Hans-Meyer-Sprüche sind gar nicht von Hans Meyer

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Hans Meyer

Jena - Der ehemalige Bundesligatrainer Hans Meyer hat seine Karriere endgültig für beendet erklärt und erklärt, dass viele Sprüche von ihm falsch überliefert seien.

„Ich werde nie wieder einen Trainerposten übernehmen“, sagte Meyer bei einer Gesprächsrunde im thüringischen Jena: „Ich finde es gut, das Geschäft aus einer anderen Perspektive zu sehen und genieße es, für sportlichen Misserfolg nicht zur Verantwortung gezogen zu werden.“

Bis Mai 2009 arbeitete Meyer als Chefcoach beim Bundesligisten Borussia Mönchengladbach, nachdem er zuvor unter anderem den 1. FC Nürnberg und Hertha BSC betreut hatte. Seine längste Amtszeit absolvierte das Urgestein jedoch beim mittlerweile abstiegsbedrohten Drittligisten Carl Zeiss Jena. Als Spieler und Trainer verbrachte der 68-Jährige insgesamt fast 30 Jahre in Thüringen und führte den dreimaligen DDR-Meister zum größten Erfolg der Vereinsgeschichte, dem Erreichen des Europapokalfinals der Pokalsieger 1981 in Düsseldorf.

Meyer spricht in diesem Zusammenhang heute von der „bittersten Niederlage“ seiner Karriere: „Wir führten 1:0 gegen Tiflis und verloren 1:2, das schleppt man sein ganzes Leben mit sich rum. Zugleich war es aber auch die größte Leistung, die ich als Trainer erreicht habe.“ Zu seinen weiteren Erfolgen zählt unter anderem der Gewinn des DFB-Pokals mit Nürnberg im Jahr 2007.

Einen Namen hat sich der charismatische Fußballlehrer aber nicht zuletzt durch seine verbalen Seitenhiebe gemacht. „Von den einhundert Sprüchen, die im Internet umhergeistern, sind vielleicht zwanzig von mir“, sagte Meyer. Seine wohl bekannteste Aussage: „Im Fußball baut man Dir schnell ein Denkmal, aber genauso schnell pinkelt man es an.“

Seinem Sport wird Meyer weiterhin die Treue halten. Seit Juni dieses Jahres ist er Präsidiums-Mitglied in Mönchengladbach. Die Aussicht, sich in die sportliche Entwicklung des Klubs einzubringen, habe ihn sehr gereizt, betonte er.

sid

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