufgabe gegen Aserbaidschan mühelos gemeistert. Das Team von Bundestrainer Joachim Löw kam am Dienstagabend in Köln zu einem 6:1 (3:0). © dpa
 Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat in der EM-Qualifikation ihre Pflichtaufgabe gegen Aserbaidschan mühelos gemeistert. Das Team von Bundestrainer Joachim Löw kam am Dienstagabend in Köln zu einem 6:1 (3:0). © dpa
 Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat in der EM-Qualifikation ihre Pflichtaufgabe gegen Aserbaidschan mühelos gemeistert. Das Team von Bundestrainer Joachim Löw kam am Dienstagabend in Köln zu einem 6:1 (3:0). © dpa
 Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat in der EM-Qualifikation ihre Pflichtaufgabe gegen Aserbaidschan mühelos gemeistert. Das Team von Bundestrainer Joachim Löw kam am Dienstagabend in Köln zu einem 6:1 (3:0). © dpa
 Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat in der EM-Qualifikation ihre Pflichtaufgabe gegen Aserbaidschan mühelos gemeistert. Das Team von Bundestrainer Joachim Löw kam am Dienstagabend in Köln zu einem 6:1 (3:0). © dpa
Manuel Neuer: Der Schalker Keeper wurde in der ersten Hälfte nur einmal ernsthaft geprüft, bei Nadirovs Hammer, den er aber problemlos entschärfte. Das 4:1 ging aber klar auf seine Kappe. Note: 5 © Getty
Sascha Riether: Der Jansen-Ersatz aus Wolfsburg tat viel nach vorne, hatte dafür aber in der Defensive einige schwache Momente, weil er seinen Gegenspieler Nadirov nicht richtig in den Griff bekam. Eine Empfehlung war das nicht unbedingt. Note: 4 © dpa
Per Mertesacker: Ganz unglückliches Spiel für ihn. Erst mit zwei gefährlichen Vorstößen bis zum gegnerischen Sechszehner, dann in der 11. Minute mit einem Cut unter dem Auge (spätere Diagnose: Augenhöhlenbruch) ausgewechselt. keine Bewertung © Getty
ab der 11. Minute: Heiko Westermann: Gutes Spiel des Hamburgers, der hinten zwar nicht allzu viel zu tun bekam, dafür aber bei Standards mit nach vorne ging und für Gefahr sorgte. Belohnung: Das 1:0, dass er nach einer Ecke im Nachschuss unter die Latte knallte (28.). Note: 2 © dpa
Holger Badstuber: Sehr diszipliniert in der Defensive. Fing einige Zuspiele aufmerksam ab, leitete das 3:0 mit feinem Pass auf Podolski ein und belohnte sich mit dem Tor zum 5:1. Note: 2 © Getty
Philipp Lahm: Diesmal von Löw wieder zurück auf die linke Seite beordert, hatte dort viele gute Szenen im Zusammenspiel mit Podolski. Zeigte wieder seine gefürchtete „Lahm“-Grätsche und war vor allem in der zweiten Hälfte aktiv in der Vorwärtsbewegung. Note: 3 © Getty
Sami Khedira: Besonders in der ersten Hälfte sehr unauffällig, ohne Präsenz. Nach der Pause etwas stärker, erzwang das 4:0. Note: 4 © Getty
Bastian Schweinsteiger: Ab und an mit überheblicher Körpersprache, grundsätzlich aber mit einer soliden Leistung. Manchmal hätte man sich etwas mehr Kreativität und weniger Sicherheits-Pässe gewünscht. Note: 3 © Getty
78.: Cacau: keine Bewertung. © Getty
Thomas Müller: In den ersten zehn Minuten gut, baute dann aber mehr und mehr ab. Hatte nur ganz wenige Aktionen – aber: Er kann ja auch nicht immer weltklasse sein. Note: 4 © Getty
ab der 61.: Marko Marin: Sorgte für Schwung mit einigen guten Dribblings, schoss zweimal gefährlich aufs Tor. Manchmal aber nicht zielstrebig genug. Note: 3 © Getty
Mesut Özil: Tauchte in der ersten Hälfte bis auf die Aktion vor dem 2:0 ziemlich ab. Auch in der zweiten Hälfte ohne große Ideen, zu verspielt und zu wenig zwingend. Note: 4 © Getty
Lukas Podolski: Bester Mann auf dem Platz. Deutlich engagierter als gegen Belgien. Suchte immer wieder mit Ball am Fuß den direkten Weg zum Tor, schloss dann meist gefährlich ab. Tolles Tor zum 2:0, uneigennützig beim dritten Tor, viele starke Fernschüsse. Note: 1 © Getty
Miroslav Klose: Unheimlich aktiv, bekam aber von den Aserbaidschanern nur sehr wenig Platz. Setzte sich dennoch immer wieder gut durch, wie vor dem 1:0, als er mit dem Rücken zum Tor den Ball auf Westermann legte. Kaltschnäuzig beim 3:0, setzte mit dem 6:1 den Schlusspunkt Note: 1 © Getty

“Wir haben von der ersten bis zur letzten Minute ein gutes Spiel gemacht“, meinte Podolski, der nach der jüngsten Kritik in seinem Kölner “Wohnzimmer“ einen starken Auftritt hinlegte. “Jeder hat gesehen, dass Lukas eine andere Dynamik gezeigt hat. Das macht ihn auch stark“, lobte Löw den Stürmer, der nun schon 41 Länderspiel-Tore erzielt hat. Der Münchner Miroslav Klose erhöhte seine Treffer-Anzahl im DFB-Trikot durch seinen Doppelpack sogar auf 55. Damit zog der 32-Jährige in der ewigen deutschen Torjägerliste mit dem DDR-Internationalen Joachim Streich als Zweitem gleich.

Neben Klose (2) und Podolski zeichneten sich beim WM-Dritten noch Heiko Westermann und der starke Münchner Innenverteidiger Holger Badstuber als Torschützen aus. Dazu kam ein Eigentor der Gäste aus Aserbaidschan, die bei ihrem Ehrentreffer auch von einem Patzer des Schalker Torwarts Manuel Neuer profitierten. “Man hat der Mannschaft angemerkt, dass es ihr Spaß macht. Sie hat auch nach dem 3:0 nicht nachgelassen“, sagte Löw.

Große Aussagekraft hat der klare Sieg gegen das überforderte Team von Ex-Bundestrainer Berti Vogts und die damit übernommene Spitzenposition in EM-Gruppe A für Löw allerdings noch nicht. “Dass die Türkei gegen Belgien gewinnt, war auch zu erwarten. Wir stehen am Anfang dieser Qualifikation“, erinnerte der 50-Jährige. In den nächsten Wochen will er einen Plan für den nächsten Doppelspieltag gegen die Türkei, die nach einem 3:2-Sieg gegen Belgien wie Deutschland auf sechs Punkte verweisen kann, und in Kasachstan im Oktober entwerfen.

Ob dann Kapitän Michael Ballack, auf den Löw gegen Belgien (1:0) und gegen Aserbaidschan nach langer Verletzungspause des Leverkuseners noch verzichtet hatte, wieder in den Kader zurückkehrt, ließ der DFB-Chefcoach noch offen. “Das ist jetzt nicht das Thema. Es gibt viele Spiele bis Oktober. Er hat erst zwei Bundesliga-Spiele bestritten. Es ist völlig normal, wenn ein Spieler nach drei Monaten Pause eine gewisse Zeit braucht“, erklärte Löw zurückhaltend.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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