tz-Kolumne

Heinrich heute: Naidoo und der DFB

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Für Deutschland beim ESC: Xavier Naidoo.

München - tz-Kolumnist Jörg Heinrich betrachtet in der Rubrik "Heinrich heute" die Sportwelt. Diesmal schreibt er über Xavier Naidoo.

Die Welt ist verrückt geworden, und die Personalentscheidungen werden immer skurriler. Zunächst hat der DFB den CDU-MdB Reinhard Grindel zum Präsidentschaftskandidaten gekürt. Grindel ist Anti-Korruptionsbeauftragter des DFB (mit rauschendem Erfolg), hat 2013 im Bundestag aber schärfere Regeln gegen Abgeordnetenbestechung abgelehnt. Das passt ideal zu einem Verband, der in einer Korruptionsaffäre versinkt. Ebenso eigenwillig erscheint die ARD-Idee, den Verschwörungstheoretiker und der Homophobie verdächtigen Xavier Naidoo zur schwulen Sing-Europameisterschaft ESC zu schicken. Viele meinen ja: Könnte nicht Naidoo den DFB übernehmen, und Grindel in Stockholm singen? Das wäre wenigstens lustig. Wobei: Das mit Naidoo verstehen wir ja noch. Die ARD hat sich gedacht: Immer, wenn er singt, werden wir wenigstens Dritter.

Jörg Heinrich

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