Der große Bundesliga-Check

Hans Sarpei: FCB? Für die Europa League reicht's

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Hans Sarpei ist Kult.

München - Hans Sarpei  ist Kult. Über eine halbe Million folgen dem 38-jährigen Kölner mit ghanaischen Wurzeln bei Twitter. Für die tz nahm Sarpei zum Saisonstart die Bundesliga unter die Lupe.

Als Fußballer in Wolfsburg, Leverkusen und Schalke war Hans Sarpei ein Bundesliga-Profi unter vielen, im Internet ist er das, was man heutzutage Kult nennt. Über eine halbe Million folgen dem 38-jährigen Kölner mit ghanaischen Wurzeln bei Twitter, Sprüche wie „Hans Sarpei kann seinen eigenen Elfmeter halten“ oder „Mein Name ist Hans Sarpei. Das L steht für Gefahr“ gehören bei jüngeren Kick-Freaks zum Standardrepertoire. Für die tz nahm Sarpei zum Saison-Start die Bundesliga unter die Lupe. Sein Traum: „Ich will mit Otto Addo das erste schwarze Trainerteam der Bundesliga bilden.“

Hans Sarpei: FC Bayern droht holpriger Start

FC Bayern: „Die Frage ist: Kann Bayern mit diesem Kader nicht Meister werden? Ich sage: schon möglich. Sie hatten im Vergleich zur Konkurrenz eine schwierige Vorbereitung, die meisten WM-Spieler und eine Reihe von Verletzen. Die Gefahr besteht also, dass zumindest der Start holprig wird. Für einen Europa-League-Platz sollte es aber in jedem Fall reichen…“

Borussia Dortmund: „Auch als Ex-Schalker habe ich Respekt vor dem BVB. Sie haben keine Angst vor den Bayern und zeigen das auch regelmäßig auf dem Platz. Der Druck beim BVB besteht darin, dass jeder erwartet, dass sie auch ohne Lewandowski Bayern Paroli bieten können.“

FC Schalke 04: „Ich liebe Schalke! Vor dem Pokalspiel in Dresden war es einfach zu ruhig. Jetzt ist wieder richtig Stimmung drin, so muss es sein. Im Ernst: Ich hoffe, dass Schalke an die Leistungen der überragenden Rückrunde anknüpfen kann. Mit Sam und Choupo-Moting ist Qualität hinzugekommen.“

Bayer Leverkusen: „Im Gegensatz zu Schalke müssen die an die Hinrunde anknüpfen, wenn sie ganz oben mitspielen wollen. Mit diesem Prachtkader ist einiges zu reißen.“

Hans Sarpei: Mönchengladbach? "Gut, aber nicht sehr gut"

VfL Wolfsburg: „Spannende Frage: Bringt Nicklas Bendtner den Fans oder den Medien mehr Spaß? Idealerweise beiden. In der letzten Saison hat sich Wolfsburg ja oft selbst geschlagen. Wenn sie das jetzt unterlassen, ist die Champions-League realistisch.“

Borussia Mönchengladbach: „Gut, aber nicht sehr gut. Mehr als Platz sechs kann ich mir bei Gladbach nicht vorstellen. Als Kölner freue ich mich auf die Derbys. Kein Scherz. Das mit dem Angstgegner ist vorbei, weil beim FC ja eine neue Ära begonnen hat.“

FSV Mainz 05: „Ich weiß nicht, ob die dringend Geld brauchten. Nicolai Müller ist sportlich ein großer Verlust. Nach den bisherigen Eindrücken sind die Mainzer auf einem guten Weg, dieses Jahr unten mitzuspielen.“

FC Augsburg: „Auch die werden es schwer haben nach den ganzen Abgängen. Die vergangene Saison darf kein Maßstab sein. Drin bleiben ist alles!“

Hans Sarpei: Bei Hoffenheim "hat’s immer richtig gerappelt – vorne wie hinten"

1899 Hoffenheim: „Schau ich mir gerne an. Da hat’s immer richtig gerappelt – vorne wie hinten. Wenn sie das mit dem hinten in Griff kriegen, können sie die Überraschungsmannschaft der Saison werden. Markus Gisdol kenne ich noch als Co-Trainer bei Schalke. Ein Typ wie Ralf Rangnick, der junge Spieler nach vorne bringt.“

Hannover 96: „Naja, die werden wohl eher nicht überraschen. Keine Ahnung, was für Ziele Hannover hat. Die standen mal für attraktiven Konterfußball. Aber jetzt? Eine Wundertüte.“

Hertha BSC: Die hab ich im Pokal bei Viktoria Köln gesehen. Fähiges Mittelfeld! Letztes Jahr haben sie in der Vorrunde von der Aufstiegseuphorie profitiert, danach war nicht mehr viel los. Aber Jos Luhukay ist ein sehr guter Trainer, der einen soliden Mittelfeld-Platz hinbekommen sollte. Falls es in dieser Liga überhaupt ein solides Mittelfeld gibt.“

Werder Bremen: „Mit Aaron Hunt ist die letzte Figur aus besseren Zeiten weg, der Klub hat für mich kein Gesicht mehr. Das riecht nach heißen Angstderbys gegen den HSV.“

Hans Sarpei: "SC Freiburg? Sympathischer Verein, super Scouting"

Eintracht Frankfurt: „Auch der Eintracht traue ich zu, unten mitzuspielen. Sie haben auf dem Papier mehr Qualität verloren als gewonnen. Und Thomas Schaaf wird beim Frankfurter Publikum nicht den Rückhalt haben wie in Bremen.“

SC Freiburg: „Sympathischer Verein,super Scouting, perfekt passender Trainer. Christian Streich lässt auch im Tabellenkeller Fußball spielen. Denen wünsche ich, dass sie es auch dieses Jahr wieder packen. Und nächstes. Und übernächstes…“

VfB Stuttgart: „Tja, neuer alter Trainer mit viel Erfahrung, aber in der Mannschaft fehlen die Typen, die den Unterschied machen. Auch ein Kandidat fürs Mittelfeld, das es wahrscheinlich nicht geben wird.“

Hamburger SV: (lacht) Meister Kühne zahlt, jetzt haben sie wieder Geld – und jeder weiß das… Didi Beiersdorfer wird froh sein, wenn der HSV mit dem Abstieg nichts zu tun hat. Ich schätze, dass er so schnell nicht froh wird.“

Hans Sarpei über den 1. FC Köln: "Ruuuhig, ganz ruuuhig…"

1. FC Köln: „Ruuuhig, ganz ruuuhig… Momentan hört sich das alles gut an, was Jörg Schmadtke und Peter Stöger da reden. Der Weg, auf die Jugend zu setzen und trotzdem nicht auf Erfahrung zu verzichten, hebt sich wohltuend von den naiven Vorstellungen der Vergangenheit ab. Jetzt muss es sportlich nur noch klappen. Ich wünsche mir, dass der FC drinbleibt. Auch wenn nach drei Siegen in Folge bestimmt die Champions League rufen wird…“

SC Paderborn: „Das hat Spaß gemacht, wie die in der Zweitliga-Rückrunde alles gerockt haben. Dass es jetzt sauschwierig wird, drinzubleiben, muss man in Paderborn niemandem erzählen. Trotzdem sehe ich ähnlich wie bei Braunschweig letztes Jahr eine Chance. Mainz zum Auftakt als Heimspiel klingt ja nicht soo schlecht.“

lk

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