Nach dem WM-Finale

Flick wird neuer Chef von Bundestrainer Löw

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Hansi Flick (l.) steigt nach der WM vom Co-Trainer von Bundestrainer Joachim Löw zu dessen Chef als DFB-Sportdirektor auf.

Rio de Janeiro - Hansi Flick sitzt am Sonntag beim WM-Finale gegen Argentinien zum letzten Mal als Assistent von Bundestrainer Joachim Löw auf der Bank der DFB-Elf. Danach steht seine Beförderung an.

Der „treue Hansi“ hat ausgedient, der Sportdirektor Hans-Dieter Flick übernimmt das Kommando: Am Sonntag sitzt der 49-Jährige beim WM-Finale gegen Argentinien (21.00 Uhr MESZ/ARD) zum letzten Mal als Assistent von Bundestrainer Joachim Löw auf der Bank der deutschen Nationalmannschaft. Es folgt nämlich anschließend die Beförderung im Deutschen Fußball-Bund (DFB).

„Damit beschäftige ich mich noch gar nicht. Ich denke nur an Sonntag, an das Finale. Das ist das Einzige, was zählt“, sagte Flick. Dass er sich als Weltmeister auf den Posten des DFB-Sportdirektors verabschieden will, versteht sich von selbst.

Ein Bild mit dem WM-Pokal in den Händen würde sein neues Büro in der DFB-Zentrale im Frankfurter Stadtwald gut schmücken. „Natürlich ist das mein Ziel“, betonte der langjährige Assistent des Bundestrainers, dem er bislang 110-mal zur Seite stand und den er einmal als Chefchen vertreten durfte. Beim 3:2 im EM-Viertelfinale in Basel gegen Portugal gab er 2008 für den gesperrten Löw die Kommandos.

Flick, der am 1. September offiziell als Sportdirektor beim DFB anfängt, war in den acht Jahren unter Löw weit mehr als der viel zitierte Hütchenaufsteller, wie man früher die Co-Trainer bezeichnete. Flick ist noch bis Sonntag der entscheidende Mann bei der Analyse des Gegners, er wertet die Informationen von Chefscout Urs Siegenthaler aus und stellt für Löw die wichtigsten Infos zusammen.

Flick war es auch, der für das WM-Trainingslager in Südtirol die Idee hatte, die U20 als Sparringspartner mitzunehmen. Löw lobte seinen „Assi“ nicht nur für diesen konstruktiven Vorschlag. Kein Wunder, dass der 54-Jährige Flick nur ungerne gehen lässt. „Einen besseren Mitabeiter kann man nicht haben. Ich kann ihm aber auch nicht diese große Chance verbauen“, hatte Löw stets betont.

Die deutschen WM-Trikots von 1954 bis heute

Die deutschen WM-Trikots von 1954 bis heute
WM 1954 in der Schweiz © picture-alliance/ dpa
Die deutschen WM-Trikots von 1954 bis heute
WM 1958 in Schweden: Helmut Rahn © picture-alliance/ dpa
Die deutschen WM-Trikots von 1954 bis heute
WM 1962 in Chile: Karl-Heinz Schnellinger  © picture-alliance/ dpa
Die deutschen WM-Trikots von 1954 bis heute
WM 1966 in England: Helmut Haller © picture alliance / dpa
Die deutschen WM-Trikots von 1954 bis heute
WM 1970 in Mexiko: Karl-Heinz Schnellinger © picture-alliance/ dpa
Die deutschen WM-Trikots von 1954 bis heute
WM 1974 in Deutschland: Gerd Müller © picture alliance / dpa
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WM 1978 in Argentinien: Berti Vogts © picture-alliance/ dpa
Die deutschen WM-Trikots von 1954 bis heute
WM 1982 in Spanien: Manfred Kaltz (l.) und Hans-Peter Briegel (r.) © picture-alliance / dpa
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WM 1986: Hans-Peter Briegel im grünen Auswärtstrikot © picture-alliance / dpa
Die deutschen WM-Trikots von 1954 bis heute
WM 1990 in Italien: die Weltmeister-Mannschaft © picture alliance / dpa
Die deutschen WM-Trikots von 1954 bis heute
WM 1994 in USA: Jürgen Klinsmann © picture-alliance/ dpa
Die deutschen WM-Trikots von 1954 bis heute
WM 1998 in Frankreich: Jürgen Klinsmann © picture-alliance / dpa/dpaweb
Die deutschen WM-Trikots von 1954 bis heute
WM 2002 in Südkorea und Japan: Torsten Frings (l.) und Miroslav Klose © picture alliance / dpa
Die deutschen WM-Trikots von 1954 bis heute
WM 2006 in Deutschland: Tim Borowski (von l. nach r.), Arne Friedrich, David Odonkor und Jens Lehmann © picture-alliance/ dpa
Die deutschen WM-Trikots von 1954 bis heute
WM 2010 in Südafrika: Thomas Müller (l.) und Lukas Podolski © picture alliance / dpa
Die deutschen WM-Trikots von 1954 bis heute
Mesut Özil im Dress der Nationalmannschaft für die WM 2014 in Brasilien. © picture alliance / dpa

Das sieht Löw auch aktuell noch so, obwohl er nach der WM Flick, der als Sportdirektor einen Fünfjahresvertrag unterschrieben hat, erst einmal groß zum Essen ausführen muss. Denn der frühere Münchner und Kölner Profi hatte seinen Chef ermuntert, in Brasilien mehr auf Standards zu setzen, was sich bislang ausgezahlt hat. Darauf hatte Flick gegen seinen Boss gewettet.

Wer Flick beerbt, steht noch in den Sternen. Über den ehemaligen Mainzer Coach Thomas Tuchel wurde bereits spekuliert, aber auch U20-Coach und DFB-Chefausbilder Frank Wormuth gilt als heißer Kandidat.

Klar ist nur, dass sich der Sportdirektor Flick, der im Gegensatz zu seinen Vorgängern Matthias Sammer und Robin Dutt auch für die A-Mannschaft zuständig sein wird, in diese Angelegenheit nicht einmischt. „Das ist alleine die Angelegenheit von Joachim Löw“, sagte Löws künftiger Chef kurz vor dem Finale, ehe er sich schnell wieder auf Lionel Messi und Co. konzentrierte. Einmal noch ist der „treue Hansi“ gefragt.

SID

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