Zweitligist 1860 München ist gerettet

Robert Schäfer (l.) und Dieter Schneider dürfen aufatmen
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Die Löwen-Bosse Robert Schäfer (l.) und Dieter Schneider dürfen aufatmen.

München - Der angeschlagene Fußball-Zweitligist TSV 1860 München hat den von der Deutschen Fußball Liga (DFL) verlangten Liquiditätsnachweis in Höhe von knapp 5,3 Millionen Euro erbracht.

“Wir haben heute Mittag die frohe Botschaft erhalten, dass wir die Auflagen rechtzeitig und in vollem Umfang erfüllt haben“, sagte Geschäftsführer Robert Schäfer am Freitag in München.

Wegen der finanziellen Schieflage waren den “Löwen“ schon Mitte Oktober zwei Punkte abgezogen worden. Der TSV 1860 akzeptierte die Vertragsstrafe damals - nun aber bleiben dem Club zumindest weitere Sanktionen erspart. Schatzmeister Dieter Schneider bestätigte Medienberichte, wonach auch der deutsche Rekordmeister Bayern München durch die Stundung von Schulden geholfen habe. “Der FC Bayern hat in dem Umfang dazu beigetragen, wie es für die Sanierung nötig war“, sagte Schneider. Darüber hinaus trugen Gehaltskürzungen und die finanzielle Hilfe von Sponsoren zum vorläufig glücklichen Ende bei.

“Das ist der Rückenwind, mit dem wir nächsten großen Aufgaben angehen“, sagte Schäfer. Die Unterstützer des Clubs würden erkennen, dass “1860 zum ersten Mal ehrlich und selbstsicher analysiert, wie es überhaupt so weit kommen konnte“. Schon Mitte März wird es für die Finanzabteilung des Vereins aber wieder ernst: Dann beginnt bereits das Lizenzierungsverfahren für die kommende Zweitliga-Spielzeit. 1860 München steht momentan im Tabellenmittelfeld.

dpa

DFL: Spielbetrieb der Proficlubs gesichert

Der Spielbetrieb aller Clubs im deutschen Profifußball ist bis zum Saisonende gesichert. Pünktlich zum Rückrundenstart hat die Deutsche Fußball Liga (DFL) den zweiten Teil des Lizenzierungsverfahrens der Saison 2010/11 abgeschlossen. Alle Lizenzclubs, die die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit bis zum Ende der Spielzeit 2010/11 nachzuweisen hatten, sind den Auflagen form- und fristgerecht nachgekommen, teilte die DFL am Freitag mit. Sollten sich die Vereine und die Kapitalgesellschaften an die vorgelegten Rahmendaten halten, laufe kein Club Gefahr, in wirtschaftliche Schieflage zu geraten.

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