tz-Kolumne

Heinrich heute: Neues von den Fußballnomaden

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Auch Dante hat einen neuen Klub.

München - tz-Kolumnist Jörg Heinrich betrachtet in der Rubrik "Heinrich heute" die Sportwelt. Diesmal schreibt er über den modernen Fußballnomaden.

Der moderne Fußballnomade hat kein leichtes Leben. Er tingelt von London nach Mailand nach Istanbul, und erinnert damit an die Menschen zur Zeit der Völkerwanderung, nach dem Einfall der Hunnen und der Langobarden. Eine der wichtigsten Aufgaben des Fußballnomaden ist es, bei Toren gegen einen seiner Ex-Klubs nicht demonstrativ zu jubeln. Leider wird dies immer schwieriger. Immer öfter fragt der Nomade vor dem Anpfiff seinen Berater: Habe ich hier schon mal gespielt? Zudem sind die offiziellen Jubelregeln zu beachten: In den ersten drei Jahren nach dem Wechsel darf man gegen einen Ex-Klub überhaupt nicht jubeln, nach vier bis sechs Jahren ein bisserl. Ab dem zehnten Jahr darf man bei der Siegesfeier auch wieder beim „Humba Täterä“ mitmachen. Falls Wolfsburgs Dante im Pokal gegen Bayern trifft, erwarten wir angemessene Zurückhaltung.

Jörg Heinrich

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