Gladbach und Stuttgart verpassen Tabellenspitze

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Mike Hanke (l.) gegen Maza

Mönchengladbach - Borussia Mönchengladbach und der VfB Stuttgart haben den möglichen Sprung an die Tabellenspitze der Bundesliga verpasst. Ein Elfmeterpfiff sorgt für Diskussionen.

Nach ihren überzeugenden Siegen zum Saisonstart trennten sich beide Teams im direkten Duell 1:1 (0: 0). Mit vier Punkten bleiben sowohl Gladbach als auch Stuttgart nach zwei Spieltagen im Vorderfeld der Tabelle.

Millionen für die Brust: Trikotsponsoren der Bundesliga-Saison 2011/12

Mit dem FC Bayern München pflegt die Deutsche Telekom als Hauptsponsor eine langjährige Partnerschaft. Der Kommunikations-Riese überweist den Bayern jährlich bis zu 20 Millionen Euro. © getty
Seit der Saison 2007/2008 sponsert der Essener Energiekonzern den deutschen Meister Borussia Dortmund. Erfolgsabhängig kann der Meister pro Jahr bis zu 9,5 Millionen Euro verdienen. © getty
Die Pose passt zum Trikotsponsor: Die Fluggesellschaft Emirates bezahlt für ihr Engagement beim Hamburger SV rund sieben Millionen jährlich. © getty
Rund 16 Millionen Euro pro Jahr investiert das russische Energieunternehmen Gazprom bei Schalke 04. © getty
Neuzugang Srjdan Lakic präsentiert das VW-Logo - wer sollte auch sonst in der Autostadt Haupt- und Trikotsponsor? Das Unternehmen steckt bis zu 20 Millionen Euro jährlich in den Klub. © 
Bei Aufsteiger FC Augsburg prangt auch in der ersten Liga AL-KO auf der Kickerbrust. Das Unternehmen aus der Branche Fahrzeugtechnik lässt sich das jährlich zirka eine Million Euro kosten. © ap
Lukas Schmitz kam von Schalke 04 zu Werder Bremen - an das für ihn neue Logo der Targobank hat er sich bereits gewöhnt. Die Bank bezahlt jährlich zirka zehn Millionen Euro für ihr Sponsoring. © getty
Das Energieunternehmen Areva unterstützt den 1. FC Nürnberg mit rund drei Millionen pro Jahr. © dpa
William Kvist zeigt das neue Trikot des VfB Stuttgart. Der Trikotsponsor Gazi - ein Unternehmen aus der Lebensmittelbranche - ist der gleiche wie in der Vorsaison. Bis zu sechs Millionen kassieren die Schwaben jährlich. © dpa
Die Deutsche Bahn wirbt für 4,5 Millionen Euro pro Jahr beim Bundesliga-Rückkehrer Hertha BSC. © getty
Für vier Millionen Euro tragen die Profis von Borussia Mönchengladbach den Schriftzug der Postbank spazieren. © getty
Das Handelsunternehmen Rewe wirbt auf der Brust des 1. FC Köln. Die "Geißböcke" erhalten dafür bis zu vier Millionen jährlich. © getty
Der Nahrungsmittelhersteller Ehrmann lässt sich sein Sponsoring beim SC Freiburg zirka 2,5 Millionen Euro pro Jahr kosten. © dpa
Das Pharmaunternehmen Allgäuer Latschenkiefer sponsort den 1. FC Kaiseslautern - für rund vier bis Millionene Euro im Jahr. © getty
Das Trikot von Neuzugang Zoltan Stieber trägt den Schriftzug des Hauptsponsors Entega. Das Energieunternehmen sponsort den 1. FSV Mainz 05 mit drei Millionen pro Jahr. © getty
Der Reiseveranstalter Tui schmückt die Brust von Hannover 96 und überweist dafür rund drei Millionen Euro jährlich an die Niedersachsen. © ap
Die Arbeitskleidung von 1899 Hoffenheim schmückt in der Saison 2011/12 das Logo des neuen Hauptsponsors Suntech. Das Solarenergieunternehmen lässt sich das Engagement rund 4,5 Millionen Euro kosten. © dapd
Die Brust von Bayer Leverkusen ziert diese Saison der Solarzellenproduzent Sunpower. Der Werksklub erhält von der Solarfirma rund sechs Millionen Euro jährlich. © dpa

Kapitän Filip Daems brachte die Borussia in der 66. Minute per Foulelfmeter zunächst in Führung. William Kvist hatte zuvor Nationalspieler Marco Reus im Strafraum zu Fall gebracht. Fast im Gegenzug gelang Cacau in seinem 250. Bundesliga-Spiel der Ausgleich (71.). Damit hat Gladbach nur einen der vergangenen 27 Vergleiche mit dem VfB gewonnen. In der 80. Minute sah Gladbachs Verteidiger Roel Brouwers wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte.

„Mit den 1:1 bin ich nicht unzufrieden, auch da wir in Unterzahl waren. Stuttgart ist sehr, sehr stark. Aber: Wir haben zu viele Fehler gemacht, und es hat an Disziplin gefehlt“, sagte Gladbachs Trainer Lucien Favre. VfB-Sportdirektor Fredi Bobic meinte: „Wir haben als Auswärtsmannschaft eine gute Leistung gezeigt. Aufgrund des Spielverlaufs hätten wir auch drei Punkte holen können. Der Elfmeter war unberechtigt.“

Die beiden Fast-Absteiger der vergangenen Saison boten den 48. 322 Zuschauern im Borussia-Park eine temporeiche Begegnung, in der die Gastgeber zunächst das aktivere Team waren. Die Elf von Trainer Lucien Favre präsentierte sich zu Spielbeginn laufstärker als der VfB, musste den Schwaben aber mit zunehmender Spieldauer das Feld überlassen.

Die erste gute Chance hatte Nationalspieler Marco Reus schon in der 2. Minute. Nach einem weiten Pass in die Spitze tauchte der Nationalspieler frei vor VfB-Schlussmann Sven Ulreich auf, sein Heber landete knapp neben dem Tor. Auf der Gegenseite schob Christian Gentner nach schönem Zuspiel von William Kvist den Ball aus 13 Metern wenige Zentimeter am Tor vorbei (17.).

Gladbach begann wie schon beim 1:0-Coup bei Bayern München ohne Neuzugang in der Startelf. Für den verletzten Stürmer Igor de Camargo, der in München das Siegtor erzielt hatte, kam Rückkehrer Raul Bobadilla zu seinem Saisondebüt. Erneut passen musste zudem Innenverteidiger Martin Stranzl. Auf der Gegenseite schickte Bruno Labbadia die bewährte Elf vom 3:0 gegen Schalke auf das Feld, der angeschlagene Martin Harnik meldete sich rechtzeitig fit.

Nach dem Seitenwechsel verlor Gladbach seine spielerische Linie und gab ohne Not das Mittelfeld preis. Der VfB zeigte sich in den Zweikämpfen wacher und strahlte besonders bei seinen schnellen Kontern stets Torgefahr aus. Nationalspieler Cacau verpasste (52.) ebenso wie wenig später Zdravko Kuzmanovic (53.), der im erst 19 Jahre alten Schlussmann Marc-Andre ter Stegen seinen Meister fand. In der Schlussphase sorgte Daems für die Führung, doch wenig später nutzte Cacau die Vorarbeit von Gentner zum 1:1.

Bei Gladbach verdienten sich Nationalspieler Marco Reus und Innenverteidiger Dante gute Noten, bei Stuttgart überzeugten Harnik und Christian Gentner.

SID

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