"Geiles Spiel": Club plant Favoritensturz

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Dieter Hecking

Nürnberg - Auf Schalke plant der 1. FC Nürnberg im DFB-Pokal-Viertelfinale den Favoritensturz. Club-Trainer Hecking träumt vom Siegtor in der 89. Minute.

Auf großer Bühne plant der 1. FC Nürnberg knapp vier Jahre nach dem umjubelten Finaltriumph in Berlin einen weiteren großen Erfolg im DFB-Pokal. Im Viertelfinale am Dienstag (20.30 Uhr/ZDF und Sky) soll dem “Club“ in Gelsenkirchen gegen Schalke 04 ein Favoritensturz gelingen. Trainer Dieter Hecking träumt von einem heißen Kampf mit Happy-End, wie er am Montag verriet: “Am liebsten wäre mir in der 89. Minute das 2:1 für uns.“

Torschützenkönige in der Bundesliga seit 1990

2011/2012: Klaas-Jan Huntelaar (FC Schalke): 29 Tore © AP
2010/2011: Mario Gomez (FC Bayern), 28 Tore. © ap
2009/2010: Edin Dzeko (VfL Wolfsburg), 22 Tore © Getty
2008/2009: Grafite (VfL Wolfsburg), 28 Tore © Getty
2007/2008 (FC Bayern München), 24 Tore © Getty
2006/2007: Theofanis Gekas (VfL Bochum), 20 Tore © Getty
2005/2006: Miroslav Klose (Werder Bremen), 25 Tore © Getty
2004/2005: Marek Mintal (1. FC Nürnberg), 24 Tore © Getty
2003/2004: Ailton (Werder Bremen), 28 Tore © Getty
2002/2003: Giovane Elber (FC Bayern München), 21 Tore © Getty
2002/2003: Thomas Christiansen (VfL Bochum), 21 Tore © Getty
2001/2002: Martin Max (TSV 1860 München), 18 Tore © Getty
2001/2002: Marcio Amoroso (Borussia Dortmund), 18 Tore © Getty
2000/2001: Ebbe Sand (FC Schalke 04), 22 Tore © Getty
2000/2001: Sergej Barbarez (Hamburger SV), 22 Tore © Getty
1999/2000: Martin Max (TSV 1860 München), 19 Tore © Getty
1998/99: Michael Preetz (Hertha BSC), 23 Tore © Getty
1997/98: Ulf Kirsten (Bayer Leverkusen), 22 Tore © Getty
1996/97: Ulf Kirsten (Bayer Leverkusen), 22 Tore © Getty
1995/96: Fredi Bobic (VfB Stuttgart), 17 Tore © Getty
1994/95: Heiko Herrlich (Borussia Mönchengladbach), 20 Tore © 
1994/95: Mario Basler (Werder Bremen), 20 Tore © Getty
1993/94: Anthony Yeboah (Eintracht Frankfurt), 18 Tore © Getty
1993/94: Stefan Kuntz (1. FC Kaiserslautern), 18 Tore © dpa
1992/93: Anthony Yeboah (Eintracht Frankfurt), 20 Tore © dpa
1992/93: Ulf Kirsten (Bayer Leverkusen), 20 Tore © dpa
1991/92: Fritz Walter (VfB Stuttgart, links), 22 Tore © Getty
1990/91: Roland Wohlfahrt (FC Bayern München), 17 Tore © Getty
1989/90: Jörn Andersen (Eintracht Frankfurt), 18 Tore © Getty

Der Außenseiter blickt dem Millionen-Zahltag mit großer Vorfreude entgegen. Knapp zwei Millionen Euro fließen in die “Club“-Kasse, nochmals mehr als zwei Millionen Euro TV-Prämie würde ein Halbfinaleinzug einbringen. Hecking schärft seinen überwiegend jungen Spielern ein, die Partie “als Highlight zu sehen“ und als eine große Chance zu begreifen. “Ich brauche keinen Spieler zu motivieren. Wir haben ein richtig geiles Spiel vor der Brust. Andere würden sich freuen, wenn sie auf Schalke spielen können. Wir müssen nicht, wir dürfen, wir wollen“, erklärte Hecking und schloss: “Es liegt an uns.“

Natürlich ist Schalke aus Sicht des Pokalsiegers von 2007 der Favorit in diesem Bundesliga-Duell. Aber das schreckt den “Club“ nicht. “Wer im Pokal eine gute Rolle spielen will, muss zumindest einmal über sich hinauswachsen. Das ist jetzt unsere Aufgabe“, sagte Hecking. “Wir wollen natürlich das Halbfinale erreichen. Wir geben unser Bestes“, kündigte Mittelfeldspieler Mehmet Ekici an.

Beim “Club“ fehlen weiterhin der gebürtige Gelsenkirchener Ilkay Gündogan, Per Nilsson, Mike Frantz und der langzeitverletzte Albert Bunjaku. Dafür wird Marek Mintal nach seinem abgeblasenen Wechsel in die USA wieder zum Kader gehören. Der Slowake, der vor knapp vier Jahren im gewonnenen Pokalfinale gegen den VfB Stuttgart (3:2 n.V.) einen Treffer erzielt hatte, könnte als “Joker“ stechen. “Er hat diesen Druck schon erlebt“, sagte Hecking zur Pokalerfahrung Mintals.

Der größere Druck liegt bei Schalke: Auf dem Weg in den dringend benötigten Europapokal ist ein Sieg für das Team von Trainer Felix Magath womöglich schon die letzte Option. “Der Pokal ist aus zwei Aspekten wichtig; sportlich und finanziell. Und wir wollen nicht nur eine Runde weiterkommen, unser Ziel war immer das Finale“, sagte Magath am Montag. Für den Schalker Peer Kluge ist die Partie gegen seinen Ex-Club etwas Besonderes: “Aber nicht, weil ich lange in Nürnberg gespielt habe, sondern weil wir nur noch zwei Schritte von Berlin entfernt sind.“

Nürnberg gewann das letzte Bundesliga-Duell in der Hinrunde gegen Schalke mit 2:1, verlor davor allerdings sechsmal in Serie und gewann nur vier der insgesamt 24 Partien in Gelsenkirchen. Im Pokal trafen die beiden Altmeister erst einmal aufeinander. Im Finale 1935 unterlag das Meisterteam um Schalkes Legenden Ernst Kuzorra und Fritz Szepan im Düsseldorfer Rheinstadion mit 0:2.

Schalke-Coach Magath dürfte derselben Startelf wie beim 1:0-Sieg in Hannover vertrauen. Da traf Raúl, vor dem die Nürnberger großen Respekt äußern. “Raul wird man nie ganz ausschalten können, ebenso Huntelaar“, sagte Hecking über die Starstürmer des Gegners.

dpa

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