tz-Kolumnist Magath

"Hart aber Felix": Liste der Fehler ist viel zu lang!

+
Felix Magath schreibt für die tz.

München - Felix Magath nimmt als tz-Kolumnist die Bundesliga unter die Lupe. Dieses Mal geht es um die Schiedsrichter-Leistungen in der aktuellen Bundesliga-Saison.

Es ist schon wieder passiert! Beim Wolfsburger Treffer zum 1:0 im Topspiel am Samstag gab es erneut eine eindeutige Fehlentscheidung. Das nicht geahndete Abseits hatte gewiss richtungsweisenden Charakter für die Partie. Schon früh in der Saison – nach dem nicht nachvollziehbaren Elfmeter am 4. Spieltag für die Bayern gegen Augsburg, der in der Nachspielzeit zum Siegtreffer führte – haben wir es an dieser Stelle thematisiert: Die Bundesliga muss die Einführung des Video-Schiedsrichters vorantreiben! Das Hand-Tor von Hannovers Andreasen zum 1:0-Sieg in Köln, das Abseitstor der Stuttgarter am gleichen Spieltag zum 1:0-Endstand gegen Augsburg, ein klares Foulspiel an diesem Wochenende vor dem Ausgleich der Mainzer in Augsburg – die Liste der spielentscheidenden Fehler der Unparteiischen ist schon wieder lang in dieser Spielzeit. Viel zu lang! Ein kurzer Blick auf den Monitor hätte genügt und für einen gerechteren Spielausgang in all diesen Fällen gesorgt. Kritikern, die den Einsatz moderner Hilfsmittel weiterhin mit dem Verweis darauf ablehnen, dass auch mit Einsatz eines Videoschiedsrichters nicht 100% aller Szenen eindeutig aufgeklärt werden könnten, sei die Frage gestellt: Verzichten wir im Auto auf Gurt oder Airbag, weil auch sie Verkehrsopfer nicht gänzlich ausschließen können? Eine andere Szene, die mich immer noch beschäftigt, wurde vom Schiedsrichter korrekt geahndet. Das folgenschwere Foulspiel von Schalkes Johannes Geis gegen den Gladbacher André Hahn vor einer Woche. Es gab zu Recht einen Platzverweis. Womit ich nicht zufrieden bin, ist die anschließende Sperre. Wenn ich lese, dass einige angesichts der Fünf-Spiele-Sperre von einem „Hammer-Urteil“ sprechen, kann ich nur mit dem Kopf schütteln. In meinen Augen sollte das Strafmaß bei solchen Vergehen an der Länge der Verletzungs-Zeit bemessen werden. Geis dürfte demnach erst wieder spielen, wenn auch Hahn wieder in der Lage ist, mitzuwirken! Grundsätzlich sollten Spielsperren nur bei groben Vergehen mit gesundheitlichen Folgen ausgesprochen werden! Wenn ein Spieler wegen Ballwegschlagens, Festhaltens, Trikotausziehens oder anderer Lappalien vom Platz gestellt wird, wird der Wettbewerb verzerrt. Schon das Spiel selbst wird durch die resultierende Unterzahl­situation oftmals unverhältnismäßig in seinem Verlauf beeinflusst und durch die obligatorisch folgende Sperre profitiert womöglich auch noch der folgende Gegner davon. Vielmehr sollte gegen den Rotsünder eine sehr hohe Geldstrafe verhängt werden, die direkt vom Spieler und nicht vom Verein bezahlt werden sollte.

auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Juventus ändert Vereinslogo - wütender Aufschrei der Fans
Juventus ändert Vereinslogo - wütender Aufschrei der Fans
Google-Panne: Bild von Fußballer Broich wird zum viralen Hit
Google-Panne: Bild von Fußballer Broich wird zum viralen Hit
DFB-Sportdirektor Flick hört überraschend auf 
DFB-Sportdirektor Flick hört überraschend auf 
Brutale Szenen: Väter prügeln sich bei Jugendspiel
Brutale Szenen: Väter prügeln sich bei Jugendspiel
<center>Rehbockgehörn mit Strass</center>

Rehbockgehörn mit Strass

65,00 €
Rehbockgehörn mit Strass
<center>Bayerisches Schmankerl-Memo</center>

Bayerisches Schmankerl-Memo

9,95 €
Bayerisches Schmankerl-Memo
<center>Schlüzi mit Masskrug - der Schlüsselüberzieher</center>

Schlüzi mit Masskrug - der Schlüsselüberzieher

4,90 €
Schlüzi mit Masskrug - der Schlüsselüberzieher
<center>Wiesn Editionskrug Nr.1 "Gronemeyer-Schilz" 0,5l</center>

Wiesn Editionskrug Nr.1 "Gronemeyer-Schilz" 0,5l

14,35 €
Wiesn Editionskrug Nr.1 "Gronemeyer-Schilz" 0,5l

Kommentare