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Heinrich heute: Die Pille für den Mann

München - tz-Kolumnist Jörg Heinrich betrachtet in der Rubrik "Heinrich heute" die Sportwelt. Heute beschäftigt er sich mit dem Thema Ballbesitz.

Noch weniger als drei Wochen bis zur Bundesliga – und es wird spannend. Vor allem taktisch. Noch letzte Saison hat der FCB mit bis zu 128 Prozent Ballbesitz dominiert. Doch nach der WM schlägt das Pendel in die andere Richtung aus. Nicht nur Club-Coach Valérien Ismaël empfiehlt seinen Spielern: „Sie sollen dem Gegner auch mal den Ball überlassen.“ Ballbesitz ist nichts mehr wert, kein Team will mehr freiwillig die Kugel. Experten fürchten, dass der Ball in der neuen Saison oft 20 Minuten auf dem Rasen liegt, ohne dass ihn eine Mannschaft besitzen will. Die Liga bastelt an neuen Regeln. Wenn bis zur 90. Minute niemand den Ball berührt hat, gibt es Verlängerung. Bis dahin dürfen Zuschauer Selfies mit dem Spielgerät machen. Und als Anreiz bekommt der erste Fußballer, der den Ball spielt, ein Tattoo gratis. Die Pille für den Mann – nie war sie so unbeliebt.

Jörg Heinrich

Rubriklistenbild: © dpa

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