tz-Kolumne

Heinrich heute: Erst stirbt der Stürmer, dann der Mensch

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Bundestrainer Joachim Löw.

München - tz-Kolumnist Jörg Heinrich betrachtet in der Rubrik "Heinrich heute" die Sportwelt. Diesmal schreibt er über das Aussterben des echten Stürmers im DFB-Team.

Deutschland blickt betroffen auf das Aussterben des Stürmers. Nur noch den letzten Vertreter dieser Spezies nimmt Jogi Löw mit zur WM – einen rund 100-Jährigen, der das Toreschießen einst in Polen noch an der Seite des späteren Papstes Karol Wojtyla erlernte. Die Menschen gedenken mit Mahnwachen und Lichterketten dem Beruf von Gerd Müller. Viele sprechen von der „Ruhe nach dem Sturm“. Auf Autoaufklebern lesen wir: „Erst stirbt der Stürmer, dann der Mensch.“ Der Stürmer gilt als der Säbelzahntiger der Strafräume. Bald wird es ihn ebenso wenig mehr geben wie den Köhler (nicht Uli) und die Rohrpostbeamtin. Doch eines haben die Trainer vergessen: „Erst wenn der letzte Mittelstürmer ausgewechselt und der letzte Außenstürmer zum Innenverteidiger umgeschult ist, werdet ihr merken, dass man nur mit falschen Neunern nicht Weltmeister wird.“

Jörg Heinrich

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