Beiersdorfer-Nachfolger als Hoffnungsträger

Todt soll HSV wieder flottmachen

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Neuer starker Mann beim HSV: Ex-Bundesligaprofi Jens Todt.

Hamburg - Der Hamburger SV treibt seinen Umbau in der Führungsetage voran. Auf den designierten Sportchef Jens Todt wartet jede Menge Arbeit.

Noch ein paar Stunden kann Jens Todt die Sonne Asiens genießen - Kambodscha, Thailand, Singapur. Mit der Familie macht der 46-Jährige am anderen Ende der Welt Urlaub - und er verhandelt parallel mit dem Hamburger SV. Der alte Bekannte Todt soll neuer Sportchef bei den Hanseaten werden, im grauen Hamburg wartet auf den ehemaligen Nationalspieler jede Menge Arbeit. Doch erst einmal müssen letzte Details geklärt werden. Mit Todts Ex-Klub, dem Karlsruher SC, ist der HSV da schon weiter. 

KSC lässt Todt ziehen

"Wir haben mit dem KSC eine Regelung zur Freigabe von Jens Todt getroffen", sagte der neue HSV-Vorstandschef Heribert Bruchhagen dem SID: "Das ist ein Indiz dafür, dass wir an Jens Todt Interesse haben und ihn verpflichten möchten. Aber es ist noch kein Vertrag mit Jens Todt unterschrieben." Das soll sich so schnell wie möglich ändern. Schon am Dienstag endet der Weihnachtsurlaub für die Spieler, am Donnerstag fliegt Trainer Markus Gisdol mit dem Tabellen-16. ins Trainingslager nach Dubai. In dem Emirat soll der Grundstein für eine bessere Rückrunde gelegt werden - möglichst mit einigen Verstärkungen. Die To-do-Liste für Todt, der zwischen 2008 und 2009 das Nachwuchszentrum des HSV leitete, ist lang.

Drängende Transfers 

Der ehemalige Klubchef und Sportdirektor in Personalunion, Dietmar Beiersdorfer, fädelte noch die Verpflichtung des Innenverteidigers Mergim Mavraj vom 1. FC Köln ein. Doch Gisdol wünscht sich noch mindestens einen weiteren Mann für das Abwehrzentrum - als heißer Kandidat gilt Timm Klose (Norwich City). Zudem müsste Todt wohl noch nach einem "Sechser" fahnden. Dagegen könnten der als Top-Talent im Sommer geholte Alen Halilovic und Angreifer Pierre-Michel Lasogga die Hanseaten verlassen. Außerdem hängt der Transfer von Cleber zum FC Santos in der Schwebe. Die Zeit drängt: Ende Januar endet die Winter-Transferperiode. 

Todt wird beim HSV schon länger für den Posten des Kaderplaners gehandelt. Beim Zweitligisten KSC war der Europameister von 1996 im November nach dreieinhalb Jahren freigestellt worden, nachdem er seinen im Sommer auslaufenden Vertrag nicht verlängern wollte. Eine Ablöse soll in Form einer Gewinngarantie (100.00 Euro) im Zuge eines Freundschaftsspiels fließen. 

Prominente Absagen

Nach den gescheiterten Verhandlungen mit Christian Hochstätter, Horst Heldt und Nico-Jan Hoogma darf Todt zwar nicht unbedingt als Wunschlösung der Hanseaten bezeichnet werden, doch die bevorstehende Verpflichtung ergibt Sinn. Karlsruhe nahm unter seiner Sportchef-Regie eine gute Entwicklung und wurde in den dreieinhalb Jahren Fünfter, Dritter und Siebter in der 2. Liga. 

Zudem ist Hamburg kein gänzlich neues Pflaster für Todt. Von Sommer 2008 an leitete der langjährige Bundesliga-Profi die Nachwuchsabteilung des HSV, trat dann nach Differenzen mit dem damaligen Klubchef Bernd Hoffmann aber zurück. Es folgten Stationen im Jugendbereich beim VfL Wolfsburg sowie als Manager des VfL Bochum, bevor er im Sommer 2013 beim KSC anheuerte. Nach dem Urlaub wartet nun die knifflige Aufgabe beim HSV.

sid

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