Hände weg von Botox, Micho!

Was mussten wir Mädels da in dieser Woche lesen? Martin Micho Demichelis hat sich Botox gespritzt?

Wow, dachten wir im ersten Moment – bevor wir lasen, dass natürlich alles nur ein fieses Gerücht und großer Schmarrn ist. Da wollte sich irgendein Schönheitsschnipsler wichtig machen. Aber man (oder besser: frau) diskutiert trotzdem.

Denn es ist ja schon so, dass Fußballer inzwischen nicht mehr so aussehen wie vor 40, 50 Jahren. Fritz Walter, Helmut Rahn & Co. waren zwar ganz schnittige Kerle. Aber ob die sich vor einem Spiel im Spiegel betrachtet und gecheckt haben, ob die Haare sitzen? Eher nicht. Das gibt es wohl erst, seit David Beckham sich zur Metrosexualität bekannt hat und inzwischen mehr Schlagzeilen über sein Styling macht als über sein Spiel. Olli Kahn hat ja auch schon Werbung für Gel gemacht. Und Schweini braucht, so vermuten wir, wahrscheinlich länger im Bad als seine Sarah. Und das alles nur, um – logisch – uns zu gefallen. Und um den Kollegen aus der Mannschaft das Feld nicht komplett zu überlassen.

Ganz schön eitel, diese Kerle, denken wir so bei uns. Um dann ein großes OBWOHL nachzuschieben. Denn neulich passierte folgendes: Wir sind in ­unserem Fitness-Studio. Das ist eines nur für Frauen, weswegen die Mitglieder „Divas“ genannt werden, weswegen sich manche Männer lustig machen, aber das – ist uns wurscht! Von Montag bis Samstag trainieren die Divas ganz normal. In Schlabberhosen, ohne Makeup, mit hochrotem Kopf und verschwitzten T-Shirts. Wie man halt so aussieht, wenn man Sport macht und es nicht darauf ankommt, sexy dabei auszusehen.

Sonntags ist aber alles ­anders bei den Divas. Denn dann kommt Tom*. Er ist einer der wenigen männlichen Trainer im ­Studio – und männlich heißt in diesem Fall männlich männlich. Tom ist groß, dunkelhaarig und – natürlich – durchtrainiert. Sehr durchtrainiert. Kurzum: Er hätte das Recht, auf jedem Davidoff-Cool-Water-Werbeplakat der Welt abgedruckt zu werden. Das wiederum führt zu einer seltsamen ­Verwandlung der Divas.

Denn auf einmal presst sich die Schlabberlook-Fraktion in hautenge Aerobic-Höschen. Auf einmal wird der Lidstrich nachgezogen, wenn es in die Step-Condition-Stunde geht und die Haare werden vorm und nicht nach dem Sport gewaschen. Alles nur für Tom.

Wir von der Viererkette machen so etwas natürlich nicht. Wir stehen drüber. Wir bleiben und trainieren, wie wir sind. Und freuen uns, wenn wir am Ende des langen Sport-Sonntags dann trotzdem ein Lächeln kriegen. Von Tom.

Und zu Micho: Wir mögen dich so, wie du bist. Also Hände weg von Botox.

* Der Name wurde von der Redaktion geändert.

Quelle: tz

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