Altintop und die Türkei bereit für Jogis Jungs

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Hamit Altintop (l.) traf beim 3:2-Sieg der Türkei gegen Belgien

Istanbul/Frankfurt am Main - Die Türkei ist wie die DFB-Elf erfolgreich in die EM-Qualifikation gestartet. Jetzt fordert das Team von Bayern-Profi Hamit Altintop den WM-Dritten in Berlin heraus.

Nach dem Zittersieg gegen Belgien fiebert die türkische Fußball-Nationalmannschaft dem Gipfeltreffen gegen Deutschland entgegen. “Ich freue mich schon auf die Partie in Berlin in ein paar Wochen“, sagte Trainer Guus Hiddink und richtete unmittelbar nach dem 3:2 (0:1)-Erfolg am Dienstagabend in Istanbul den Blick auf den 8. Oktober: Dann fordert im Olympiastadion der EM- Halbfinalist von 2008 den Tabellenführer der Gruppe A in der Qualifikation für die EURO 2012 in Polen und der Ukraine.

“Trotz einiger Rückschläge und verteilter Geschenke haben wir gewonnen. Die körperliche und mentale Reaktion der Spieler macht mich stolz“, sagte der niederländische Coach - wohlwissend, dass Hamit Altintop und Co. gegen den WM-Dritten noch zulegen müssen: “Wir wussten, dass wir gewinnen, wenn wir unser Spiel durchziehen. Aber wir müssen schlauer werden.“

Arda Turan rettete den Gastgebern in der 78. Minute den Sieg gegen Belgien. Zuvor hatte Bayern-Abwehrspieler Daniel van Buyten mit einem Doppelpack (28./69. Minute) für den Außenseiter geglänzt. Vier Tage nach dem 0:1 gegen Deutschland überzeugten die Belgier erneut, wurden aber durch die Gelb-Rote Karte für den früheren Hamburger Vincent Kompany (64.) geschwächt. Van Buytens Münchner Kollege Altintop (48.) und Semih Sentürk (66.) hatten zudem für die Türken getroffen.

Zum Auftakt hatte sich die Mannschaft des neuen Auswahltrainers Hiddink 3:0 in Kasachstan durchgesetzt. “Rückblickend bin ich mit den ersten zwei Qualifikationsspielen sehr zufrieden. Wir wollten das Maximale herausholen. Da uns dieses Ziel gelungen ist, fällt die Vorbereitung auf die nächsten Spiele leichter“, meinte der 63- Jährige.

Ungeheuer schwer tat sich der deutsche Gruppengegner Österreich in seinem Auftaktmatch: Roland Linz und Erwin Hoffer vom 1. FC Kaiserslautern trafen beim 2:0 (0:0) in Salzburg gegen Kasachstan erst in der Nachspielzeit - Felix Austria. Die Mannschaft von Teamchef Didi Constantini trifft erst im kommenden Jahr zweimal auf die Auswahl von Joachim Löw.

Mit Pfeifkonzerten reagierten die 22 500 Zuschauer auf die harmlosen Angriffsversuche der Gastgeber, bei denen der Stuttgarter Martin Harnik in der Anfangsphase zwei dicke Chancen vergab. “Da spielst du zu Hause und dann hast du die Fans gegen dich. Das ist typisch Österreich“, beklagte sich der eingewechselte Angreifer Stefan Maierhofer (MSV Duisburg). So sparten sich die Spieler nach dem Abpfiff die traditionelle Verabschiedung von ihren Fans.

Nicht nur Maierhofer kritisierte zudem die Platzverhältnisse und sprach von einer “Sandkiste“. Erst im Sommer war der Kunstrasen im EM-Stadion durch natürliches Grün ersetzt worden. Die Probleme mit dem neuen Terrain hatten bereits zu der Absage des Erstliga-Spiels Red Bull Salzburg gegen Wacker Innsbruck geführt. Nicht viel zu meckern hatte Verbandspräsident Leo Windtner: “Es ist positiv, dass wir die Tore ganz unösterreichisch in der Nachspielzeit geschossen haben. Normalerweise sagt man, dass das immer die Deutschen machen.“

dpa

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