tz-Kolumne

Heinrich heute: Nur mal so angenommen

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Damals gab‘s ihn noch, den Lottoladen von Katsche Schwarzenbeck: ein Foto aus dem Jahr 2006.

München - tz-Kolumnist Jörg Heinrich betrachtet in der Rubrik "Heinrich heute" die Sportwelt. Diesmal schreibt er über eine weitere Floskel.

Je mehr lustige Fußballfloskeln wir suchen, desto fündiger werden wir. Unser neuer Liebling geht so: „Wir haben das Spiel nicht angenommen.“ Diese hochmoderne Ausrede hört man jetzt ständig. Aber wie muss man sich das vorstellen? Die Kapitäne stehen mit dem Schiri beim Anstoß, und einer von beiden verweigert die Annahme? Nur mal so angenommen, Sie würden Ihrem Chef sagen: „Chef, ich habe die Arbeit heute nicht angenommen.“ Dann bekommen Sie fei den größten anzunehmenden Ärger. Dabei haben die Spieler allen Grund, das Spiel anzunehmen, schließlich werden sie dafür mit jeder Menge Annehmlichkeiten belohnt. Beim Katsche Schwarzenbeck hätte es das nie gegeben, der hatte sogar eine eigene Annahmestelle, für Lotto. Wir haben Grund zur Annahme, dass Fußballer, die das Spiel nicht annehmen, den Abend zuvor schlichtweg versumpft sind, in der Annehm-Bar.

Jörg Heinrich

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